Forschungsprojekte der Abteilung Biologie und ihre Didaktik

Projekt Zoos und Science-Center

Hintergrund und Zielsetzung: Museen, Zoos und Science-Center sollen Besucherinnen und Besuchern Freizeiterlebnisse mit Bildungselementen bieten. Zusätzlich werden organisierte Bildungsmaßnahmen insbesondere für Schulklassen angeboten. Während Bildungsprozesse in Museen schon umfangreich untersucht worden sind, ist die Frage nach der Effektivität von Bildungsangeboten im Science-Center und vor allem im Zoo bisher weniger intensiv erforscht worden. Sowohl für das selbstgesteuerte Lernen von Freizeitbesuchern als auch für die Teilnahme von Schulklassen an organisierten Bildungsprozessen stellt sich die Frage nach der Effektivität und der Nachhaltigkeit von typischerweise nur kurzen Beschäftigungen mit den Bildungsangeboten. Es werden sowohl kognitive als auch emotionale Effekte berücksichtigt. Da bei kurzzeitigen Interventionen keine großen Effekte zu erwarten sind, ist die Methodik schwierig.
Untersuchungsmethoden: Zur Analyse des Besucherverhaltens sind Beobachtungen mit und ohne Videoaufzeichnung, mündliche und schriftliche Befragungen sowie Mind- und Concept-Mapping eingesetzt worden. Es sind sowohl die tatsächliche Nutzung der Bildungsangebote als auch deren Effekte bei den Besucherinnen und Besuchern untersucht worden.
Bisherige Ergebnisse: Zu diesen Themen befinden sich 4 Doktorarbeiten in einer fortgeschrittenen Phase der Dissertation (3 Fertigstellungen sind für 2014/Anfang 2015 geplant), drei weitere Arbeiten wurden 2012 begonnen. Die Analysen der Daten sind noch nicht abgeschlossen; entsprechend liegen erst wenige Ergebnisse in publizierter Form vor. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass auch bei einzelnen Interventionen signifikante Effekte erzielt werden können. Offenbar profitieren Schülerinnen und Schüler mit geringer Vorbildung besonders.
Die Studien werden derzeit in einem Interreg-Projekt (Tourismus-Mensch-Natur) mit deutschen und dänischen Partnern fortgesetzt und flossen in die Gestaltung einer Sonderausstellung ein, die im Frühjahr 2013 in der Phänomenta Flensburg eröffnet wurde.

Laufzeit: 01.01.2010

Verantwortlich: Andreas Christian

Projekt Freilandbiologie, mit dem Fokus auf Ökologie und Umweltbildung

Die Aktivitäten im Projekt beziehen sich auf drei Forschungsfelder: Ostsee, Ostseelabor und Wattenmeer. Bisher wurden folgende Fragestellungen untersucht:
2010: Ist es möglich im Gelände effektiv selbstgesteuert zu lernen? Diese Fragestellung wurde mittels Fragebögen erhoben, die vor und nach dem Besuch im Ostseelabor ausgefüllt wurden.
2011: Wie sollte das Material gestaltet sein, um selbstgesteuert im Gelände zu lernen? Die Analyse erfolgt mittels Interviews und Videoaufnahmen.
2012: Welche Methoden sind bei der Vermittlung im Gelände besonders gut einsetzbar und effektiv? Die Analyse erfolgt mit Hilfe von Fragebögen, die vor und nach dem Besuch ausgefüllt wurden.
Ab 2013: Ein Vergleich der Ergebnisse bei leistungshomogenen und leistungsheterogenen Gruppen.
Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg: Im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit besondere Aktionstage und Ferienpassaktionen und gemeinsame Aktionen mit dem Naturwissenschaftlichen Museum.

Laufzeit: 01.01.2001

Verantwortlich:

Projekt Biology of the Sauropod Dinosaurs: The Evolution of Gigantism (Abgeschlossen)

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Die Evolution des Gigantismus bei Sauropoden mit dem Schwerpunkt Biomechanik des Halses und Strategien der Nahrungsaufnahme.
Im Rahmen der DFG-Forschergruppe 533 “Biology of the Sauropod Dinosaurs: The Evolution of Gigantism” (2004-2012) wurden im internationalen Kontext Studien zur Biomechanik, Evolution, Ökologie und Physiologie von Sauropoden durchgeführt. Einige Ergebnisse wurden fachdidaktisch aufbereitet und publiziert. Resultate flossen außerdem in eine Sonderausstellung der Phänomenta Flensburg zur „Physik der Dinosaurier“ ein (2010-2011).
Im Rahmen der DFG-Forschergruppe wurde 2010 ein Kongress mit internationaler Beteiligung in der Phänomenta Flensburg organisiert. Ferner wurden im Rahmen der Forschergruppe zwei Dissertationen abgeschlossen (2007: Herr Dr. Gordon Dzemski; 2011: Herr Dr. Sebastian Ziehm) und eine Dissertation an der Universität Tübingen (Heinrich Mallison, 2007) von Professor Christian co-begutachtet.

Laufzeit: 01.03.2004 - 31.10.2012

Verantwortlich: Andreas Christian