Prof. Dr. habil. Christian Stolz

Christian Stolz ist apl. Professor und Akademischer Rat und im Auftrag der Abteilung Geographie zuständig für die Lehre im Bereich der Physischen Geographie (BA-Teilstudiengang Geographie). Zudem betreut er den Geographie-Anteil im BA-Teilstudiengang Sachunterricht und weitere Module im BA-Teilstudiengang Geographie. Von November 2011 bis September 2015 war er bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter und von Oktober 2015 bis März 2017 als Professurvertreter an der EUF tätig.

Er studierte an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, promovierte im Bereich der Geomorphologie und war bis zu seiner Habilitation 2011 am dortigen Geographischen Institut als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Im Rahmen der durch seine Habilitation in Mainz eingegangenen Lehrverpflichtung verfügte er dort bis 2020 über einen dauerhaften Lehrauftrag als Privatdozent. Weiterhin ist er als Lehrbeauftrgeter an der Universität Rostock tätig.

2016, 2017 und 2019 unterhielt Christian Stolz Erasmus-Dozenturen zu den Themen Mensch-Umwelt-Forschung, Physische Geographie und Lehrerbildung an der Marie Curie-Sklodowska-Universität in Lublin, Polen.

im April 2019 wurde er zum apl. Professor ernannt.

Forschung

Christian Stolz arbeitet an der Schnittstelle zwischen Physischer Geographie, Mensch-Umwelt-Forschung und Fachdidaktik bzw. Lehrerinnen- und Lehrerbildung.

Thematisch befasst er sich mit Fragestellungen zur Geoarchäologie, Geomorphologie, Bodengeographie, zum Landschaftswandel und zu Mensch-Umwelt-Beziehungen in Europa und Asien.

Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich der schulichen und außerschulichen Geographie- und Exkursionsdidaktik, der nachhaltigen Landschaftsentwicklung und der Mensch-Umwelt-Forschung (Landschaftsplanung, Ecosystem Services, Neue Energielandschaften, Waldökologie, Natur- und Bodenschutz).

Seit 2015 ist Christian Stolz Sprecher des Deutschen Arbeitskreises Geoarchäologie in der DGfG.

Lehre

In der Lehre vertritt Christian Stolz die Physische Geographie und ihre Didaktik in vollem Umfang. Dazu gehören Vorlesungen, Seminare, Übungen, Labor- und Methodenpraktika sowie Exkursionen in den Bereichen Geomorphologie, Klimageographie, Bodengeographie, Biogeographie, Landschaftsökologie, GIS, Kartographie, geographische Umweltbildung und Mensch-Umwelt-Forschung. Sämtliche seiner Lehrveranstaltungen orientieren sich an aktuellen Erkenntnissen der Schul- und Hochschuldidaktik. Bei Exkursionen und Lehrprojekten im Ausland verfolgt er seit Jahren einen Ost- und Ostmitteleuropa-Schwerpunkt (Polen, Russland, Ukraine, baltische Staaten, Tschechische Republik, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien). Dabei legt er einen besonderen Wert auf die Vermittlung einer nachhaltigen Reisekultur.

Als Inhaber des BMBF-gewförderten ReflActive teaching-Zertifikats für professionelle Hochschullehre ist Christian Stolz mit zeitgemäßen didaktischen Konzepten vetraut, was sich auch in seiner Lehre wiederspiegelt.

Aus den anonymen studentischen Evaluationen sämtlicher Lehrveranstaltungen seit Sommersemester 2015 an den Universitäten Flensburg und Mainz ergibt sich als Mittelwert die Note 1,77.

Vita

Geboren in Bad Schwalbach (Rheingau-Taunus-Kreis); Abitur in Limburg an der Lahn

WS 1997-WS 2002/03: Studium der Geographie, Botanik und Publizistik in Mainz

Diplom (Geographie) am 13.1.2003 (Endnote: Sehr gut). Thema der Diplomarbeit: 'Zur Genese jungholozäner Erosionsformen in der Gemarkung Hausen über Aar (westlicher Hintertaunus)'.

Promotion am 16.2.2005 (Endnote: magna cum laude). Thema der Dissertation: 'Historisches Grabenreißen im Wassereinzugsgebiet der Aar zwischen Wiesbaden und Limburg'.

Habilitation am Fachbereich Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Die Habilitationsschrift zum Thema 'The reconstruction of Quaternary landscape history by floodplain deposits, colluvial sediments and periglacial cover-beds in the low mountain ranges of Rhineland-Palatinate, Hesse and the Saarland (western Germany)' wurde am 4.5.2011 angenommen. Das abschließende Habilitationskolloquium fand am 20.7.2011 statt. Vortragsthema: 'El Niño Southern Oscillation (ENSO) und globale Erwärmung'. Die Antrittsvorlesung folgte am 21.9.2011 mit dem Thema: 'Geoarchäologie - Inter- und multidisziplinäre Ansätze für Geographen, Geologen und Kulturwissenschaftler'.

Zertifikat für Hochschuldidaktik (ReflActive Teaching) im Juli 2015 (ZWW der Europa-Universität Flensburg, Hochschule Flensburg, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung).

2000-2012 tätig als freier Journalist für mehrere Tageszeitungen und Veröffentlichungsorgane (dabei entstanden mehr als 2000 gedruckte Beiträge).

