Das Hochschulzertifikat "ReflActive Teaching: Bewusst Handeln in der Lehre"

Was steckt hinter dem Zertifikat?

Hinter dem Zertifikat für Hochschuldidaktik "ReflActive Teaching: Bewusst Handeln in der Lehre" liegen zwei Hauptgedanken. Inhaltlich können sich Personen, die bereits an Hochschulen unterrichten, systematisch im Bereich der Lehre weiterbilden. Darüber hinaus kann ein solches Zertifikat für den Berufsweg hilfreich sein, um Ihre strukturierten Qualifizierungen im Bereich Lehre aufzuzeigen.

Das Hochschulzertifikat ReflActive Teaching möchte Sie zu Diskussionen und Auseinandersetzungen mit Traditionen, Neuerungen und Routinen im Lehrbetrieb einladen. Thematische Workshops werden eingebettet in ein verbindendes systematisches Herangehen an Ihre individuelle Entwicklung im Bereich der Hochschullehre.

Das Zertifikatsprogramm, inklusive der einzelnen hochschuldidaktischen Angebote, wird gefördert durch das Verbundprojekt MeQS (Mehr StudienQualität durch Synergie – Lehrentwicklung im Verbund von Fachhochschule und Universität). Für Lehrende der Verbundhochschulen EUF, FH Flensburg und FH Kiel ist die Teilnahme an den Veranstaltungen deshalb kostenfrei. Das Zertifikat wird durch einzelne weitere Veranstaltungen, die in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerinnen- und Lehrerbildung (ZfL) durchgeführt und aus dem Projekt Qualitätskonzept teaching development (FKZ: 01PL11095) finanziert werden,  ergänzt.

Das jeweilige Program wird entsprechend Ihrer zurückgemeldeten Bedarfe und Wünsche ebenso wie auf Grundlage aktueller Forschung und lebhafter Diskussionen im Arbeits- und Forschungsfeld der Hochschuldidaktik und angrenzender Disziplinen erstellt. Systematisch reflektierte Lehre entwickelt sich stetig und ist somit zeitgemäß professionell. Gerade in berufsnahen Studiengängen wie Lehramtsstudiengänge und denen der Fachhochschulen ist dies notwendig. Studierenden werden so Kompetenzen, nicht nur Wissen nahegebracht.

Ziele

Wer ist angesprochen?

Alle Personen, die an der Universität Flensburg im Rahmen der Lehre beschäftigt sind, laden wir herzlich ein, sich innerhalb der verschiedenen Formate an die Verhandlung von Neuem mit Bekanntem zu begeben.

Welchen Anspruch haben wir an das Programm?

Hochschuldidaktische Weiterbildung orientiert sich an

  • den Interessen und Bedürfnissen der Wissenschaftler*innen an Hochschulen
  • sowie ihren Lehr- bzw. Lernerfahrungen
  • den Herausforderungen in Lehre und Studium
  • den praktischen Handlungsanforderungen, die daraus resultieren
  • aktuellen wissenschaftsbasierten Trends der hochschuldidaktischen Forschung und ihren Bezugswissenschaften

Wir möchten Ihnen Austauschmöglichkeiten bieten und zur Vernetzung unter den Lehrenden anregen.

Was sind die Ziele des Programms?

Das Zertifikatsprogramm "ReflActive Teaching" zielt darauf ab, die in der Hochschullehre zur professionellen Ausgestaltung ihrer zentralen Aufgabenbereiche benötigten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse zu fördern.

Die Weiterentwicklung der Lehrkompetenz wird auf verschiedenen Ebenen unterstützt:

  • Optimierung der konkreten Lehrsituation und dadurch der Studienbedingungen
  • Anregung und Entwicklung einer Lehrkultur, die aktuelle Anforderungen und innovative Formen der Lehre berücksichtigt und den Bedürfnissen der Studierenden gerecht wird
  • Schaffung von Zeit und Raum zur Selbst- und Rollenreflexion und dadurch strukturelle Ermöglichung der Entwicklung eines professionellen Selbstverständnisses 

Zu den Kompetenzen zählen die folgenden Aufgabenbereiche. Diese finden sich in den rechts aufgeführten Themenbereichen des Zertifikatsprogramms wieder.

