NetKom_4.0

Der grenzüberschreitende Dialog über Netzkompetenz stärkt bei allen Partnern die eigenen Einrichtungskapazitäten, in dem eigene Theorien erweitert und überdacht werden, und führt zu einer Professionalisierung des Bildungspersonals mit Blick auf den digitalen Wandel der Arbeitswelt.

Stichworte

Europa, Industrie 4.0

Beschreibung

Mit Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Wirtschaft 4.0 und Berufsbildung 4.0 wird im Kern angesprochen, was bereits in der gesellschaftlichen Entwicklung weitestgehend durchlaufen wurde: die Digitalisierung. Weitreichend wird die Digitalisierung in der Zukunft Arbeitsaufgaben, Arbeitsprozesse und Arbeitsbedingungen verändern. Mit der Digitalisierung steht eine individuelle Kompetenzentwicklung in Verbindung, die es ermöglichen sollte nachhaltig und selbstverantwortlich technische sowie gesellschaftliche Veränderungen verstehen und reflektieren zu können. Eine solche Schlüsselkompetenz könnte als "Netzkompetenz" bezeichnet werden. Im deutschsprachigen Raum gibt es bereits erste Konkretisierungen für eine solche "Netzkompetenz" (Wordelmann 2001, Grimm 2016, Gebhardt 2017). Im europäischen Raum bestehen ebenfalls Konzepte und Ideen für eine Bewältigung der Herausforderungen hinsichtlich der Digitalisierung der Arbeitswelt. 

Die Partner, die sich hier zusammengefunden haben, können jeweils länderspezifische bzw. regionale Einblicke in die Ausbildungs- und Berufspraxis leisten. Für dieses Vorhaben zum "Austausch guter Praxis" ist es daher von besonderer Bedeutung, einen inhaltlichen Austausch zwischen den Netzwerkpartnern, die sich aus früheren Projekten zum Teil bereits kennen, zu ermöglichen. Der grenzüberschreitende Dialog stärkt bei allen Partnern die eigenen Einrichtungskapazitäten, in dem eigene Theorien erweitert und überdacht werden, und führt zu einer Professionalisierung des Bildungspersonals mit Blick auf den digitalen Wandel der Arbeitswelt. Das Vorhaben ist auf dem DQR/EQR-Niveau 6 angesiedelt, das bedeutet, es geht um Kompetenzentwicklung für die höhere Berufsbildung. Das Niveau 6 beschreibt Kompetenzen die zur Planung, Bearbeitung und Auswertung von umfassenden fachlichen Aufgaben- und Problemstellungen sowie zur eigenverantwortlichen Steuerung von Prozessen in Teilbereichen eines wissenschaftlichen Faches oder in einem beruflichen Tätigkeitsfeld benötigt werden. Die Anforderungsstruktur ist durch Komplexität und häufige Veränderungen gekennzeichnet. Daher sind die Veränderungen, die mit der Digitalisierung im Zusammenhang stehen für diese Anspruchsgruppe von besonderer Bedeutung.