„Wir sind eine Uni des Wachstums und des Wandels“

Knapp 1900 Erstsemester starten zum Herbstsemester an der Europa-Universität Flensburg

Erstmals startet die gesamte Universität zum Herbstsemester

1895 Erstsemester wurden heute (11. September) bei der Erstsemesterbegrüßung von Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart an der Europa-Universität Flensburg (EUF) willkommen geheißen. Als zweite Universität Deutschlands hat die EUF ihre Semesterzeiten dem internationalen Hochschulkalender angepasst und startet in diesem Jahr erstmalig zum Herbstsemester. (September bis Dezember). Die EUF möchte damit mehr Studierenden einen Aufenthalt im Ausland ermöglichen und mehr Studierende und Lehrende aus anderen Ländern in Flensburg willkommen heißen.

An der Begrüßungsveranstaltung in der Flens-Arena nahmen ca. 1600 Erstsemester teil. Sie wird traditionell von der studentischen Gruppe "Uni-Starter"organisiert und moderiert und bildet den Auftakt zur Einführungswoche der Universität.

EUF-Präsident Reinhart warb für Auslandsaufenthalte und Sprachkurse

"Wir sind eine Uni des Wachstums und des Wandels", sagte EUF-Präsident Prof. Dr. Werner Reinhart, "und als Europa-Universität sind wir eine besondere Universität.  Auch, wenn nicht alles gut läuft in der Europäischen Union können Sie als Generation dazu beitragen, dass die Dinge besser werden und für Demokratie, Rechtstaatlichkeit und Toleranz streiten."  Die Welt, so der Präsident, spiele zu Zeit etwas verrückt. "Wir brauchen das Bündnis der Generationen, um für die Welt einzutreten, um sie gemeinsam besser zu machen." Die Internationalisierung der Universität sei Teil des  Bekenntnisses zu Europa, denn Europa lebe von der Begegnung – auch deshalb warb Reinhart für Auslandsaufenthalte und Sprachkurse.

Die deutsche-dänische Grenzregion: Vorzeigeregion Europas

Flensburgs stellvertretende Stadtpräsidentin Inge Krämer sagte in ihrer Rede, dass die neuen Studierenden sich eine Universität in einer Grenzregion ausgesucht hätten, deren historisches Gegeneinander von Deutschen und Dänen sich in ein beflügelndes Miteinander verwandelt hätte. "Als Vorzeigeregion Europas besuchen uns deshalb jedes Jahr junge Menschen aus anderen Grenzregionen",  betonte sie.

Sabine Kröger von der Zentralen Studienberatung sprach zu allen Fragen rund ums Studium, wie beispielsweise Stipendien, BAföG, Fachwechsel etc.

Chris Jäger, Musikstudent an der EUF,  begleitete die Veranstaltung mit selbst komponierten Liedern.

Das Managementstudium: Einzigartig durch zwei Standorte dieseits und jenseits der Grenze

Während die gesamte Universität zum ersten Mal zum Herbstsemester startet, ist der frühere Studienbeginn an Internationalen Institut für Management und ökonomische Bildung bereits fast Routine. Dort beginnt das Studium bereits zum dritten Mal im September. Für die neuen International Management Studierenden bedeutet das, dass sie die Möglichkeit haben, einen gemeinsamen deutsch-dänischen Studiengang erfolgreich abzuschließen und problemlos Auslandssemester in ihr Studium zu integrieren. 

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Susanne Royer hob bei ihrer Begrüßung die Besonderheiten des International Management-Studiums in Flensburg hervor: "Auslandssemester gibt es inzwischen an allen Hochschulen, aber ein Studieren an zwei Standorten, in zwei Universitätssystemen und in zwei bis drei Sprachen gleichzeitig, das ist etwas ganz Besonderes! Neben wirtschaftswissenschaftlichem Fachwissen erhalten unsere Studierenden fundierte Kompetenzen im Bereich der Internationalität und Interkulturalität durch gelebte grenzüberschreitende Zusammenarbeit."

Auch die dänische Studienleiterin Ella Mølgaard betonte die Einzigartigkeit des grenzüberschreitenden Studiums am IIM, das in den mit der Syddansk Universitet gemeinsam verantworteten Bachelor- und Masterstudiengängen ein internationales und interdisziplinäres Managementstudium bietet.

Aufmerksam in der Flens-Arena: Etwa 1600 Studierende nahmen an der Erstsemesterbegrüßung teil (Kathrin Fischer)