Aufgabenbereich

Themenbereich

Innovative Entwicklung der Lehre im Fach und fachübergreifend

Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung

Umgang mit Potenzialen und Herausforderungen einer heterogenen Studierendenschaft

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Lernförderliche Gestaltung der Lehre

Methoden und Medien

Zielorientierte Beratung der Studierenden im Lernprozess und Leitung von Lernsituationen

Leiten und Beraten

Lernzielorientiert, transparent und fair Prüfen. Verschiedene Evaluationen der Lehre zur Erhöhung der Qualität des Lernprozesses.

Prüfen und Evaluieren

 

 

Aufbau

Der Mehrgewinn des Zertifikats

Das Zertifikatsprogramm ist vom Aufbau her vergleichbar mit anderen deutschen Hochschuldidaktik-Weiterbildungen. Es umfasst 180 Arbeitseinheiten (AE); 60 je Modul. Lehrende können die zum Zertifikat gehörenden Veranstaltungen in zwei bis vier Semestern bewältigen. Einen prototypischen Verlauf, begonnen im Juli 2014, finden Sie in Tabelle 1.

Das Besondere stellt der Kern des Programms dar. Sie fassen stark die Reflexion und Entwicklung der eigenen Lehrpersönlichkeit ins Auge. Diese werden durch Hospitation und kollegiale Beratung im Basismodul und dem Transfermodul zentral gesetzt und von kolloquialen und Workshop-Angeboten flankiert. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wählen vertiefende Workshops (im Basis- und im Vertiefungsmodul) aus den fünf unten aufgeführten Themenbereichen. Diese werden ab dem Wintersemester 2014/15 wöchentlich zwischen Donnerstag 14 und Freitag 18 Uhr im neuen Schulungsraum der Bibliothek, ZHB 111, angeboten. So können Sie diese Zeiten bereits bei Ihrer Lehrplanung berücksichtigen.

Um den größtmöglichen Gewinn zu erlangen, sollten Sie die Module aufbauend besuchen. Die Rahmung in die systematische persönliche und kollegiale Reflexion ermöglicht Ihnen einen steten bewussten und aktiven Transfer zwischen Veranstaltungsinhalten und eigener Lehre. Sie können sich auch nach Absolvierung einiger Workshops für das Zertifikat entscheiden und diese anrechnen lassen. Die systematisierende Rahmung wird in diesem Falle vermutlich anders oder nicht in dem größtmöglichen Umfang greifen.         
Des Weiteren steht Ihnen die Tür zur Sprechstunde für Lehrende wöchentlich offen. Sie findet seit Februar 2014 während der Vorlesungszeit immer
dienstags 14:45-16:00 Uhr im Gebäude Dublin DUB 214 statt.
Alle Lehrenden können dieses Angebot ohne Voranmeldung nutzen.

Organisation, Inhalte und Formate des Zertifikatprogramms werden mit eigens konzipierten Evaluationen entsprechend der Bedarfe und Anregungen der Teilnehmenden und Referierenden immer weiter entwickelt.

Das Zertifikatsprogramm im Überblick/Module

Im Folgenden sehen Sie einen möglichen zeitlichen Ablauf des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms. Ein späterer Einstieg in das Programm ist jederzeit möglich. Auch rechnen wir gern bereits belegte hochschuldidaktische Weiterbildungen des Zentrums für Wissenschaftliche Weiterbildung und unserer Kooperationspartner an. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Anke Köhler.