Wissenschaftliche Beschäftigungsverhältnisse und Ehrenämter

  • 2000 bis 2001: Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Helmut Hildebrandt
  • 2001 bis 2005 : Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Jörg Grunert
  • April 2004 bis Juli 2005: Mehrere Lehraufträge am Geographischen Institut der Universität Mainz
  • November 2005 bis Oktober 2011: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geographischen Institut der Universität Mainz
  • 2011-2020: Lehrbeauftragter als Privatdozent am Geographischen Institut der Universität Mainz
  • November 2011 bis September 2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Geographie an der Europa-Universität Flensburg
  • Oktober 2015 bis März 2017: Professurvertreter für Physische Geographie und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg
  • Seit 2016: Lehrbeauftragter für Landschaftsplanung an der Universität Rostock
  • 2016, 2017, 2019: Erasmus-Dozenturen an der Marie Curie-Sklodowska-Universität in Lublin, Polen.
  • Seit April 2017: Akademischer Rat an der Abteilung für Biologie und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg
  • Seit Mai 2015: Sprecher des Deutschen Arbeitskreises für Geoarchäologie
  • Seit April 2019 apl. Professor in Flensburg

Forschungsprojekte

  • Seit 2018: Der schnelle Tod eines Sees (DFG-Projekt): Umweltrekonstruktionen am Treßsee und in einem angrenzenden Binnendünenfeld (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Seit 2013 Naturräumliche Auswirkungen "neuer" Energielandschaften
  • Seit 2012 Ecosystem Services neuer Naturschutzflächen, u.a. Standortsuche für die Neuanlage abflussloser Kleingewässer unter Bodenschutzaspekten (gefördert durch die Umweltbehörde der Stadt Flensburg)
  • 2016 Geoarchäologische Erkundung frühneuzeitlicher Knicklandschaften in Schleswig-Holstein unter bodengeographischen, agrarhistorischen und ökologischen Gesichtspunkten
  • 2014-2015 Gravitative Massenbewegungen entlang der Flensburger Förde: Ursachen und Gefahrenpotenzial (Lehrprojekt)
  • 2013-2015 Auendynamik und Sedimentbilanzierung im Einzugsgebiet der Treene im Norden Schleswig-Holsteins (gefördert durch den Kreis Schleswig-Flensburg)
  • 2013-2015 Nährstoffentwicklung in Geestböden auf jungen Naturschutzflächen im Norden Schleswig-Holsteins (gefördert durch den Kreis Schleswig-Flensburg und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Naturschutz)
  • 2012-2014      Gemeinschaftsprojekt mit der Unt. Naturschutzbehörde des Kreises Schleswig-Flensburg zur Bodenbewertung und Standorterkundung zur Neuausweisung von Naturschutzgebieten auf ehemaligen Militärflächen
  • 2012-2013 Sölle und glazifluviale Rinnen als jungholozäne Sedimentarchive in der schleswigschen Jungmoränenlandschaft
  • 2012-2013 Lehrprojekt zur Waldökologie mit dendroökologischem Schwerpunkt im Norden Schleswig-Holstein
  • 2011 Archäologische Zeigerpflanzen und ihr Nutzen für die archäologische Prospektion
  • 2010 Schwermetallbelastungen infolge neuzeitlichen Hüttenbetriebs der Hubertushütte bei Nonnweiler im Saarland (gemeinsam mit dem Institut für Vor- und Frühgeschichte der Universität Mainz)
  • 2009-2010      Geoarchäologische Untersuchungen zu kolluvialen Ablagerungen und Böden im Umfeld der Ingelheimer Kaiserpfalz (zusammen mit der dortigen archäologischen Forschungsstelle)
  • 2009-2010      Quartäre Seespiegelschwankungen und Dünengenese am Ostrand des Mongol-Els-Dünenfeldes, West-Mongolei (DFG-Sachbeihilfe).
  • 2008 Landschafts- und Bodenentwicklung am eisenzeitlichen Ringwall "Hunnenring" im Saarland (gemeinsam mit dem Institut für Vor- und Frühgeschichte Mainz)
  • 2007-2010 Mitarbeit im DFG-Verbundprojekt "Die Interaktion von glazialen und periglazialen Formen und Prozessen im Changai-Gebirge sowie fluvialen Prozessen und lakustrinen Ablagerungen in den Beckenregionen der nördlichen Gobi, Mongolei" (DFG LE 730/16-1, GR 597/15-1, RA 383/16-1; Beteiligung und Begleitung der Geländearbeiten auf eigene Kosten).
  • 2006-2010 Fragen zur Lössstratigraphie und zur Entstehung von pleistozänem Relief und kulturbedingten Lössterrassen in Rheinhessen
  • 2004-2010 Fragen zur Waldgeschichte und Waldökologie in westdeutschen Mittelgebirgen.
  • 2004-2010 Auensedimente, Kolluvien und periglaziale Deckschichten in rheinland-pfälzischen, hessischen und saarländischen Mittelgebirgen (Pfälzerwald, Westerwald, Hunsrück, Eifel, Taunus, Saar-Nahe-Bergland und Donnersberg)
  • 2002-2005 Fragestellungen zur Gully-Entstehung im Taunus (Dissertation)

Mitgliedschaften

Sprechstunden für Studierende

Sprechstunden für Studierende: Mittwochs von 10-11 Uhr in DUB 006 oder nach Vereinbarung

Bis auf Weiteres findet wegen der COVID 19-Pandemie keine persönliche Sprechstunde statt. Bitte vereinbaren Sie einen Telefon- oder Videochat-Termin per E-Mail.

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apl. Prof. Dr. habil. Christian Stolz

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