Satisfaction Comparisons

Dr. Alan Piper und Prof. Ilona Ebbers haben einen Artikel in der letzten Ausgabe des International Journal of Gender and Entrepreneurship veröffentlicht (vorveröffentlichte Version hier verfügbar).

Prof. Ebbers sagt über die Forschung: 

"Unternehmerisch selbstständige Frauen sind in Deutschland immer noch unterrepräsentiert (und hier besonders vollzeit-selbstständige Frauen). In diesem Artikel wird der Frage nachgegangen, ob ein Grund hierfür die Zufriedenheit mit dem Karriereweg der unternehmerischen Selbstständigkeit sein kann. Gerade eine mögliche Doppelbelastung von Familie und Beruf kann hierbei zu einer hohen Unzufriedenheit führen. Darf man Politik und Wissenschaft Glauben schenken, kann unternehmerischer Selbstständigkeit bescheinigt werden, dass mit ihr Familie und Beruf selbstbestimmter aufeinander abgestimmt werden. Um dies genauer zu untersuchen, wurde das deutsche sozioökonomische Panel herangezogen, um die Zufriedenheit von unternehmerisch selbstständigen Frauen mit Familie bezogen auf Beruf und Leben zu untersuchen. Hierbei wurden teilzeit- und vollzeit-selbstständige Frauen unterschieden, da anzunehmen ist, dass sich die Zufriedenheit je nach Zeitumfang der Selbstständigkeit mit Beruf und Leben unterschiedlich darstellt. Im Ergebnis ist besonders hervorzuheben, dass vollzeit-selbstständige Frauen eine höhere Zufriedenheit bezogen auf den Beruf aufweisen als Frauen in Teilzeit. Weiterhin konnte festgestellt werden, dass Frauen in Vollzeit-Selbstständigkeit mit ihrem Leben genauso zufrieden sind wie Teilzeit-Selbständige mit einer Familie. Mit diesem Ergebnis darf konstatiert werden, dass eine Unterrepräsentation von unternehmerisch selbstständigen Frauen potentiell entgegengewirkt werden kann, wenn Möglichkeiten geschaffen würden, Vollzeitselbstständigkeit bei Frauen mit Familie zu fördern. Die politische und gesellschaftliche Förderlandschaft sollte sich hierfür bereitmachen."