Juni/Juli  2016

WiSe 2016/17

SoSe 2017

WiSe 2017/18

Basismodul

Basismodul

Vertiefungsmodul

Transfermodul

 
  • Vorbesprechung & Anmeldung zum Zertifikat
 
  • Blockveranstaltung "Planung und
    Gestaltung einer Lehrveranstaltung"
 
 
  • Konsultation & Hospitation
 
  • 2 Veranstaltungen / 20 AE Basis-Workshops
 
 
  • 60 AE Vertiefungs-Workshops
    • mind. 3 verschiedene
      Themenbereiche
    • 2 Veranstaltungen / 20 AE in "Methoden und Medien"
    • max. 2 Veranstaltungen / 20 AE pro Themenbereich anrechen
 
 
  • Konsultation & Hospitation

  • schriftliche Reflexion
    (2 Seiten)
 
  • Kolloquium
 

 Tabelle 1.Prototypischer Ablauf des Zertifikatsprogramms bei Start im Sommer 2016.

Basismodul (60 AE)

Zum Ende der Vorlesungszeit beschäftigen Sie sich im Rahmen einer Blockveranstaltung zwei Tage lang intensiv mit den facettenreichen Themen in den Bereichen der Gestaltung und Durchführung von Lehrveranstaltungen. Dabei gehen wir auf Fragestellungen zu Ihren spezifischen Lehrveranstaltungen des kommenden Semesters ein. Somit nutzen Sie bereits die Zeit im Workshop für Ihre Lehrplanung und -vorbereitung. Mit Unterstützung aus der Hochschuldidaktik und durch Peers können Sie eine routiniert angebotene Veranstaltung adaptieren, oder Sie bereiten sich auf ein experimentelleres Herangehen eines neuen Veranstaltungsformats vor.

Zu Beginn des darauf folgenden Semesters  vereinbaren wir eine individuell abgesprochene Hospitation in einer Sitzung. Diese wird eingefasst von einer strukturierten, vorbereitenden Konsultation und einer fundierten, konstruktiven Auswertung nach abgesprochenen Schwerpunkten. Zur Vertiefung besuchen Sie zwei Workshops Ihres Interesses.

Vertiefungsmodul (60 AE)

Hier wählen Sie Ihre eigenen Schwerpunkte aus dem entsprechend ausgewiesenen Programm.

Der Themenbereich "Methoden und Medien" muss dabei mit einer Mindestpunktzahl von 20 AE absolviert werden. Für das Vertiefungsmodul werden Ihnen maximal zwei Veranstaltungen pro Themenbereich auf die AE angerechnet.

Sie können innerhalb der über MeQS angebotenen Kurse (nach jeweils erfolgreicher Anmeldung) so viele Kurse absolvieren, wie sie möchten.

Transfermodul (60 AE)

Im Zentrum dieses Moduls steht eine tiefgehende Reflexion Ihres Lernzuwachses während der beiden vorigen Module. Im Laufe des Semesters  erfolgt entweder eine weitere Hospitation einschließlich Konsultation und Auswertung. Eine zweite Option ist, dass Sie ein komplettes Semesterkonzept formulieren, möglichst ausprobieren und auswerten. In beiden Fällen werden Ihre Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen der Hochschuldidaktik, ausgehend von Ihrer eigenen Schwerpunktsetzung, abschließend Thema eines Kolloquiums sein.

Themenbereiche

Inhalte und Themen

Durch das Hochschulzertifikatsprogramm können sich Lehrende dabei unterstützten lassen, die in der Hochschulausbildung zur professionellen Ausgestaltung ihrer zentralen Aufgabenbereiche benötigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse systematisch zu erweitern. Die im Aufbau ausgeführten Aufgabenbereiche bilden die Grundlage der inhaltlichen Themenbereiche des Zertifikatsprogramms und orientieren sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik.

Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung

Einige Studierende bringen bereits facettenreiche Erfahrungen aus einem vorhergehenden Studium, einer Ausbildung und Praxis in einem weiteren Tätigkeitsfeld mit, andere schließen mit dem Studium direkt an ihre Schullaufbahn an. Hintergründen und Nutzbarmachung solcher und anderer im Alter oder Entwicklungsprozess, Dispositionen und Präferenzen fundierten Herausforderungen gelungener Hochschullehre widmet sich dieses Modul in eher kolloquial angelegten Formen oder Impulsvorträgen. Sie nähern sich unterschiedlichen Feldern in den Bereichen Hochschuldidaktik, einschließlich verschiedener Lernmodelle und Großmethoden, Erwachsenenbildung, Neurowissenschaften, rechtlichen Rahmen und explizit auch anderen Bildungssystemen in Europa und der Welt an.

