Vor genau fünfzig Jahren...

Fünfzig Jahre nachdem die Beatles ihr Album Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band veröffentlichten (01. Juni 1967), haben zwei Akademiker ein Forschungsprojekt durchgeführt, das Bezug auf ein Lied aus dem Album nimmt: She's Leaving Home. In diesem Song singen die Beatles über die Trauer, die Eltern fühlen, wenn ihre Tochter zu Hause auszieht. Mithilfe repräsentativer Datengrundlage aus 30 Jahren in Deutschland haben Dr. Alan Piper (Europa-Universität Flensburg) und Dr. Ian Jackson (Staffordshire University, UK) die Veränderung der Zufriedenheit von Eltern empirisch untersucht, wenn diese sogenannte empty nesters werden.

Dr. Jackson hält fest: "Unsere Ergebnisse zeigen einen Rückgang der Lebenszufriedenheit derjenigen Menschen, die kürzlich erlebt haben, wie ihre Kinder das Elternhaus verlassen haben. Dies ist möglicherweise die erste großangelegte empirische Studie, die dieses Phänomen untersucht, welches als Empty Nest Syndrome bekannt ist. Darüber hinaus ist dieser Effekt für einige Gruppen besonders stark ausgeprägt, zum Beispiel bei nicht (oder nicht mehr) verheirateten Eltern. Das Ergebnis dieser Studie hat möglicherweise weitere Auswirkungen auf die Wirtschafts- und andere Sozialwissenschaften, weil es darauf hinweist, dass das Eltern-Sein einen weiteren sozialen Nutzen hat, zum Beispiel die Identifikation mit der Elternrolle, welche dementsprechend abnimmt, sobald eine Person zum empty nester wird."

Diese Studie wurde – oft im Zusammenhang mit dem Vatertag (Väter leiden unter der empty nest-Situation mindestens so stark wie Mütter) – in Medien wie Die Welt, der Deutschen Presse Agentur, Huffingtonpost und einigen Online-News sowie speziellen Internetseiten erwähnt, darunter die Nordwest Zeitung online. Die Welt hat ihren Artikel im Internet sogar mit Videos veranschaulicht. Ebenfalls sendete der MDR einen Radiobeitrag zur Studie.

Der Artikel ist hier verfügbar: DIW's SOEP paper series.

Bitte wenden Sie sich mit jeglichen Anfragen an Dr. Alan Piper.