Studium ohne Abitur

Die Bewerbung  für einen Bachelor-Studiengang an der Europa-Universität Flensburg setzt gemäß den rechtlichen Regelungen für das Land Schleswig-Holstein grundsätzlich den Nachweis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife (Abitur bzw. Fachabitur) voraus.

Studieninteressierte, die einen solchen Schulabschluss nicht erworben haben, können aber auch mit bestimmten beruflichen Qualifikationen zum Studium zugelassen werden.

Unter den nachfolgenden Menüpunkten finden Sie alle für ein universitäres Studium (in Schleswig-Holstein) anerkannten Qualifikationen. Diese Übersicht ist abschließend. Weitere Qualifikationen sind vom Gesetzgeber für den Hochschulzugang bislang nicht benannt worden.

Für eine Bewerbung mit dem Hintergrund einer beruflichen Hochschulzugangsberechtigung ist es zwingend erforderlich, dass alle nachfolgend aufgeführten fachlichen und formellen Voraussetzungen der jeweiligen Qualifikation spätestens zum Bewerbungsschluss nachgewiesen werden.

Unter diesem Link finden Sie einen Informationsfilm zum Thema "Studieren ohne Abitur".

 

Wichtige Information: Diejenigen, die nicht über eine schulische, sondern eine berufliche Hochschulzugangsberechtigung verfügen, werden ab dem Herbstsemester 2017/18 in einer 
Vorabquote im Auswahlverfahren geführt. Dies bedeutet, dass nur noch 5% der verfügbaren Studienplätze an beruflich Qualifizierte vergeben werden (Änderung der Hochschulzulassungsverordnung (HZVO) des Landes Schleswig-Holstein).

Hochschuleignungsprüfung

Die Hochschuleignungsprüfung

Studieninteressierte, die nicht über die Studienqualifikation (z. B. Abitur) verfügen, die für den Zugang an Schleswig-Holsteinischen Hochschulen gefordert wird, aber die eine besonders hohe Qualifikation durch ihre berufliche Bildung oder im Beruf erworben haben, können an der Europa-Universität Flensburg eine Eignungsprüfung ablegen. Bei Bestehen der Eignungsprüfung wird die Hochschulzugangsberechtigung für den gewählten Studiengang für alle Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein ausgesprochen (fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung).

Bewerbungsschluss für die Anmeldung zur Eignungsprüfung ist der  1. April eines jeden Jahres. Bis zu diesem Datum muss der unten als Download-Datei zur Verfügung stehende Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen in der Zulassungsstelle der Hochschule eingegangen sein.*

WICHTIG: Bitte vereinbaren SIe frühzeitig (möglichst bis zum 01.03.) einen Termin bei der Studienberatung. Die absolvierte Studienberatung ist verpflichtend und der Nachweis hierüber muss mit den Bewerbungsunterlagen eingereicht werden.

Die Prüfungen erfolgen von Mitte April bis Ende Juni. Alle Bewerber und Bewerberinnen, die die Prüfungsvoraussetzungen erfüllen, werden schriftlich bzw. per Email über den genauen Prüfungstermin informiert. Terminwünsche können grundsätzlich nicht berücksichtigt werden.

Die Prüfungsgebühr beträgt 140,00 Euro.
Wie und wann die Gebühr zu entrichten ist, wird in der Einladung bekannt gegeben.

Voraussetzungen:

  1. ein Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht anerkannten mindestens zweijährigen Berufsausbildung UND
  2. eine mindestens mit der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit ausgeübte dreijährige Berufspraxis (nach Abschluss der Berufsausbildung) in einem mit dem Studiengang fachlich verwandten Bereich, die durch ein Arbeitszeugnis nachzuweisen ist UND
  3. Teilnahme an einer Studienberatung an der Europa-Universität Flensburg

In begründeten Einzelfällen kann der Prüfungsausschuss Ausnahmen zulassen.
Eine solche Ausnahmeregelung ist explizit zu beantragen und ausführlich zu begründen.

Die Studienberatung wird von der Zentralen Studienberatung der Europa-Universität Flensburg angeboten. Sie muss vor Ablauf der Bewerbungsfrist durchgeführt werden. Daher vereinbaren Sie bitte rechtzeitig einen Beratungstermin bei der Zentralen Studienberatung.

Prüfungsverfahren:

Die Prüfung besteht aus einem allgemeinen und aus einem fachlichen Teil. Sie wird als mündliche Einzelprüfung durchgeführt und dauert eine Zeitstunde.