In diesem Themenbereich entwickeln und vertiefen Sie ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die Ihnen ermöglichen

  • nach den Maßgaben der Kompetenzorientierung und des Constructive Alignment an Hochschulen zu lehren
  • nach den Rahmenbedingungen und Herausforderungen des universitären Lehrens zu handeln und innerhalb dieser Lehr-/Lernprozesse zu gestalten
  • die eigene Lehre in die universitäre einordnen und Ihre Lehre und Forschung im Rahmen der universitären Bildung auf einander zu beziehen
  • sich auf aktuelle Lerntheorien, eigenes Bildungs- und Lernverständnis, didaktische Strukturen (hochschulpolitisch, innerhalb der eigenen Hochschule), disziplinspezifische Lehrkulturen und  didaktische Lehrkonzepte zu beziehen und diese als Fundament für die in der eigenen Lehre zu nutzen

Literatur

Cremer-Renz, Christa/ Jansen-Schulz, Bettina (2010) : Hochschule nach Bologna – Lernen und Studieren als Lebenshaltung. In: Cremer-Renz, Christa/ JansenSchulz, Bettina 2010 (Hrsg.): Innovative Lehre – Grundsätze, Konzepte, Beispiele der Leuphana Universität Lüneburg; Universitätsverlag Webler, Bielefeld S. 23-44.

Flender, Jürgen (2008): Didaktik der Hochschullehre. In: Stelzer-Rothe, Thomas (Hrsg.) (2008): Kompetenzen in der Hochschullehre. Rüstzeug für gutes Lehren und Lernen an Hochschulen, Merkur Verlag, Rinteln S. 170-205.

Metz-Göckel, Sigrid (2005): Kollegialität und wissenschaftlicher Diskurs. Zur Neuorientierung der Hochschuldidaktik. In: Welbers, Ulrich/Gaus, Olaf (Hrsg.): The Shift from Teaching to Learning. Konstruktionsbedingungen eines Ideals. Blickpunkt Hochschuldidaktik, AHD, Bertelsmann Verlag, Bielefeld S. 227-235.)

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Dieses Modul regt zur Auseinandersetzung mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung von Dozierenden und Studierenden an. Die Heterogenität der an einer Veranstaltung beteiligten Personen kann für interessante Zugänge zum eigenen Fachgebiet führen. Kulturell bestimmte Verständnisse, körperlich oder gesundheitlich bedingte Herausforderungen, (nicht-)lineare Lebens- und Karrierewege von Studierenden ebenso wie von Lehrenden wirken sich auf die individuellen Perspektiven aufs Fach und auf Ihre Veranstaltung aus. Europäisierung und Internationalisierung der Gesellschaft und der Hochschule eröffnen weitere Herausforderungen und Chancen, denen begegnet werden kann.

In diesem Themenbereich entwickeln und vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die Ihnen ermöglichen

  • die Heterogenität/Diversität der Studierenden bezüglich der Diversity-Dimension: Geschlecht, Alter, Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung, physische, psychische Beeinträchtigungen zu erkennen und mit deren Potenziale sowie Herausforderungen angemessen umzugehen
  • kulturelle Hintergründe, kulturelle Unterschiede von Lernerfahrungen, Sprachen und sprachliche Fähigkeiten der Studierenden strukturell und methodisch zu berücksichtigen und zu nutzen
  • mit Differenzen im hochschulischen Bildungssystem und in der Gesellschaft umzugehen, um die damit zusammenhängenden Diskriminierungen zu verhindern
  • mögliche Antidiskriminierungsstrategien, die bis in die einzelnen Lehrsituationen und die Lehrinhalte hineinreichen, anzuwenden
  • strukturelle und inhaltliche Integrationsaspekte in die eigene Lehrsituation didaktisch und methodisch einzubinden
  • innerhalb ihres Studiengangs mit Kolleg*innen Lehre zu diskutieren und reflektieren

