AC-Detektorchip zum Schutz von Einsatzkräften

ACDC

Der Arbeitsbereich Berufspädagogik des biat beteiligt sich am BMBF-Forschungsprojekt „ACDC", in dem ein AC-Detektorchip zum Schutz von Einsatzkräften entwickelt werden soll. Die Aufgabe des biat besteht innerhalb des Projektes darin, verschiedene Schulungen für Einsatzkräfte sowie deren Leitungen zu entwickeln und durchzuführen.

Stichworte

Schulung, Gefahrenerkennung, Einsatzkräfte

Beschreibung

Motivation

Bei Industrieunfällen wie dem Brand eines Chemiewerks oder auch bei Verkehrsunfällen mit Gefahrguttransportern können radioaktive oder chemische Gefahrstoffe freigesetzt werden. Dies stellt Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen, da zunächst festgestellt werden muss, welche Gefahrstoffe ausgetreten sind. Häufig verfügen Rettungskräfte, die als erstes bei einem Unglück eintreffen, nicht über die erforderliche spezielle Messtechnik, da diese nicht nur teuer, sondern auch unhandlich ist.

Ziele und Vorgehen

Im Projekt ACDC soll eine Plattform für einen integrierten AC-Detektor, d. h. zur Detektion atomarer (radioaktiver) und chemischer Substanzen, entwickelt werden, der sowohl radioaktive Strahlung als auch eine definierte Auswahl von chemischen Gefahrstoffen nachweisen kann. Durch speziell für diesen Zweck zu entwickelnde Beschichtungen können pro Sensor eine Substanz bzw. eine Reihe chemisch verwandter Gefahrstoffe analysiert werden. Diese Plattform soll als Grundlage für mobile Chips dienen, die u. a. an der Schutzkleidung von Einsatzkräften getragen werden können.

Innovationen und Perspektiven

Die Innovation besteht in einem kleinen, leichten System mit sehr niedrigem Stromverbrauch, deutlich längerer Lebensdauer und geringerer Anfälligkeit für Umwelteinflüsse. Durch die kompakte Bauweise ist das Messgerät robust und kann preiswert hergestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass jede Einsatzkraft mit einem Messgerät ausgestattet werden kann. Perspektivisch ist eine Erweiterung zum Nachweis biologischer Gefahrstoffe möglich. Der ABC-Zug München-Land und die Bundeswehr-Feuerwehr werden die Sensoren unter Realbedingungen testen.

Verantwortlich

Laufzeit

01.04.2019 - 31.03.2021

Projektkoordination

ABC-Zug München-Land, Haar

Partnerinnen und Partner

  • Landratsamt München, ABC-Zug München-Land, Haar
  • Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
  • KETEK GmbH Halbleiter- und Reinraumtechnik, München

Institution der EUF

Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat)

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Programm: Forschung für die zivile Sicherheit
Bekanntmachung: "Anwender – Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit"