Grenzüberschreitender Bildungsaustausch: Rund 40 Studierende aus Apenrade zu Gast am Institut für Sonderpädagogik.

Im Rahmen der im September 2013 geschlossenen Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem University College Süddänemark und der Europa Universität Flensburg kam es gestern erstmalig zu einem grenzüberschreitenden Treffen zwischen angehenden Sonderpädagogen der beiden Universitäten.

Für drei Tage kamen rund 40 Studierende aus Apenrade in die Fördestadt und besuchten unterschiedliche soziale Einrichtungen sowie das Institut für Sonderpädagogik auf dem Campus, um sich einen Vortrag von Prof. Dr. Joachim Bröcher der Abteilung Pädagogik und Didaktik zur Förderung der emotionalen und sozialen Entwicklung anzuhören und sich über die unterschiedliche Sonderpädagogen-Ausbildung der Grenzländer auszutauschen. "Wir wollen mit dieser Veranstaltung die Kooperation intensivieren", so Ilona Westphal, Lehrkraft am Institut für Sonderpädagogik, die an der Organisation dieser Veranstaltung beteiligt war.

 Nach der Begrüßung durch die Leiterin des International Centers, Ulrike Bischoff-Parker, stellten zunächst die Gäste aus Süddänemark ihre neue Pädagogenausbildung vor, in der Bereiche aus der Sonder-, Sozial- und Heilpädagogik gemeinsam innerhalb eines 3,5 Jahre langen Bachelor-Studienganges vermittelt werden. Absolventen dieses neuen Studienganges werden im Gegensatz zu denen in Flensburg nicht als Lehrkräfte im eigentlichen Sinne eingesetzt, sondern als Fachkräfte in sozialen/öffentlichen Institutionen, um Mitarbeiter im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen mit Handicaps zu beraten und zu unterstützen.

 In der zweiten Hälfte der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Bröcher, der selbst 19 Jahre als Sonderpädagoge an Schulen tätig war, einen Vortrag über tatsächlich erlebte Erfahrungen in diesem Beruf sowie dessen Herausforderungen, über die im Anschluss diskutiert wurden. Prof. Dr. Bröcher war es dabei wichtig "auch eine dänische Sichtweise zu bekommen". Bo Morthorst Rasmussen, Dozent am University College Süddänemark und Mitinitiator dieses grenzüberschreitenden Treffens ergänzte: "Für uns ist es sehr wichtig, dass wir diese Partnerschaft haben und etwas über das deutsche Bildungssystem lernen können."