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zu Studientechniken
Wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen des P2
Studierende befassen sich im Laufe ihres Studiums vielfach mit wissenschaftlichen Arbeitstechniken. Wissenschaftliches Arbeiten beruht nicht nur auf der Wiedergabe vorliegender Texte, sondern auf der intensiven und eigenständigen Auseinandersetzung mit fremden Gedanken. Es richtet sich nach bestimmten Merkmalen:
· Eigenständige Gedankenarbeit durch Herstellen von Zusammenhängen, Durchleuchten von Begriffen, Analyse von Definitionen, Kritik der Argumentation, Begründung der eigenen Perspektiven und Öffnen des Blickes auf neue Aspekte des Forschungsgegenstandes.
· Systematisches und methodisch kontrolliertes Vorgehen hinsichtlich Aufbau, Gliederung und Duktus (Art und innere Logik), dem methodischen Vorgehen, Nachprüfung und Nachahmung der Arbeit.
· Die Fundierung einer Aussage erfordert eine gewisse Tiefe und Ausführlichkeit.
· Schreibstil und verständliche bzw. präzise Ausdrucksweise beruhen auf der deutschen Rechtschreibung und Grammatik (Duden).
· Klärung von wesentlichen Begriffen zur Unterscheidung und Abgrenzung.
· Formale und technische Aspekte hinsichtlich Zitierung, Literaturverzeichnis, Systematik und Layout.
Wissenschaftliche Arbeitstechniken bedeuten aber mehr als die Addition der o.g. Regeln. Sie erleichtern und systematisieren die Auseinandersetzung mit einem pädagogischen Gegenstand. Das Vorgehen zeigt sich somit sorgfältig, begriffsklärend und fach- bzw. disziplinbezogen. Eine Übersicht der Phasen zeigt die unten stehende Tabelle.
Wissenschaftliches Arbeiten im Praktikum bedeutet auch Forschen in der Praxis. Die Praxisforschung ermöglicht somit das Suchen nach Erkenntnissen und Problemlösungen im eigenen Praxisfeld. In diesem Zusammenhang sei auf die vier Gütekriterien der Praxisforschung hingewiesen.
· Transparenz bedeutet, es wird mit offenen Karten gearbeitet und über Ziele und Methoden informiert.
· Stimmigkeit heißt, dass Ziele und Methoden zueinander passen und sich miteinander vergleichen lassen.
· Adäquatheit stellt die Grundfrage nach der Angemessenheit der Forschungsresultate zum Gegenstand.
· Anschlussfähigkeit bedeutet, dass sich die Ergebnisse mit dem Fachwissen bzw. wissenschaftlichen Wissen verknüpfen lassen und somit eine neue Erkenntnis darstellen.

Abbildung 1: Phasen des wissenschaftlichen Arbeitens
Literaturempfehlungen
Auch für das Praktikum ist ein fundiertes Grundlagenwissen unumgänglich. Dazu bedarf es des Studiums von praxisnaher und hilfreicher Literatur. Eine Auswahl, allerdings ohne Gewähr auf Vollständigkeit, ist im folgenden ersichtlich:
· Bohl, Thorsten (2006 2): Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. Weinheim und Basel
· Lenzen, Dieter (Hg.) (2004 7): Pädagogische Grundbegriffe. Band 1: Aggression bis Interdisziplinarität, Reinbek
· Lenzen, Dieter (Hg.) (2005 7): Pädagogische Grundbegriffe. Band 2: Jugend bis Zeugnis, Reinbek
· Keck, Rudolf W.: Sandfuchs, Uwe; Feige, Bernd (HG.) (2004 2): Wörterbuch Schulpädagogik.
Bad Heilbrunn
· Meyer, Hilbert (1994 6): UnterrichtsMethoden I: Theorieband. Berlin
· Meyer, Hilbert (2003 10): UnterrichtsMethoden II: Praxisband. Berlin
· Moser, Heinz (2003): Instrumentenkoffer für die Praxisforschung. Zürich
· Schaub, Horst; Zenke, Karl G. (2000 4): Wörterbuch Pädagogik. DTV München
· Toman, Hans (2007): Classroom-Management, Hohengehren
· Toman, Hans (2007 2): Die Didaktik des Anfangsunterrichts. Hohengehren
· Wallrabenstein, Wulf (2001 9): Offene Schule - Offener Unterricht. rororo 18752. Reinbek
· Zimmermann, Peter (2006 4): Grundwissen Sozialisation. Wiesbaden
Im Praktikum erscheint es ebenso wichtig, aktuelle pädagogische Fachzeitschriften regelmäßig zu lesen. Dazu zählen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Gewähr, die folgenden Zeitschriften mit Internetadresse:
· Pädagogik http://www.beltz-paedagogik.de
· Die Grundschulzeitung http://www.friedrichonline.de
· Jahreshefte http://www.friedrichonline.de
· Grundschule http://www.westermann.de
· Praxis Grundschule http://www.westermann.de
· Praxis Schule 5-10 http://www.westermann.de
Die Literaturrecherche erfolgt in der Regel in der zentralen Hochschulbibliothek der Universität Flensburg (ZHB) direkt oder online unter http://www.zhb-flensburg.de/
Vgl. Bohl, Thorsten (2006 2): Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik, S. 11ff.
Vgl. ebenda, S. 18
Vgl. Moser, Heinz (2003): Instrumentenkoffer für die Praxisforschung, S. 11ff.
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