Laufende Promotionsprojekte

Prof. Dr. Panther betreut aktuell sieben externe Promotionsvorhaben, die in großer Bandbreite durch volks- und betriebswirtschaftliche Forschungsarbeiten an die Forschungs- und Interessensschwerpunkte dieser Abteilung anknüpfen. Auf dieser Seite können Sie sich über die Doktorandinnen und Doktoranden und ihre Projekte informieren.

Sie möchten mehr über unsere Forschungsthemen wissen? Wir freuen uns auf einen wissenschaftlichen Austausch - schreiben Sie an unser Sekretariat, Sie wird gerne den Kontakt herstellen.

Elena Ceban

Hintergrund: Studium der Wirtschaftswissenschaften (BA) an der Universität Babes Bolyai (Rumänien) sowie European Studies (MA) an der Universität Flensburg

Promotionsthema: "Economic Evaluation of the Efficiency of Cluster Initiatives in Border Region"

Evaluating a cluster initiative is extremely important in order to reduce the vulnerability of cluster initiatives. On the other hand it is also interesting to see if the positive effects of cluster initiatives compensate the investment in it. In order to achieve this goal, evaluation is needed; task to be achieved

Stephan Hofmann

Hintergrund: Bachelorabschluss in Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Beschaffung, Logistik und Supply Chain Management und Masterabschluss in Business Management, Schwerpunkt Supply Chain Management, der Hochschule Flensburg – Flensburg University of Applied Sciences

Arbeitstitel: "What Constrains Southern African Countries from Further Improving their Logistics and Manufacturing Performance?"

Seehäfen, Straßen- und Schienentransportnetzwerke sowie Produktionsstandorte (Supply Chains) in Ländern des südlichen Afrikas sind durch sehr unterschiedliche Leistungsgrade charakterisiert. Nur sehr wenige Länder können als "Supply Chain Performer" beschrieben werden. Einige Länder werden als "Partial Supply Chain Performer" beschrieben. Schließlich gibt es Länder, die als "Supply Chain Underperformer" bezeichnet werden. Anders ausgedrückt, die Mehrheit der Länder liegt weit unter ihrem Supply Chain-Potenzial. Dies ist so trotz der Tatsache, dass Supply Chain-Leistung über die Einbindung einer Volkswirtschaft in heutige vielgliedrige und internationale Wertschöpfungsnetzwerke entscheidet. Supply Chain-Leistung kann einen wesentlichen Beitrag zur ökonomischen Entwicklung eines Landes leisten. Die Knappheit von Ressourcen und die vielen möglichen Stellschrauben machen eine Steigerung der Supply Chain-Leistung in Ländern des südlichen Afrikas zur Herausforderung – ein Engpass-fokussierter Ansatz scheint vielversprechend.

Dieses Forschungsprojekt hat daher das Ziel, direkte Engpässe von Supply Chain-Leistung zu erkennen und Verbesserungsmaßnahmen auf ihren Nutzen hin zu bewerten, um Supply Chain-Leistung in ausgewählten Ländern auf dem Festland der Southern African Development Community zu erhöhen.

Sara Meshkati

Hintergrund: Kaufmännische Lehre zur Industriekauffrau, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der FH Flensburg mit dem Abschluss Diplom-Betriebswirtin (Schwerpunkte Finance & Controlling und International Marketing)

Promotionsthema: Die Bedeutung interkultureller und politischer Einflussfaktoren in der Wirtschaftskooperation zwischen dem Mittleren Osten und Europa am Beispiel von Iran und Deutschland (Arbeitstitel)

Die Promotion widmet sich dem interkulturellen Vergleich der makro- und mikroökonomischen sowie betriebswirtschaftlichen Weiterentwicklung der Volkswirtschaften in den Regionen des Orients und Europas. Es wird die Frage gestellt, welches die Faktoren sind, die zu einer Annährung der Entwicklungen in den kulturellen und wirtschaftlichen Kooperationen führen und welche Hindernisse einer solchen Entwicklung gegebenenfalls im Wege stehen könnten.

