Zur Mode und Modetheorie: Entwurf, Produkt und Präsentation



Einerseits ist Kleidung ein sehr konkretes Produkt, das den Menschen täglich umgibt, andererseits ist Mode sehr abstrakt, weil erst soziale Konstrukte Mode zur Mode machen. Mode ist als komplexes System zudem eingebunden in ästhetischen, soziokulturellen, wirtschaftlichen und zunehmend ökologischen Kontexten. Aufgabe der Modetheorie ist es, diese Kontexte und Bedingungsfelder zu erkunden und zu beschreiben und insbesondere mit Blick auf die sozialen Konstrukte in ihren Kommunikationsformen, die verwendeten Zeichensysteme und die gesellschaftliche Relevanz zu analysieren.

Aktuelle Projektvorhaben:

Vestimentär-performative Strategien und Präsentationsformen

Vestimentär-performative Strategien und Präsentationsformen im Kontext des Betriebssystems Mode werden in spezifischen Anwendungsbereichen und vor dem Hintergrund ausgewählter modetheoretischer Konzeptionen in empirischen Studien analysiert. Soweit möglich werden deren Ergebnisse in Vergleichs- und Anschlussstudien evaluiert. In besonderen Fällen der Kooperation mit den Veranstaltern (z.B. beim Baltic Fashion Award) bieten teilnehmende Beobachtungen günstige Voraussetzungen zur vertiefenden Informations- und Datensammlung und weiterführend zur Differenzierung entsprechender Modellbildungen.

Die Projektvorhaben werden in Kooperation mit der University of Eastern Finland, Savonlinna und der University of Latvia, Riga durchgeführt oder im Rahmen aktueller Mode-Events in Zusammenarbeit mit Agenturen organisiert.