In Bewegung: Zentren und Schools

11. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education
- 08. & 09. März 2018 an der Europa-Universität Flensburg -

Call for Papers

Die Lehrerbildung in Deutschland und seinen Bundesländern ist beständig in Bewegung. Gesellschaftliche Anforderungen und politische Trends beeinflussen die Ausgestaltung der Lehrerbildung an Schulen, Studienseminaren und Hochschulen maßgeblich. Innerhalb der Universitäten und Hochschulen fungieren Zentren für Lehrerbildung und Schools of Education oft als Multiplikatoren und erste Ansprechpartner für damit verbundene (Neu-/Weiter-)Entwicklungen der Lehrerbildung. Nicht selten sollen sie Konzepte und Lösungen zur Bewältigung komplexer Problemstellungen liefern, mit denen sich die an der Lehrerbildung beteiligten Akteure konfrontiert sehen.

Der elfte Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education, der vom 08. bis 09. März 2018 an der Europa-Universität Flensburg stattfindet, widmet sich aus dieser Perspektive heraus insbesondere den folgenden drei Schwerpunktthemen:

Kooperation

Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education sind mit dem Thema Kooperation in vielfältiger Weise beschäftigt. Sie setzen sich zum einen inhaltlich mit ihr auseinander, agieren aber oftmals selbst als zentrale Schnittstellen der Lehrerbildung in direktem Kontakt und Austausch mit inner- und außeruniversitären Einrichtungen. Eine Besonderheit dieser Kooperationsstrukturen ist dabei ihre phasenübergreifende Ausrichtung.

In der Lehrerbildung finden solche Kooperationen mit inner- und außeruniversitären Einrichtungenstatt. Die Formen von Kooperation können dabei vielfältig sein.

Qualitätsentwicklung

Qualitätsentwicklung ist ein Aufgabenfeld, welches den Zentren für Lehrerbildung und Professional Schools of Education zugetragen wird. Was dabei konkret unter Qualitätsentwicklung verstanden wird, kann je nach Sicht der beteiligten Partner unterschiedlich sein. Eine der wesentlichen Maßnahmen ist deshalb die Ermöglichung eines Austausches über möglichst konsensfähige Vorstellungen über die Ideen und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung in der Lehrerbildung. Mögliche Ansatzpunkte für solche Konzepte und Maßnahmen wurden z.B. in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung vorgeschlagen.

Politik, Stiftungen oder Hochschulen sind als Akteure an den sich stetig wandelnden Diskursen der Lehrerbildung beteiligt. So können sich aus politischen Beschlüssen (z.B. Inklusion, Internationalisierung) oder Überlegungen der Länder (z.B. Initiative zu Digitalen Medien) Entwicklungen ergeben, die ihren Nachhall in den universitären Curricula, aber auch an Studienseminaren und Schulen finden. Auf dem Weg solcher Ausgestaltungsmöglichkeiten liegen zum Teil Diskussionen über die Vielfalt versus die Standardisierung in der Lehrerbildung, des Verständnisses von Studienqualität oder der Qualität von Studienelementen, der Ausbildungsqualität oder Strukturqualität (z.B. Organisationseinrichtungen, zugrundeliegende Curricula), der Qualitätsentwicklung von Zentren und Schools und der Lehrerbildung in Akkreditierungsverfahren.

Angebote

Die Umgestaltung universitärer Lehrerbildung aufgrund aktueller Anforderungen ist in der Regel ein längerer Prozess. Wenn Anforderungen vergleichsweise schnell in die Universität einfließen sollen, dann kann dies durch die Zentren/Schools über die Etablierung verschiedener innovativer Angebotsformate geschehen. So können bspw. Angebote entwickelt werden, die sich in Form von Veranstaltungen für Lehrkräfte (z.B. Fortbildungen), für Studierende (z.B. Tagungen, Workshops oder Zusatzzertifikate) oder Lehrende (Arbeitsgruppen, Sitzungsmoderationen, Workshops, Fachgespräche) ausgestalten lassen. Derzeit spielen z.B. die Fortbildung von Mentorinnen und Mentoren oder curriculare Ergänzungen zur Ausgestaltung des Forschenden Lernens an vielen Universitäten eine bedeutende Rolle. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, strategisch zu fragen, ob eine langfristige, systematische Förderung von im Konsens vereinbarten Entwicklungszielen als Voraussetzung für solche Angebote verstanden wird. Alternativ kann natürlich auch eine bedarfsbezogene, an Fördermitteln und politischen Entwicklungen orientierte Genese von Entwicklungsschwerpunkten verfolgt werden.

Die drei hier geschilderten Schwerpunktthemen sind als ineinander verschränkt zu verstehen. Sie überlappen einander und beinhalten zum Teil verschiedene Aspekte der genannten Schwerpunkte. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, sich auf Basis dieser Beschreibung mit einem Beitrag am 11. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung zu beteiligen, finden sie unter nachstehendem Link alle notwendigen Informationen zur Beitragseinreichung.

Anmeldung des Tagungsbeitrages

Wenn Sie sich nun von den hier vorgestellten Schwerpunkten angesprochen fühlen, dann würden wir uns über Ihr Angebot freuen. Sie können Ihr Angebot über die Anmeldeseite unter dem Link https://www.uni-flensburg.de/?24085 anmelden. Bitte reichen Sie Ihren Beitrag bis zum 30.11.2017 über die Anmeldeseite ein.

Über die Frage der Annahme Ihres Beitrages in das Tagungsprogramm erhalten Sie eine Rückmeldung bis zum 30.11.2017.

Über Ihre Ideen für einen Tagungsbeitrag würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Winkel