Wichtige Änderungen zur Wahl des Faches Sonderpädagogik ab Wintersemester 2016/2017

Zum Wintersemester 2016/2017 wird das Studium des Teilstudienganges (Faches) Sonderpädagogik neu strukturiert.
Bewerberinnen und Bewerber, die das Fach Sonderpädagogik studieren wollen, müssen sich bereits bei der Bewerbung für den B.A. Bildungswissenschaften für zwei sonderpädagogische Fachrichtungen entscheiden.

Die Bewerbung erfolgt somit für das Unterrichtsfach (z. B. Deutsch - siehe oben, Menüpunkt "Fächer") sowie für zwei sonderpädagogische Fachrichtungen.

Alle vier angebotenen sonderpädagogischen Fachrichtungen

- Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung,
- Pädagogik bei Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung,
- Sonderpädagogik des Lernens und
- Pädagogik für Menschen mit Sprach- und Kommunikationsstörungen

aus denen Sie zwei wählen müssen, unterliegen einer Zulassungsbeschränkung.

Einen Studienplatz
erhalten damit nur die Bewerberinnen und Bewerber, die das Auswahlverfahren (NC) in allen drei gewählten Teilstudiengängen (Unterrichtsfach plus sonderpädagogische Fachrichtungen) erfolgreich durchlaufen haben.

Ein Wechsel der sonderpädagogischen Fachrichtung im Anschluss an das zweite Fachsemester (die Inhalte der ersten beiden Semester sind für alle Studierenden identisch) wird  - nach aktueller Planung - nur im Rahmen eines internen Fachrichtungstausches möglich sein. Das konkrete Verfahren hierzu muss noch durch das Institut festgelegt werden.

Nachfolgend erhalten Sie konkrete Informationen zu den Inhalten und Kompetenzzielen der vier sonderpädagogischen Fachrichtungen.

Sonderpädagogik des Lernens

Professor Dr. Jürgen Walter

Besonderheiten

Der Teilstudiengang Sonderpädagogik des Lernens zeichnet sich durch ein in sich stimmig aufgebautes Curriculum mit vielerlei Theorie-Praxis-Bezügen aus. Die Studierenden arbeiten teilweise in Schulen im Rahmen der Förderung des Schriftspracherwerbs sowie des Rechnens und des mathematischen Denkens und werden dabei individuell angeleitet.

Studienziel

Die Absolventinnen und Absolventen des Teilstudiengangs Sonderpädagogik des Lernens verfügen über

·      ein breites und spezifisches Fachwissen in den Bereichen Diagnostik, Unterrichtsplanung und    
       Lernförderung,

·      anwendungsbezogenes Wissen in der Gestaltung individueller und klassenbezogener Settings in
       Kooperation mit anderen Lehrkräften,

·      relevante Ansätze, Konzepte, Prinzipien, Verfahren, Methoden, Medien, Materialien und Screening-
       Verfahren für den Bereich der Prävention von Lernschwächen bzw. Lernstörungen sowie deren Anwendung
       und Reflexion,

·      umfangreiche praktische Erfahrungen in der kompetenz-, entwicklungs-, ressourcen-, fachdidaktisch und
       pädagogisch orientierten Planung und Durchführung von Förderunterricht sowie deren theoriegeleiteter
       Reflexion,

·      die Fähigkeit zur Erstellung individueller Lern- und Förderpläne,

·      spezifisches Wissen und praxisrelevante Kompetenzen im Bereich der Lernverlaufsdiagnostik,

·      spezifisches Fachwissen sowie umfangreiche praktische Erfahrungen im Bereich der Legasthenie- und
       Dyskalkulietherapie inkl. Diagnostik sowie ADHS,

·      spezifisches Wissen, notwendige Kompetenzen und Praxiserfahrungen im inklusiven Unterricht.


Insgesamt werden die Studierenden befähigt, ihre spätere Praxis theorie- und empiriegeleitet zu durchdringen und zu bewältigen.

Sie haben die Möglichkeit, die gewählten Fachrichtungen ab 2019 aufbauend im Master Lehramt Sonderpädagogik zu studieren.

Künftige Tätigkeitsfelder

Im Regelfall befähigt der Teilstudiengang Sonderpädagogik des Lernens in Kombination mit den anderen Teilstudiengängen die Absolventen zum bundesweiten Einstieg in ein Referendariat für das Lehramt Sonderpädagogik.

Aufgrund der breiten Anlage des Teilstudiengangs Sonderpädagogik des Lernens befähigt dieser darüber hinaus allgemein zu Tätigkeiten im Bereich der Prävention, der Diagnostik, des inklusiven Unterrichtens und der (Früh-) Förderung sowie im Besonderen zu Tätigkeiten im Rahmen der Lerntherapie bzw. der Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapie.