Heute aber ist die herrschende Vorstellung,
daß jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf
herumtragen soll, und das nennt man dann allgemeine Bildung. Heinrich von Treitschke (1834 - 1896), deutscher Historiker

 

 

Mitteilungen

 

Besuch und Gastvortrag Timo Finkbeiner

(12.10.2017) Heute hat der Kollege Dipl. Päd. Mag. Timo Finkbeiner, B.Ed. an der ATD seinen Gastvortrag mit dem Thema "Fächerverbindender technischer Werkunterricht – Einblicke in ein kooperatives Entwicklungsprojekt" im Rahmen einer Seminarveranstaltung gehalten.

Herr Finkbeiner ist in der Woche vom 9. Oktober bis zum 13. Oktober im Rahmen eines Erasmus+ Austauschprogrammes für Lehrende zu Gast an der ATD:

Das von seinem Gastgeber Herrn Schaubrenner organisierte Programm umfasste neben verschiedenen Seminaren und Vorlesungen durch Herrn Finkbeiner auch den Besuch verschiedener Gemeinschaftsschulen und Förderzentren inklusive kollegialem Austausch über die Organisation technischer Bildung und den Stand der Inklusion im Bundesland Schleswig-Holstein. Ein besonderes Highlight bot der Besuch des Science Centers Phänomenta, der durch den Geschäftsführer Achim Englert begleitet wurde.

Der Besuch von Herrn Finkbeiner steht im Zeichen einer Kooperationsanbahnung zwischen dem Fachbereich "Technisches Werken" der KPH-Wien/Krems und der ATD der Europa-Universität Flensburg. Während des Aufenthaltes wurden bereits konkrete Pläne für einen studentischen Austausch zwischen den Abteilungen ins Auge gefasst.

 

 

Semesteraufgabe „Coole Kiste“

(14.07.17) Im zweiten  Semester durchlaufen die Studierenden des Faches Technik das Modul "Maschinentechnik". Im theoretischen Teil geht es darum, eine Maschine als System zu verstehen, Maschinenelemente kennenzulernen, aber auch Motoren und Getriebe in Ihrer Funktion zu analysieren.

Im praktischen Teil des Moduls geht es dagegen darum, mit Maschinen umzugehen, denn das wird im Berufsleben von einem angehenden Techniklehrer oder einer angehenden Techniklehrerin verlangt und vorausgesetzt.

Um die Kursteilnehmer*innen im Umgang mit Maschinen zu schulen, wurde eine Projektaufgabe gegeben. Die Studierenden sollten eine Werkzeugkiste konstruieren und fertigen. Dabei mussten bestimmte Maschinen zwingend zum Einsatz kommen um die Anforderungen, mindestens eine Nut, ein Falz und eine Gehrung in das Werkstück einarbeiten, zu erreichen. Und so wurden die Student*innen des zweiten Semesters im Verlauf der vergangenen Wochen zu Stammgästen an den Arbeitsplätzen der Formatkreissäge, des Abrichter-Dickenhobels, der Isel-Fräse und des Laser-Schneid-/Graviersystems. Diverse Handmaschinen hatten während dieser Zeit ebenfalls Hochkonjunktur.

Natürlich darf bei derart intensivem Einsatz die Wartung und Pflege der Maschinen nicht zu kurz kommen, denn Ersatz reißt im späteren Schulalltag mitunter tiefe Löcher ins Budget. Umso wichtiger sind die Einheiten, in denen sich Tischlerin Julia Redlefsen und Labortechniker Harald Bender unter Leitung von Dozent Sönke Grimm genau diesem Aspekt mittels praktischer Übungen widmen.

Unsere Mindestanforderungen wurden weit übertroffen. Es entstanden Schubladen- und Einlagesysteme nach eigenem Wunsch, es wurden unterschiedlichste Griffe und Halterungen realisiert und es kam zur Fertigung von komplizierten Klappmechanismen und Schachtelsystemen.

Am Ende des Seminars stellten sich die stolzen Erbauer und Erbauerinnen zum Fototermin vor den Werkzeugkisten auf. Mit diesem Arbeitsergebnis hat man sich den Semesterabschluss verdient.

 

Bootsbau in Großsolt

(23.03.2017) Jedes technische Produkt setzt ein Bedürfnis voraus, sei es ein Auto, ein Handy oder ein Spielzeugboot. Es folgt die Fertigungsidee und dann die Umsetzung der Fertigungsidee als reales Objekt.

Diese technische Herangehensweise kann schon Grundschülern am Beispiel der Fertigung eines kleinen Holzsegelbootes nahe gebracht werden.

An der Grundschule in Großsolt haben 18 Schülerinnen und Schüler einer 4. Klasse Werkzeuge und Werkstoffe eingesetzt, um ihre Ideen eines Spielzeugbootes zu verwirklichen. Dabei wurde schnell deutlich, dass nicht nur geschickter Werkzeugumgang, sondern auch Problemlösekompetenz und viel Kreativität gefragt war.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und machte deutlich, dass technischer Nachwuchs durchaus vorhanden ist. Wir müssen nur aufpassen, dass wir dieses Potenzial nicht verspielen.