Literatur

Jansen-Schulz, Bettina (2012): Gender-Diversity und Transkulturalität. In: Cremer-Renz, Christa/Jansen-Schulz, Bettina (Hrsg.) (2012): Von der Internationalisierung der Hochschule zur transkulturellen Wissenschaft. Nomos Verlag, Baden-Baden.)

Jansen-Schulz, Bettina (2010): Hochschul- und Fachkulturen verändern durch Gender-Diversity-orientierte Hochschuldidaktik, in: Cremer-Renz, Christa/ Jansen-Schulz, Bettina (Hrsg.) (2010): Innovative Lehre – Grundsätze, Konzepte, Beispiele der Leuphana Universität Lüneburg UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld S. 237-266.

Methoden und Medien

Workshops: Working und Shopping in einem? Das finden  Sie in diesem Modul.            
Von abgegrenzten Fragestellungen, z.B. zum Einsatz von Visualisierungen oder Körpersprache, über  Vortrags- und Präsentationstechniken in Groß- und Kleingruppen, der Änderung der eigenen Lehrveranstaltung vom Lehren zum Begleiten bis hin zum Einfluss vom Curriculum auf die eigene Lehre und zurück, z.B. im constructive alignment, erhalten Sie hier einen Überblick oder Umsetzungstipps. Der inhaltlich angemessene Einsatz von medialen Hilfsmitteln erfordert von allen Teilnehmenden eine gewisse Risikobereitschaft und Freude am Ausprobieren oder an Herausforderungen. Grundlagenvorlesung oder Begleitseminar zum Praxissemester – jede Veranstaltung lässt sich auch durch methodische und technische Möglichkeiten unterschiedlich ausgestalten. Welche spannenden kleinen und großen Möglichkeiten die Welt des eLearning bietet und in welchem rechtlichen Rahmen man sich dabei und auch sonst bewegt, finden Sie bei den Angeboten in diesem Modul heraus. Bei aller Notwendigkeit von und Freude an einem größeren Methodenrepertoire steht der Inhalt dabei immer an erster Stelle.

In diesem Themenbereich entwickeln und vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die Ihnen ermöglichen

  • Lernsituationen für Studierende horizontal, vertikal und inhaltlich zu strukturieren und so individuelles Lernen zu fördern
  • Lernziele kompetenzorientiert zu planen und Lernprozesse anhand dieser durchzuführen
  • im spezifischen didaktischen Umfeld individuelles Lernen zu fördern, Studierende im Laufe der Lehrveranstaltungen zu aktivieren und so Lernprozesse anzuregen
  • auf ein breites situativ adäquates Methodenrepertoire von Moderationsmethoden, Gruppenmethoden, Einzelmethoden, Methoden zur Lerndifferenzierung (z.B. Stationen), aktivierende Methoden in Großgruppen (Hörsaal) und seminaristischen Gruppen zuzugreifen und so individuelle Lernprozesse sowie Schlüsselkompetenzen der Studierenden zu fördern
  • Studierende methodengeleitet zu kritischem Denken anzuregen und anzuleiten
  • Medien der jeweilige Lehr-Lernsituation angepasst einzusetzen und diese als Lernunterstützung zu nutzen

Literatur

Bremer, Claudia/Kohl, Kerstin (Hrsg.) (2004): E-Learning-Strategien und E-learning Kompetenzen an Hochschulen, Bertelsmann Verlag, Bielefel.

Jaschinski, Christian (2008²): Grundlagen der Methodik. In: Stelzer-Rothe, Thomas (Hrsg.): Kompetenzen in der Hochschullehre. Rüstzeug für gutes Lehren und Lernen an Hochschulen, Merkur Verlag, Rinteln S. 206-226.