Ziel dieser Dissertation ist es, konkrete Lösungswege für die kulturellen Konflikte und für eine bessere wirtschaftliche Kooperation zwischen Deutschland und dem Iran zu finden. Durch eine qualitative empirische Analyse (Experteninterviews) werden jene Entwicklungskräfte identifiziert, die für den europäischen und orientalischen Markt als Triebkräfte der wirtschaftlichen sowie der binnenwirtschaftlichen Entwicklung angesehen werden können. Weiter wird eine empirische Überprüfung jener Interpretationsmodelle vorgenommen, mit deren Hilfe derzeit in der wirtschaftswissenschaftlichen Methodik die Standardisierungs-und Differenzierungsdiskussion geführt wird.

Forschungsinteresse und -motivation sind darin begründet, dass diese Thematik in dieser Form noch nicht behandelt worden ist. Auf Grund der iranischen Herkunft der Verfasserin und ihrer multikulturellen Erziehung konzentriert sich die Dissertation auf kulturelle und wirtschaftliche Prozesse zwischen Orient und Europa, insbesondere Iran und Deutschland.

Miriam Deborah Michaelsen

Hintergrund: Kaufmännische Lehre zur Speditionskauffrau, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der FH Flensburg mit dem Abschluss Diplom-Kauffrau (Schwerpunkte Human Ressource Management, Steuern, Wirtschaftsprüfung), u.a. einjährige Fortbildung "Systemische Beratung und Prozessorientiertes Coaching", diverse Führungskräftetrainings, unterschiedliche Branchenerfahrung und bereits mehrjährige Tätigkeit als Personalleiterin.

Promotionsthema: "Ermittlung und Darstellung der Rückkopplungsprozesse zwischen Personalführung und Unternehmensumwelt. Kybernetisch- systemtheoretische Darstellung auf Datenbasis qualitativer Befragung, Beobachtung sowie Systemischen Organisationsaufstellungen" (Arbeitstitel)

Forschungsgegenstand sind die Rückkopplungsprozesse zwischen Unternehmen und ihrer Umwelt, die aufgrund von angewandter Personalführung in der Führungsbeziehung zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden entstehen. Es geht dabei um das Ermitteln und Aufzeigen der Rückkopplungsprozesse, die als Ergebnis via Modellentwicklung in einem Modell dargestellt werden.

Die Datenerhebung erfolgt durch qualitative Interviews mit Führungskräften unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Hierarchieebene, Branche und Unternehmensgröße. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt mittels dokumentarischer Methode. Die ausgewerteten Daten werden auf der Grundlage kybernetischer Systemtheorie als Prozessschemata dargestellt und bilden am Ende das o.g. Modell.

Aus den Ergebnissen ergibt sich für die Praxis ein transparentes Bild für die Führungspraxis und Führungskräfteentwicklung. Für die Forschung schließt sich eine Lücke der Führungsforschung hinsichtlich Perspektive von Führung und Ausmaß von Führungserfolg. Es schließt sich die Frage an, inwieweit es Menschen möglich ist, als Führungskraft dieses Modell zu verinnerlichen, sodass es zu höherem Führungserfolg und zu einer weiteren Humanisierung der Arbeitswelt kommt.

