Heute aber ist die herrschende Vorstellung,
daß jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf
herumtragen soll, und das nennt man dann allgemeine Bildung. Heinrich von Treitschke (1834 - 1896), deutscher Historiker

 

 

Mitteilungen

 

Der Kipplaster auf dem Holzpodest

(08.01.18) Erstellen Sie eine Bauanleitung für einen Kipplaster und fertigen sie ihn gemäß ihren Vorgaben. Den fertigen LKW stellen Sie auf ein eigens dafür von Ihnen hergestelltes Holzpodest.

Das war die Aufgabenstellung für die "Erstsemester" im Modul  Fertigungstechnik.
In unseren Laboren und Werkstätten wurden technische Zeichnungen angefertigt, Bleche bearbeitet, Kunststoffe gebogen, Bohrungen gesetzt und  Schraubverbindungen erstellt.

In der Umsetzung waren Standbohrmaschinen, Oberfräsen, elektrische Stichsägen, Biegevorrichtungen, aber natürlich auch die verschiedensten Handwerkzeuge vom Hobel bis zum Gewindeschneider im Einsatz.

Als Ergebnis entstanden Werkstücke, die sich sehen lassen können und wohl einen Ehrenplatz im heimischen Regal finden werden.

Damit haben auch in diesem Jahr alle Studierenden das Modul Fertigungstechnik, zu dem auch eine Vorlesung gehört, die die theoretischen Aspekte der Fertigung abdeckt, bestanden. Der erste Schritt zum Techniklehrer ist gemacht. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg im Studium.



Maker Faire im Norden

Am 18. und 19.11.2017 fand in Kiel die erste "Maker Faire im Norden" statt.

Die Abteilung für Technik und ihre Didaktik beteiligte sich mit einem eigenen Messestand, den Studierende und Dozierende gemeinsam betrieben.

Ausgestellt wurden eine Reihe an Exponaten, z.B. eine Popcorn-Maschine, die mit Heißluft Popcorn in der von den Messebesuchern gewünschten Geschmacksrichtung portionsweise zubereitet. Dieser Automat ist in einem projektorientierten Seminar im Rahmen der Techniklehrkraft-Ausbildung von Studierenden entwickelt und hergestellt worden und stieß auf der Messe auf großes Interesse.

Das taten aber auch die übrigen Exponate, z.B. die mit Schüler*innen entwickelte Klangorgel, die nach dem Prinzip eines Gitarrentonabnehmers funktioniert und mit Tasten aus vibrierenden Blechstreifen ein Solo-Instrument bildet, das geleitet von der ebenfalls ausgestellten und selbstgebauten E-Gitarre für die ein oder andere musikalische Einlage sorgte.

Viele Besucher wollten sich an den Messestand erinnern und ließen sich mit der von Studierenden konzipierten und gebauten Stempelmaschine eine Visitenkarte mit QR-Code herstellen, die – wie es sich für Technikbegeistere gehört – natürlich von einem Roboter ausgeteilt wurde.



Besuch und Gastvortrag Timo Finkbeiner

(12.10.2017) Heute hat der Kollege Dipl. Päd. Mag. Timo Finkbeiner, B.Ed. an der ATD seinen Gastvortrag mit dem Thema "Fächerverbindender technischer Werkunterricht – Einblicke in ein kooperatives Entwicklungsprojekt" im Rahmen einer Seminarveranstaltung gehalten.

Herr Finkbeiner ist in der Woche vom 9. Oktober bis zum 13. Oktober im Rahmen eines Erasmus+ Austauschprogrammes für Lehrende zu Gast an der ATD:

Das von seinem Gastgeber Herrn Schaubrenner organisierte Programm umfasste neben verschiedenen Seminaren und Vorlesungen durch Herrn Finkbeiner auch den Besuch verschiedener Gemeinschaftsschulen und Förderzentren inklusive kollegialem Austausch über die Organisation technischer Bildung und den Stand der Inklusion im Bundesland Schleswig-Holstein. Ein besonderes Highlight bot der Besuch des Science Centers Phänomenta, der durch den Geschäftsführer Achim Englert begleitet wurde.

Der Besuch von Herrn Finkbeiner steht im Zeichen einer Kooperationsanbahnung zwischen dem Fachbereich "Technisches Werken" der KPH-Wien/Krems und der ATD der Europa-Universität Flensburg. Während des Aufenthaltes wurden bereits konkrete Pläne für einen studentischen Austausch zwischen den Abteilungen ins Auge gefasst.

 

Semesteraufgabe „Coole Kiste“

(14.07.17) Im zweiten  Semester durchlaufen die Studierenden des Faches Technik das Modul "Maschinentechnik". Im theoretischen Teil geht es darum, eine Maschine als System zu verstehen, Maschinenelemente kennenzulernen, aber auch Motoren und Getriebe in Ihrer Funktion zu analysieren.

Im praktischen Teil des Moduls geht es dagegen darum, mit Maschinen umzugehen, denn das wird im Berufsleben von einem angehenden Techniklehrer oder einer angehenden Techniklehrerin verlangt und vorausgesetzt.

Um die Kursteilnehmer*innen im Umgang mit Maschinen zu schulen, wurde eine Projektaufgabe gegeben. Die Studierenden sollten eine Werkzeugkiste konstruieren und fertigen. Dabei mussten bestimmte Maschinen zwingend zum Einsatz kommen um die Anforderungen, mindestens eine Nut, ein Falz und eine Gehrung in das Werkstück einarbeiten, zu erreichen. Und so wurden die Student*innen des zweiten Semesters im Verlauf der vergangenen Wochen zu Stammgästen an den Arbeitsplätzen der Formatkreissäge, des Abrichter-Dickenhobels, der Isel-Fräse und des Laser-Schneid-/Graviersystems. Diverse Handmaschinen hatten während dieser Zeit ebenfalls Hochkonjunktur.

Natürlich darf bei derart intensivem Einsatz die Wartung und Pflege der Maschinen nicht zu kurz kommen, denn Ersatz reißt im späteren Schulalltag mitunter tiefe Löcher ins Budget. Umso wichtiger sind die Einheiten, in denen sich Tischlerin Julia Redlefsen und Labortechniker Harald Bender unter Leitung von Dozent Sönke Grimm genau diesem Aspekt mittels praktischer Übungen widmen.

Unsere Mindestanforderungen wurden weit übertroffen. Es entstanden Schubladen- und Einlagesysteme nach eigenem Wunsch, es wurden unterschiedlichste Griffe und Halterungen realisiert und es kam zur Fertigung von komplizierten Klappmechanismen und Schachtelsystemen.

Am Ende des Seminars stellten sich die stolzen Erbauer und Erbauerinnen zum Fototermin vor den Werkzeugkisten auf. Mit diesem Arbeitsergebnis hat man sich den Semesterabschluss verdient.