Leiten und Beraten

In diesem Modul gehen Sie Ihren Fragen zum fachlichen und persönlichen Miteinander nach, die sich beispielsweise in schwierigen didaktischen oder auch sozialen Situationen im Kurs selbst zeigen – bei der fachlichen Auseinandersetzung beim Transfer zwischen Theorie und Praxis oder in Lernberatungsangeboten oder frontalen Lehrsituationen. Auch Möglichkeiten von Lehrenden und Studierenden zur Rückmeldung untereinander und Weiterentwicklung miteinander treffen Sie integriert und in einem Kurs an. Ebenso finden Sie die Begleitung von Tutor*innen oder die Gestaltung von Sprechstunden sind in diesem Modul.

In diesem Themenbereich entwickeln und vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die Ihnen ermöglichen

  • Studierende individuell und kompetenzorientiert zu beraten, sodass sie gestärkt in Prüfungen hineingehen
  • auf Methoden und Modelle die eine individuelle und kollektive Begleitung und Beratung ermöglichen zuzugreifen
  • sich Ihrer Leitungs- und Begleitungssrolle in der Hochschullehre bewusst zu sein und situationsgerecht zu agieren und zu reagieren
  • empathisch, lösungsorientiert und konstruktiv zu kommunizieren und anzuleiten
  • Handeln im Bezug auf sich und andere kritisch reflektieren sowie Sie in die Lage versetzen ihre Perspektive zu wechseln
  • im Spannungsfeld von inneren und äußeren Anforderungen Ihre Ressourcen optimal nutzen und auch in schwierigen Situationen adäquat handeln
  • sicher und zielgruppengerecht auftreten und sind in der Lage auch komplexe Inhalte fachlich und didaktisch angemessen zu vermitteln

Literatur

Flender, Jürgen (2008): Didaktik der Hochschullehre. In: Stelzer-Rothe, Thomas (Hrsg.): Kompetenzen in der Hochschullehre. Rüstzeug für gutes Lehren und Lernen an Hochschulen, Merkur Verlag, Rinteln S. 170-205.

Wildt, Johannes (2006): Ein hochschuldidaktischer Blick auf Lehren und Lernen. Eine kurze Einführung in die Hochschuldidaktik. In: Brigitte Behrendt, Hans-Peter Voss, Johannes Wildt (Hrsg.). Neues Handbuch Hochschullehre A 1: RaabeVerlag, Stuttgart S. 1-10.

Prüfen und Evaluieren

E ≠ LVE-b             
… soll heißen, Evaluation ist nicht gleich dem Einsatz eines zentralen Lehrveranstaltungsbogens in jeder wie auch immer gearteten Form von Veranstaltung; ebenso wenig wie "Prüfung = Klausur" heißt. Systematisches Erfassen von fachlichen und allgemein relevanten Einschätzungen und Kompetenzen ist unabdingbar für die nach eigenen Schwerpunkten gezielte Weiterentwicklung von Lehrformaten. Sie können Prüfungen und Evaluationen verschiedenartig schriftlich, mündlich, elektronisch, mit der ganzen oder einer fokussierenden Teilgruppe durchführen. Strukturierte und teilstrukturierte Verfahren der Prüfung und Evaluation, wo "Feedback" ins Spiel kommt und Herausforderungen und Chancen bei der Änderungen der bisherigen Lehre sind zentrale Fragen, denen Sie sich in diesem Modul widmen.