Fabian Schenzer

Hintergrund: Lehre zum Bank- und Sparkassenkaufmann, Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Abschluss als Diplom-Kaufmann (Schwerpunkte Absatzwirtschaft und Marketing, Innovation & Neue Medien)

Promotionsthema: "Vertrauen als strategischer Erfolgsfaktor im Privatkundengeschäft der Banken und Sparkassen"

Das Forschungsprojekt untersucht die Vertrauensbeziehung zwischen dem Privatkunden und seinem Kreditinstitut. Ziel ist es, das hypothetische Konstrukt "Vertrauen" im Privatkundengeschäft zu konzeptualisieren und zu operationalisieren. Dazu soll ein Messmodell entwickelt werden, welches die Einflussfaktoren auf die Vertrauensbeziehung und die unterschiedliche Wirkung der einzelnen Komponenten auf das Vertrauenskonstrukt ermittelt. Die Charakterisierung des Vertrauensverhältnisses zwischen Kunde und Bank und die Kenntnis der Einflussfaktoren ist Grundbestandteil des Erfolges im Privatkundengeschäft, da nur eine langfristige Kundenbeziehung die in der Regel hohen Anfangsinvestitionen rechtfertigt, eine Begleitung über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglicht und das Risiko unkooperativen Verhaltens reduziert. Durch den Einsatz von Fokusgruppengesprächen und Einzelinterviews konnten bereits erste valide Ergebnisse abgeleitet werden, die aktuell in einer empirischen Studie quantitativ gestestet werden. 

Jan Voigt

Hintergrund: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Diplom-Kaufmann); Studium der Politikwissenschaft (HF), Soziologie (NF) und Psychologie (NF) an der FernUniversität in Hagen und Studium der European Studies an der Universität Flensburg und der Syddansk Universitet Sønderborg (MA/MSc)

Promotionsthema: "Spekulation" im öffentlichen Diskurs - Ein wirtschaftsethischer Beitrag

In den vergangenen zehn Jahren ist die Welt zunehmend von Hungerkrisen geplagt worden. Steigende Preise für Lebensmittel treffen vor allem die Menschen, die bereits einen Großteil ihres Einkommens auf den Erwerb von Nahrungsmitteln verwenden müssen, sodass sich die Hungerkrisen zunächst in den Entwicklungsländern manifestieren. Diese humanitäre Katastrophe motiviert einen öffentlichen Diskurs, der die Ursachen der Katastrophe zu ergründen versucht und bestrebt sein sollte, Hungerkrisen zu vermeiden. Der Diskurs schreibt den Terminmärkten mehrheitlich zu, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung der Krisen zu spielen. Die Dissertation untersucht, wie der öffentliche Diskurs geführt wird und stellt die Vermutung an, dass die argumentative Stoßrichtung des Diskurses durch die Verwendung bestimmter, gesellschaftlich geteilter Denkmuster determiniert ist. Sprachliche Kategorien verleihen den Denkmustern Ausdruck und können die Öffentlichkeit provozieren, die Rolle der Terminmärkte unzweckmäßig einzuschätzen. Die Verwendung der sprachlichen Kategorien bildet aber nicht nur die gesellschaftliche Rolle der Terminmärkte unzweckmäßig ab, sondern verleitet den Diskurs dazu, sein Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich Hungerkrisen zukünftig vermeiden zu helfen.

Sebastian Zimmer

Hintergrund: Studium der Sozialwissenschaften (BA) an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg sowie European Studies (MA/MSc) an der Universität Flensburg

Promotionsthema: "Where's the border? - Communication distances in cross-border clusters" (Arbeitstitel)

Grenzen existieren nicht nur in der physischen, sondern auch in der modellierten/virtuellen Welt. Insbesondere in der Kommunikation können dabei Diskrepanzen auftreten, die sich durch das unterschiedliche Verständnis von Nähe ergeben. Ziel der Arbeit ist es, einen grenzüberschreitenden Cluster hinsichtlich seiner Kommunikationsdynamik nachzubilden und mit Methoden der Netzwerkanalyse und der Netzwerkvermessung zu prüfen, ob sich die physikalische Grenze auch im Modell wiederfinden lässt. Dies wird weiterhin sowohl mit einem Interaktionsmodell sowie mit einem qualitativen Modell kombiniert, um die Grundlagen für eine Triangulation zu schaffen. Auf diese Weise lässt sich ein Grenzwiederstand festmachen, den es dann gezielt abzubauen gelte.