Dem allgemeinen Teil werden gesellschaftliche, wirtschaftliche oder kulturelle Themen zugrunde gelegt; dazu gehören auch Fähigkeiten und Kenntnisse in der Mathematik.

Gegenstand des fachlichen Prüfungsteils sind wesentliche Inhalte des angestrebten Studiums.

Prüfungsergebnis:

Nach bestandener Prüfung erhält die Prüfungskandidatin bzw. der Prüfungskandidat ein benotetes Zeugnis, mit dem eine Bewerbung an allen Schleswig-Holsteinischen Hochschulen für den beantragten oder einen artverwandten Studiengang möglich ist.

Eine nicht bestandene Hochschuleignungprüfung kann einmal wiederholt werden.

Meisterprüfung

Die Meisterprüfung

Studieninteressierte, die nicht über die Allgemeine oder die Fachgebundene Hochschulreife verfügen, aber eine besonders hohe Qualifikation durch ihre berufliche Bildung oder im Beruf erworben haben (hier: Meisterprüfung), können unter bestimmten Voraussetzungen für ein Studium an der Europa-Universität Flensburg zugelassen werden.

Zugelassen werden kann, wer

  1. auf der Grundlage einer Verordnung nach § 45 oder § 51 a oder § 122 der Handwerksordnung (HwO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, ber. 2006 S. 2095), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 17. Juli 2009 (BGBl. I S. 2091) ODER

  2. nach §§ 53 oder 54 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 15 Ab. 90 des Gesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160) ODER

  3. vergleichbare Qualifikationen im Sinne des Seemannsgesetzes vom 26. Juli 1957 (BGBl. I S. 713), zuletzt geändert durch Artikel 324 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407), insbesondere staatlicher Befähigungszeugnisse für den nautischen oder technischen Schiffsdienst

eine Meisterprüfung oder vergleichbare Prüfung nach den genannten gesetzlichen Grundlagen bestanden hat und diese nachweist.

Alle Personen, die eine solche Prüfung abgeschlossen haben, sind gemäß § 39 Abs. 2 des Hochschulgesetzes zum Studium an allen Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein in allen Studiengängen berechtigt (allgemeine Hochschulzugangsberechtigung).

Bei einer Bewerbung für zulassungsbeschränkte Studiengänge, in denen die Auswahl der Studienbewerberinnen und -bewerber nach der aktuellen Rechtslage  ausschließlich nach Leistung (Abiturnote) und Wartezeit  (Wartesemester seit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung) erfolgt, werden Meisterbriefe oder  äquivalente Nachweise wie folgt behandelt:

  1. Für die Auswahl nach Leistung
    Die Gesamtnote der Meisterprüfung ersetzt die gemäß Auswahlverordnung erforderliche Abiturnote. Werden im Meisterbrief nur einzelne Fachnoten ausgewiesen, ergibt sich die Gesamtnote aus dem arithmetischen Mittel aller Einzelnoten.

  2. Für die Auswahl nach Wartezeit
    Die Berechnung der Wartesemester beginnt mit dem Tag, an dem die Meisterprüfung abgeschlossen wurde. Ausnahme: Wurde die Meisterprüfung vor dem 30.03.2007 erworben, gilt dieses Datum als Datum des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung.

    WICHTIGER HINWEIS: Wenn der Meisterbrief oder ein äquivalenter Nachweis sich hinsichtlich der abgelegten Prüfung nicht eindeutig auf die oben (Nr. 1. - 3.) genannten Rechtsgrundlagen bezieht, muss bei der Bewerbung ein Nachweis der ausstellenden Institution beigefügt werden, aus dem sich die Zugehörigkeit der Prüfung zu den genannten Vorschriften zweifelsfrei ergibt.

    Wird ein solcher Nachweis nicht geführt, ist die Teilnahme am Auswahl- bzw. Zulassungsverfahren ausgeschlossen.

    Der Nachweis muss bis zum Ende der jeweils geltenden Bewerbungsfrist vorliegen.

Fachschulbesuch

Der Fachschulbesuch

Gemäß § 39 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 des Hochschulgesetzes besitzen Inhaberinnen bzw. Inhaber eines Fortbildungsabschlusses an Fachschulen in den Fachbereichen AgrarwirtschaftGestaltung, Technik, Wirtschaft und Sozialwesen eine allgemeine  Hochschulzugangsberechtigung, die in Schleswig-Holstein zum Studium an allen Hochschulen berechtigt:

Voraussetzung ist, dass das Fachschulzeugnis folgenden Text beinhaltet:

"Der Abschluss der Fachschule entspricht der Rahmenvereinbarung über Fachschulen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom ... in der jeweils gültigen Fassung) und wird von allen Ländern in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt."