In diesem Themenbereich entwickeln und vertiefen Sie Ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten sowie Kenntnisse, die Ihnen ermöglichen

  • Prüfungen möglichst kompetenzorientiert und nicht nur wissensbasiert zu gestalten
  • auf Wissen um Prüfungsformen (Staatsexamen, OSCE, Kurztests etc.) zuzugreifen, um disziplinspezifische, wissensbasierte und kompetenzorientierte Prüfungsmethoden auszuwählen, Prüfungsfragen zu generieren, das eigene Prüfungsverhalten zu reflektieren und die Organisation der Prüfungssituation zu verbessern
  • die Bewertungsmaßstäbe für Prüfungen in der jeweiligen Disziplin als wichtige Handlungsvoraussetzungen bewusst einzusetzen
  • zu den Lernzielen passende Prüfungsformen auszuwählen sowie formative und summative Prüfungs- und Evaluationsmethoden zielorientiert anwenden

Literatur

Dany, Sigrid/Szczyrba, Birgit/Wildt, Johannes (Hrsg.) (2008): Prüfungen auf die Agenda!. Hochschuldidaktische Perspektiven auf Reformen im Prüfungswesen. Reihe Blickpunkt Hochschuldidaktik, Bertelsmann Verlag, Bielefeld.

Roloff, Sighard (2008): Prüfungen in der Hochschullehre. In: Stelzer-Rothe, Thomas (Hrsg.): Kompetenzen in der Hochschullehre. Rüstzeug für gutes Lehren und Lernen an Hochschulen, Merkur Verlag, Rinteln S. 310-342.

Organisation, Anmeldung und Angebote

Verbindliche Anmeldung, Teilnahme und Kosten

Das Verbundprojekt MeQS zwischen den drei Hochschulen Universität Flensburg, HS Flensburg und FH Kiel ermöglicht Ihnen nach einer verbindlichen Anmeldung die kostenlose Teilnahme an den Veranstaltungen, die über das Hochschulzertifikat ReflActive Teaching angeboten werden. Sie erhalten nach gelungener Online-Anmeldung eine automatische Anmeldebestätigung.

Erfahrungen mit Programmen an vielen Hochschulen machen die folgenden Abschnitte notwendig, um Ihnen ein inhaltlich und methodisch hochwertiges Programm bieten zu können.

Damit die verschiedenen Veranstaltungen, insbesondere die interaktiven Formate, nicht zu einem Vieraugengespräch oder einer Vorlesung werden, ist eine verbindliche An- bzw. Abmeldung bis zwei Wochen vor dem Kurs absolut notwendig (= "Abmeldefrist"). Jede Anmeldung ist verbindlich. Haben sich mehr Personen als die maximale Teilnehmendenzahl angemeldet, wird in der Reihenfolge der Anmeldungen eine Warteliste erstellt. Wird ein Platz frei, werden wir die Wartenden in dieser Reihenfolge informieren. Die Person, die als Erstes zusagt, erhält den Platz. Bei zu geringer Anmeldezahl für ein ertragreiches Format wird die Veranstaltung abgesagt.

Es kommen auf Sie ausschließlich dann Kosten zu, falls Sie sich anmelden und ohne Abmeldung nicht teilnehmen. Nach Ablauf der Abmeldefrist können Sie eine*n Teilnehmer*in als Ersatz stellen. Das ZWW wird ansonsten den Platz Personen auf der Warteliste anbieten, wenn eine solche zustande gekommen ist. Sollte keine der Möglichkeiten zutreffen, fallen für Sie 50€ Ausfallgebühr an.

Kontakt

Mit Ihren Fragen und zur Anmeldung zum Zertifikatsprogramm sowie zu Anliegen und Fragen rund um Ihre Lehre wenden Sie sich gern in der Hochschuldidaktischen Sprechstunde an Anke Köhler.

  • Ohne Anmeldung
  • In der Vorlesungszeit immer dienstags 14:45 - 16 Uhr in DUB 214

Die Anmeldung für die einzelnen Workshops ab WiSe 2014/15 wird online stattfinden. Die Organisation wird über das Geschäftszimmer des ZWW abgewickelt.

Flyer

Zertifikatsprogramm "ReflActive Teaching"

Datum:
26.04.2017

Datei:
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Ihre Ansprechpartner

Dr. Steffen Kirchhof

Tel.:
+49 461 805 3334
Fax:
+49 461 805 2144
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Verteiler

Für regelmäßige Informationen tragen Sie sich bitte in den ReflActive Teaching Verteiler ein.