Regelungen zum Umgang mit "besonders oder möglicherweise besonders schutzbedürftigen" Personen

Die Arbeitsmedizinische Empfehlung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), zuletzt aktualisiert im Dezember 2021, leitet aus spezifischen Erkrankungen eine "besondere" bzw. "möglicherweise besondere Schutzbedürftigkeit" während der SARS-CoV-2-Pandemie ab. Gehören Sie zur Gruppe der besonders oder möglicherweise besonders schutzbedürftigen Personen an oder leben Sie mit einer Person in einem Haushalt, auf die dies zutrifft? Dann gelten für Sie gegebenenfalls besondere Regelungen. 

Beurteilungsgrundlage ist im Regelfall die kategoriale Einstufung von Erkrankungen zur Einzelfallprüfung aus der Arbeitsmedizinischen Empfehlung des Arbeitsministeriums (BMAS).

Bitte lesen Sie die folgenden Erläuterungen aufmerksam durch. Fragen beantwortet Ihnen gerne die Diversitätsbeauftragte der EUF.

Beschäftigte

Der betriebsärztliche Dienst ist beauftragt, in Orientierung an der arbeitsmedizinischen Empfehlung des BMAS aktuelle Gefährdungsbeurteilungen bzgl. der Aufnahme von Tätigkeiten im Präsenzbetrieb für die Mitarbeiter*innen zu erstellen. Für diese individuelle Gefährdungsbeurteilung wenden Sie sich bitte an den MEDITÜV (kiel-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@medituev.de).

1. Leiten Sie dem Betriebsarzt alle relevanten Befunde, Arztbriefe, Atteste u.ä. weiter. Bedenken Sie, dass die Bearbeitung Ihres Anliegens eine gewisse Zeit benötigt. Die Entscheidung über eine mögliche Gefährdung am Arbeitsplatz trifft der Betriebsarzt einzig auf Basis fachlicher Erwägungen.

2. Informieren Sie Ihre*n Vorgesetzte*n frühzeitig über mögliche Regelungsbedarfe; maßgebend für die Konkretisierung sind dann die Empfehlungen der Gefährdungsbeurteilung bzw. ärztlichen Stellungnahme.
Diagnosen oder andere Informationen zu Ihrem Gesundheitszustand gehören NICHT in die Kommunikation mit Vorgesetzten.

3. Senden Sie die betriebsärztliche Stellungnahme bitte im Original entweder an die Diversitätsbeauftragte der EUF (zwecks Sicherstellung der datenschutzkonformen Weiterleitung an die Personalabteilung durch ggf. Schwärzung gesundheitsbezogener Informationen) oder - entsprechend modifiziert - direkt an die für Sie zuständige Sachbearbeitung in der Personalabteilung.

Während für die gesundheitlichen Belange von Beschäftigten der EUF der Betriebsarzt zuständig ist, gilt für Beschäftigte, die mit besonders oder möglicherweise besonders schutzbedürftigen Personen in einem Haushalt leben, folgende Regelung:

1. Legen Sie dem*der behandelnden Arzt*Ärztin das beigefügte Formular vor. Bitte achten Sie dabei auf Vollständigkeit (Anlage!).In diesem Dokument attestiert der*die Arzt*Ärztin die besondere oder möglicherweise besondere Schutzbedürftigkeit Ihres*Ihrer Angehörigen bzw. Mitbewohner*s*in anhand der Anlage "kategoriale Einstufung von Erkrankungen zur Einzelfallprüfung" des BMAS (s.o.).

2. Informieren Sie Ihre*n Vorgesetzte*n frühzeitig, spätestens jedoch mit Erhalt der ärztlichen Bescheinigung über notwendige Regelungsbedarfe. Diagnosen oder andere Informationen zum Gesundheitszustand von Angehörigen gehören NICHT in diese Kommunikation. Im Falle von Unstimmigkeiten wenden Sie sich bitte an den Leiter der Personalabteilung und/oder Ihren Personalrat.

