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Studiengangsleitung

Dr. Bernd Sommer

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+49 461 805 2239
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Gebäude Riga 6 - RIG 606

Studienprofil

Die heute dominierende Wirtschaftsweise hat nicht allein zu einem historisch einzigartigen Niveau des gesellschaftlichen Reichtums geführt, sondern geht mit zahlreichen negativen ökologischen und sozialen Folgen einher. Massenkonsum, stetig wachsender Ressourcen- und Energieverbrauch sind wesentliche Treiber für den menschengemachten Klimawandel, den Verlust der Artenvielfalt und zahlreiche andere sozial-ökologische Krisen. Die Folgen von Erderwärmung und zunehmender Umweltverschmutzung sind nicht nur im globalen Norden zu spüren. Sie belasten vor allem Gesellschaften im globalen Süden, die am geringsten zu diesem Problem beigetragen haben. Mit anderen Worten: Wir leben nicht nur über unsere Verhältnisse, sondern auch über die Verhältnisse anderer. Gleichzeitig nimmt die soziale Ungleichheit nicht nur im weltweiten Maßstab, sondern auch innerhalb von Gesellschaften zu. Immer deutlicher wird, dass die zur Blaupause gewordene Wirtschafts- und Lebensweise der Gesellschaften des globalen Nordens nicht zukunftsfähig ist. In einer tiefen Vielfachkrise geraten Gegenwartsgesellschaften ökonomisch, ökologisch, sozial und politisch unter Druck.

Vor diesem Hintergrund ist nicht die Frage, ob sich eine Transformation moderner Gegenwartsgesellschaften vollziehen wird, sondern vielmehr, ob sie stärker von den Verhältnissen erzwungen wird, oder im Rahmen gewisser zivilisatorischer Standards gestaltbar ist. Kurz, ob diese Transformation "by design or by disaster" erfolgt. Doch wie ist es möglich, moderne Gesellschaften gezielt zu transformieren? Fest steht: Ein solch umfassender Wandlungsprozess erfordert weit mehr als technologische Veränderungen. Auch ökonomisch, institutionell und kulturell müssen sich Gesellschaften wandeln.

Das Norbert Elias Center der Europa-Universität Flensburg erforscht theoriegeleitet und zugleich praxisnah die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Veränderung unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit. Ab dem Herbstsemester 2017 kann man diesen Wandel studieren: im Masterstudiengang "Transformationsstudien".

Studienziel

Der Studiengang stellt sowohl wissenschaftliche Theorien und Erkenntnisse zur Verfügung als auch Räume für kreatives Denken und Handeln. Ziel ist es, Studierenden die Möglichkeit zu geben, sozial-ökologische Problemkonstellationen und gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu verstehen und miteinander in Beziehung zu setzen. Nach Abschluss des Studiums verfügen sie über praxisrelevantes Veränderungswissen für eine gesellschaftliche Transformation in Richtung Nachhaltigkeit.

Genaue Informationen zum Aufbau des Studiums finden Sie hier.

Beteiligte Disziplinen

Will man analysieren und reflektieren, wie etwa Klimawandel und soziale Ungleichheit, Ressourcenkonflikte und Finanzmarktkrisen, wachsender Naturverbrauch und Kapitalismus zusammenhängen, so reichen die theoretischen und methodischen Wissensbestände eines Fachs nicht aus. Dementsprechend notwendig interdisziplinär ist der Masterstudiengang angelegt.

Folgende Disziplinen sind am Studienprogramm beteiligt: Soziologie, Ökologie, Ökonomie, Geographie, Philosophie, Germanistik, Kunst, Erziehungswissenschaften und Medienwissenschaft.

Berufsperspektiven

Ziel des Studiengangs ist es, qualifizierte Fachkräfte für Wissenschaft, Politik(beratung), Wirtschaft und Gesellschaft auszubilden. Im Anschluss an das Studium sollen Wege sowohl in die Praxis als auch in Wissenschaft und Forschung offen stehen. Die Studierenden qualifizieren sich für Tätigkeiten in inner- und außeruniversitären Forschungseinrichtungen genauso wie für anspruchsvolle Positionen in Verwaltungen, Unternehmen und Institutionen, in denen Veränderungsprozesse im Kontext der Nachhaltigkeit gefragt und relevant sind.

Außerhalb von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind dies beispielsweise:

  • Internationale Organisationen und Nichtregierungsorganisationen
  • Corporate-Social-Responsibility- und Nachhaltigkeitsabteilungen in Unternehmen
  • Umweltdezernate im öffentlichen Dienst
  • Gemeinwohlorientierte Unternehmen
  • Institutionen und Organisationen, die Medien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu umwelt- und nachhaltigkeitsrelevanten Themen leisten