Lehre / Studium
Unter Nutzung vielfältiger, adressatenangepasster Methoden, wie Vorlesung, Vorlesung im Web mit elektronischem Zertifikat, praktischen Übungen, Seminaren, Technischen Praktika, Schulpraktischen Studien, Exkursionen und Betriebserkundungen werden die Studierenden am Institut für Technik und ihre Didaktik auf ihre Tätigkeiten bei der Vermittlung technischer Bildung an allgemeinbildenden Schulen systematisch und sorgfältig vorbereitet.
Dazu werden in den ersten Semestern in getrennten Veranstaltungen sowohl die fachspezifischen als auch die fachdidaktischen Grundlagen gelegt.
Vor allem zum Ende des Master-Studiengangs werden diese beiden Bereiche im Rahmen von Projektarbeiten unter Nutzung der erworbenen Schulerfahrungen zu konkreten Unterrichtsvorhaben zusammengeführt.
Folgende Veranstaltungen (Teilmodule) im Bachelor-Studiengang werden angeboten.
- Einführung in die Beschreibung technischer Systeme
Hier lernen die Studierenden grafische, mathematische und semantische Beschreibungsformen für technische Systeme kennen. Sie üben sich darin, technische Systeme normgerecht zu zeichnen.
- Sicherheitsgerechter Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, Werkstoffen und Gefahrstoffen
Die Studierenden machen sich vertraut im sicherheitsgerechten Umgang mit Werkstoffen, Werkzeugen, Maschinen, Betriebs- und Hilfsstoffen sowie Gefahrstoffen. Sie lernen einschlägige Sicherheitsbestimmungen in Prozessen zur Vermittlung technischer Bildung kennen.
- Einführung in die Fachdidaktik Technik
Die Veranstaltung vermittelt ein Grundverständnis von technischer Bildung und von Prozessen zu deren Vermittlung an unterschiedlichen Lernorten.
- Grundlagen der Technischen Mechanik
Die Studierenden lernen Belastungsfälle in praxisnahen technischen Systemen sowie rechnerische und grafische Verfahren zu ihrer Bestimmung kennen.
Alternativ werden als Wahlpflicht die Veranstaltungen Produktionstechnik, Bautechnik, Kraftfahrzeugtechnik oder Maschinenelemente angeboten.
- Gestaltung von Medien/ Hypermediale Lernsysteme in Prozessen zur Vermittlung technischer Bildung
Die Veranstaltung vermittelt Grundlagen zur Erstellung, Nutzung und Entwicklung computerbasierter Lernmedien (Erstellung von Arbeitsblättern, Nutzung von Tabellenkalkulationen, Erstellung und Bearbeitung von Bildern, Grafiken und Videoclips, grundlegende Webtechnologien). Die Studierenden konzipieren und erstellen im Laufe des Semesters eine webbasierte Lernsequenz).
- Werkstoffe/Grundlagen der Werkstoffbearbeitung
Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick über gängige Werkstoffe, ihre Herstellung, ihre Eigenschaften sowie die normierten Verfahren ihrer weiteren Bearbeitung zu Halbzeugen oder Fertigprodukten.
- Umwelttechnik als ein Beispiel von Stoffumsatzprozessen
Ausgehend von den gesellschaftlichen Anforderungen führt die Veranstaltung in die Technologie der Behandlung fester Abfälle, der kommunalen Abwasserreinigung sowie der Luftreinhaltung ein. Betriebserkundungen sind vorgesehen.
- Fach- und sicherheitsgerechte Bearbeitung von Werkstoffen
Die Studierenden lernen, die Werkstoffe Metall, Kunststoff und Holz fach-, norm- und sicherheitsgerecht zu bearbeiten. Sie stellen je ein Objekt aus Holz, Metall, Kunststoff sowie eine elektronische Schaltung her.
- Randbedingungen von Prozessen zur Vermittlung technischer Bildung
Die Studierenden analysieren und bewerten an Hand von realen Unterlagen Randbedingungen und Determinanten von Prozessen zur Vermittlung technischer Bildung.
- Kraftwerkstechnik
Die Veranstaltung führt, ausgehend von den physikalisch-technischen Grundlagen, zu den kraftwerkstechnischen Anlagen, in denen fossil und regenerativ basierte Energie in elektrische Leistung umgewandelt wird. Betriebserkundungen sind vorgesehen.
- Informationstechnik
In dieser Veranstaltung lernen die Studierenden die Prinzipien technischer Informationsverarbeitung kennen. Einen Schwerpunkt bildet die Verarbeitung mit digitalen Verarbeitungseinheiten.
- Technische Praktika zu Stoff- und Informationsumsatzprozessen
In dieser Veranstaltung werden praktische Übungen zur Werkstoffprüfung, Stofftrennung, zu elektrischen Maschinen, rechnergestützter Konstruktion und Fertigung sowie zur De- und Remontage eines Verbrennungsmotors durchgeführt und dokumentiert.
- Betriebserkundungen
Exkursionen von einwöchiger Dauer in wichtige Industrieregionen sowie zusätzlich eintägige Betriebserkundungen werden durchgeführt.
- Schulpraktische Studien
Hierbei erhalten die Studierenden Einblicke in die schulische Praxis.
Folgende Veranstaltungen (Module) im Master-Studiengang werden angeboten.
- Modul 1: Übungen zur Steuerungstechnik, Konstruktion sowie Produktion und Arbeit
Aufbau, Verdrahtung, Programmierung, Inbetriebnahme, Qualitätskontrolle, Fehlersuche und Dokumentationen von Füllstandsregelungen, modularen Produktionssystemen, Handhabungs- und Materialflusssystemen, kybernetischen Modellen und Serviceroboter-Modellen. Entwerfen, Entwickeln und Konstruieren von einfachen Spann- und Bohrvorrichtungen mittels CAD-Systemen sowie anschließender Fertigung mit Qualitätskontrolle. Produktplanung, Produktionsplanung und -steuerung und Produktfertigung im Industriebetrieb. Arbeitsprozesse und Bewertung von Arbeit in Dienstleistung und Produktion.
- Modul 2: Fachdidaktische Professionalisierung der Techniklehrerin bzw. des Techniklehrers
Es werden unter Nutzung der im Fachsemester-Praktikum gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen komplette Unterrichtseinheiten aus den Bereichen Stoff-, Energie- und Informationsumsatz geplant und in der Schule erprobt. Dabei wird auf die adressatengerechte Kooperation mit naturwissenschaftlichen Fächern geachtet.