3. Senden Sie die ärztliche Stellungnahme bitte im Original entweder an die Diversitätsbeauftragte der EUF (zwecks Sicherstellung der datenschutzkonformen Weiterleitung an die Personalabteilung durch ggf. Schwärzung gesundheitsbezogener Informationen) oder - entsprechend modifiziert - direkt an die für Sie zuständige Sachbearbeitung in der Personalabteilung.

Bitte zeigen Sie eine Schwangerschaft im Eigeninteresse frühestmöglich der Personalabteilung an. Es erfolgt dann eine individuelle Gefährdungsbeurteilung für Sie unter Hinzuziehung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes (kiel-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@medituev.de). Für Beschäftigungsverbote bleibt grundsätzlich weiterhin Ihr*e Frauenarzt*Frauenärztin zuständig, es kann aber auch ein betriebliches Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden.

Studierende

Für die Anliegen von Studierenden ist immer der jeweilige Prüfungsausschuss zuständig.

1. Legen Sie Ihrem*Ihrer behandelnden Arzt*Ärztin das beigefügte Formular vor. Bitte achten Sie auf Vollständigkeit (Anlage!).
In diesem Dokument attestiert der*die Arzt*Ärztin Ihnen eine besondere oder möglicherweise besondere Schutzbedürftigkeit anhand der Anlage "kategoriale Einstufung von Erkrankungen zur Einzelfallprüfung" des BMAS (s.o.).

2. Stellen Sie auf Basis der ärztlichen Bescheinigung einen Antrag bei dem für Sie zuständigen Prüfungsausschuss. Bitte beachten Sie dabei auch ärztliche Empfehlungen zur Gestaltung des Studiums; Diagnosen oder andere Informationen zu Ihrem Gesundheitszustand gehören jedoch NICHT in diesen Antrag.

Achten Sie bei der Antragstellung auch darauf, alle Bestandteile des Formulars vollständig auszufüllen. Da der Prüfungsausschuss umfassende Informationen über die von Ihnen gewählten Lehrveranstaltungen benötigt, ist eine Antragstellung erst im Anschluss an das Belegverfahren möglich.

Bitte nehmen Sie vor Antragstellung Kontakt zur Diversitätsbeauftragten der EUF auf.

1. Legen Sie dem*der behandelnden Arzt*Ärztin das beigefügte Formular vor. Bitte achten Sie auf Vollständigkeit (Anlage!).
In diesem Dokument attestiert der*die Arzt*Ärztin eine besondere oder möglicherweise besondere Schutzbedürftigkeit Ihres*Ihrer im gleichen Haushalt lebenden Angehörigen bzw. Mitbewohner*in anhand der Anlage "kategoriale Einstufung von Erkrankungen zur Einzelfallprüfung" des BMAS (s.o.).

2. Stellen Sie auf Basis der ärztlichen Bescheinigung einen Antrag bei dem für Sie zuständigen Prüfungsausschuss. Diagnosen oder andere Informationen zum Gesundheitszustand der betroffenen Person gehören NICHT in diesen Antrag.

Achten Sie bei der Antragstellung  darauf, alle Bestandteile des Formulars vollständig auszufüllen. Da der Prüfungsausschuss umfassende Informationen über die von Ihnen gewählten Lehrveranstaltungen benötigt, ist eine Antragstellung erst im Anschluss an das Belegverfahren möglich.

Bitte nehmen Sie vor Antragstellung Kontakt zur Diversitätsbeauftragten der EUF auf.

Im Falle einer Schwangerschaft wenden Sie sich bitte an den Familienservice der EUF. Dort erhalten Sie Informationen über das weitere Vorgehen.

Formular: Ärztliche / Kinderärztliche Bescheinigung

Hier finden Sie noch einmal das Formular, mit dem Arzt*Ärztin oder Kinderarzt*Kinderärztin Ihnen bzw. einer im gemeinsamen Haushalt lebenden Person eine besondere oder möglicherweise besondere Schutzbedürftigkeit attestiert.