Sollte dieser Text auf dem Zeugnis fehlen, ist von der ausstellenden Fachschule eine offizielle Bestätigung beizufügen, dass der nachgewiesene Abschluss gemäß der "Rahmenvereinbarung über Fachschulen" im Sinne des o.g. Beschlusses der Kultusministerkonferenz erworben wurde.

Ist die Fachschule zur Aushändigung einer solchen Bescheinigung nicht bereit oder in der Lage, ist die Bescheinigung vom zuständigen Bildungs- bzw. Kultusministeriums des Bundeslandes, in dem die Fachschule ihren Sitz hat, einzuholen.

Als anerkannte Fachschulabschlüsse gelten:

- staatlich geprüfte/r Gestalter/in

- staatlich geprüfte/r Techniker/in

- staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in

- staatlich geprüfte/r hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in

- staatlich anerkannte/r Erzieher/in

- staatlich anerkannte/r Heilerziehungspfleger/in

- staatlich anerkannte/r Heilpädagog/in

- staatlich geprüfte/r Agrarbetriebswirt/in

 

WICHTIGER HINWEIS: Fehlt die o.g. Bestätigung auf dem Zeugnis bzw. wird eine offizielle Bestätigung nicht eingereicht, kann der Fachschulabschluss nicht anerkannt und eine eventuelle Bewerbung nicht berücksichtigt werden.

Verwechseln
Sie den Text nicht mit dem, der häufig zusätzlich erworbenen Fachhochschulreife. Diese Textpassage ist für eine Zulassung irrelevant, das die Fachhochschulreife nicht zur Aufnahme eines universitären Studiums berechtigt.

Aufstiegsfortbildung

Die Aufstiegsfortbildung

Auch Bewerberinnen und Bewerber, die kein Abitur und auch keine Meisterprüfung abgelegt haben, können unter bestimmten Voraussetzungen ein Studium an der Euopa-Universität Flensburg aufnehmen:

Die Studienqualifikation besitzt, wer eine als einer Meisterprüfung gleichwertig festgestellte, abgeschlossene Vorbildung nachweist. Dieser Nachweis wird erbracht durch eine abgeschlossene berufliche Aufstiegsfortbildung (im Anschluss an eine abgeschlossene Berufsausbildung), deren Abschluss

1. auf einer öffentlich-rechtlichen Prüfung auf der Grundlage der §§ 53 oder 54 BBiG oder der §§ 42 oder 42a HwO, auf gleichwertigen bundes- und landesrechtlichen Regelungen oder auf der Grundlage staatlich genehmigter Prüfungsordnungen an anerkannten Ergänzungsschulen (Fortbildungsziel) basiert UND

2. mit einer Fortbildungsmaßnahme von mindestens 400 Unterrichtsstunden erreicht wird.

Soweit das Abschlusszeugnis über die berufliche Aufstiegsfortbildung nicht unmittelbar und ausdrücklich Aufschluss über die Erfüllung der genannten Voraussetzungen gibt und insbesondere keine Angaben über die Anzahl der Unterrichtsstunden aufweist, hat die Studienbewerberin oder der Studienbewerber die Erfüllung der Voraussetzungen mit einer Bescheinigung des Trägers der beruflichen Aufstiegsfortbildung oder der nach dem Berufsbildungsgesetz zuständigen Stelle nachzuweisen.

Einer Meisterprüfung gleichwertig sind bei Vorliegen der beiden oben genannten Voraussetzungen insbesondere die Fortbildungsabschlüsse:

1.Staatlich geprüfte Betriebswirtinnen und Betriebswirte sowie Betriebswirt- Abschlüsse der Kammern
2.Staatlich geprüfte Technikerinnen und Techniker
3.Geprüfte Fachwirtinnen und Fachwirte (Abschlüsse der Kammern)
4.

