Projekt Galilei
Beschreibung
Das Projekt Galilei setzt Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in die Lage, die ursprünglich vorhandene positive Einstellung zu Naturwissenschaft und Technik zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Hierbei wird ein historisch-experimenteller Zugang gewählt, um einerseits die Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, durch den eigenständigen Bau historisch relevanter Gerätschaften ein Kompetenzerleben zu erfahren. Andererseits wird durch die Kontextualisierung der Geräte und Experimente die Entwicklung von Naturwissenschaften als kollektiven Prozess nachvollziehbar. Durch historisch kontextualisiertes und selbstgesteuertes Forschen im Wahlpflicht- und/oder Arbeitsgemeinschaftsbereich erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich ein realistisches und tragfähiges Bild der Naturwissenschaften und der Welt aufzubauen, um so die Kompetenzen zu erlangen, um sich sowohl im individuellen, aber auch im gesellschaftlichen Interesse nachhaltig auf Naturwissenschaften einzulassen.
Die zentrale Leitidee des Projekt Galilei ist, dass die Lernenden ausgewählte Exponate (historische Experimente in vereinfachter Form) im AG- bzw. WPK-Bereich selber bauen sollen, die dann in der Schule auch im Regelunterricht, sowie fächerübergreifend verwendet werden können. Dabei ist die mögliche Erkenntnistiefe variabel - je nach Motivation und Neugier der forschenden Schüler. So ist von der reinen Beobachtung bis hin zur Findung von Gesetzmäßigkeiten auf formal-mathematischer Ebene alles möglich. Dieses eigene Erstellen eines Geräts bietet aber auch den Lernenden, die im Bereich der kognitiven Anforderungen des naturwissenschaftlichen Unterrichts wenig Erfolgserlebnisse haben, eine völlig andere Möglichkeit, ihre vorhandenen Fähigkeiten in den gemeinsamen Lernprozess einzubringen. Zusätzlich wird eine historische Einordnung ermöglicht, so dass die Lernenden nicht nur auf das naturwissenschaftliche Funktionsprinzip des jeweiligen Experiments fokussiert sind, sondern Naturwissenschaft in all ihren Facetten erleben können. Die Pilotphase dieses Projekts wurde durch die NORDMETALL-Stiftung finanziert.
Ansprechpartner
Prof. Dr. Peter Heering
Universität Flensburg
Auf dem Campus 1
24391 Flensburg
Telefon: 0461-805-2301
Telefax: 0461-805-2304
E-Mail: peter.heering(at)uni-flensburg.de