Geprüfte Bilanzbuchhalterinnen und Bilanzbuchhalter, geprüfte Controller sowie geprüfte Fachkaufleute (Abschlüsse der Kammern)

5.Staatlich geprüfte Gestalterinnen und Gestalter sowie Gestalterinnen und Gestalter im Handwerk
6.Staatlich anerkannte Motopädagoginnen (Motopädinnen) und Motopädagogen (Motopäden)
7.Schnitt- und Fertigungsdirectricen
8.Geprüfte Pharmareferentinnen und Pharmareferenten (Abschlüsse der Kammern)
9.Geprüfte IT-Entwicklerinnen und IT-Entwickler, geprüfte IT-Projektleiterinnen und IT-Projektleiter, geprüfte IT-Beraterinnen und IT-Berater sowie geprüfte IT-Ökonominnen und IT-Ökonomen (Abschlüsse der Kammern)
10.Fachpflegekräfte für Psychiatrie und andere auf der Grundlage des Gesetzes über die Weiterbildung in Gesundheitsfachberufen geregelte Fortbildungsabschlüsse
11.Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker sowie andere durch Satzungen der Heilberufekammern auf der Grundlage von §§ 53 oder 54 BBiG geregelte Fortbildungsabschlüsse
12.Staatlich geprüfte Hauswirtschaftliche Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter sowie staatlich geprüfte Wirtschafterinnen und Wirtschafter
13.Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher, staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger sowie staatlich anerkannte Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
14.Kapitäninnen und Kapitäne Nationale Fahrt, Nautische Wachoffizierinnen und Wachoffiziere sowie Technische Wachoffizierinnen und Wachoffiziere

Umfang der Studienqualifikation

Wer eine hier beschriebene Vorbildung nachweist, ist an allen Hochschulen des Landes zum Studium in allen Studiengängen berechtigt (allgemeine Hochschul-zugangsberechtigung).

Noten für die Teilnahme am Auswahlverfahren

Bewerberinnen und Bewerber mit einer hier beschriebenen Vorbildung, die am Auswahlverfahren für einen zulassungsbeschränkten Studiengang teilnehmen wollen, gelten hinsichtlich der Berechnung von Note und Wartezeit die Regelungen, die auch für Bewerberinnen und Bewerber mit einer Meisterprüfung gelten.

FH Studium

Nach einem FH-Studium

Studieninteressierte ohne Abitur, die in einem akkreditierten Bachelor-Studiengang an einer Fachhochschule oder einer Berufsakademie Leistungspunkte (LP) in einem drei Semester entsprechenden Umfang erworben haben (mindestens 90 LP), erwerben die fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung.

Über die fachliche Verwandtschaft des angestrebten Studienganges entscheidet die aufnehmende Hochschule. Für die grundständigen Studiengänge der Europa-Universität Flensburg muss ein eindeutiger Schwerpunkt in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften (für den B.A. International Management) oder Sozial- und Gesellschaftswissenschaften (für den B.A. Bildungswissenschaften) nachgewiesen werden.

Die 90 Leistungspunkte müssen bis zum Bewerbungsschluss bereits erworben worden sein und in der Leistungspunkteübersicht ausgewiesen werden.

Erfolgt die Bewerbung für einen zulassungsbeschränkten (Teil-)Studiengang, wird die aktuelle Durchschnittsnote im Auswahlverfahren für die Quote nach Leistung als Äquivalent der Abiturnote zugrunde gelegt. Diese so genannte vorläufige Note muss entweder in der Leistungspunkteübersicht ausgewiesen sein oder von Ihrem Prüfungsamt schriftlich bestätigt werden.

Wird die vorläufige Note nicht nachgewiesen, ist die Bewerberin bzw. der Bewerber auf der  Rangliste hinter die letze Bewerberin bzw. den letzten Bewerber mit nachgewiesener Note zu  platzieren.

Kontakt

Zulassungsstelle


B.A. Bildungswissenschaften
B.A. International Management

Frau Sabrina Lemke
Tel.: + 49 (461) - 805 - 2765
Mail: sabrina.lemke-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude HELSINKI
Raum: HEL 010


Alle anderen Studiengänge

Herr Dierk Hansen
Tel.: +49 (461) - 805 - 2772
Mail: dierk.hansen-TextEinschliesslichBindestricheBitteEntfernen-@uni-flensburg.de
Gebäude HELSINKI
Raum: HEL 017


Sprechstunden:
Mo und Fr: 09:15 - 12:00 Uhr
Do: 13:15 - 15:00 Uhr
Di und Mi: geschlossen

Zusatzinformationen

Postanschrift:
Europa-Universität Flensburg
Zulassungsstelle
Auf dem Campus 1
24943 Flensburg