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„Eine junge Generation, die an Europa glaubt“

Enormes Interesse am europawissenschaftlichen Bachelor-Studiengang an der Europa-Universität Flensburg

Offenbar gibt es eine junge Generation, die an Europa glaubt

Wir sind immer davon ausgegangen, dass es eine junge Generation gibt, die an Europa glaubt. Durch den Erfolg des Bachelorstudiengangs "European Cultures and Society" sehen wir uns bestätigt", sagt Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg (EUF).

Über 500 Onlinebewerbungen

Über 500 Onlinebewerbungen kann der im Wintersemester 2016/2017 an der Europa-Universität Flensburg eingerichtete Bachelorstudiengang "European Cultures and Society" bereits verzeichnen. Das ist weit mehr als eine Verdoppelung zum Vorjahr. "Aufgrund des sehr erfolgreichen Studiengangstarts haben wir die Anzahl der Studienplätze in diesem Semester von 40 auf 80 Plätze erhöht", sagt Studiengangleiterin Anne Reichold, Professorin für Philosophie an der Europa-Universität Flensburg.

Inhaltlich und methodisch breit angelegter Blick auf Europa

Der B.A. European Cultures and Society ist ein englischsprachiger, interdisziplinärer Studiengang mit Fokus auf geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Europastudien und aktueller Europaforschung. Er beinhaltet ein obligatorisches Auslandssemester sowie Praxisorientierung in den Feldern Journalismus, Entrepreneurship, Art and Scenography und Forschung.

"Es zeigt sich, dass der inhaltlich und methodisch breit angelegte Blick auf die Europäische Union, die Englischsprachigkeit und die Praxisfelder den Studiengang sehr attraktiv machen", erklärt Anne Reichold. "Sicher trägt auch die deutlich spürbare Krise Europas zu der Anziehungskraft dieses Studiengangs in Deutschland sowie dem europäischen und außereuropäischen Ausland bei. Die Generation der 18-bis 20-Jährigen spürt in der gegenwärtigen Verunsicherung, dass normative Grundüberzeugungen auf dem Spiel stehen und interessiert sich für die wissenschaftliche Analyse Europas."

Welches Europa wollen wir?

"Die verschiedenen Krisen führen alle zu denselben Fragen: Welches Europa wollen wir, wie viel Europa wollen wir - und was sind wir bereit, dafür zu tun?", sagt Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF. "Offenbar sind die Menschen zunehmend bereit, sich für die Umsetzung eines europäischen Traums von aufgeklärter Toleranz, universellen Menschenrechten, partizipativer Demokratie und ökologischer Sensibilität zu engagieren."

Der B.A. "European Cultures and Society" präsentiert sich bei der ersten europawoche der EUF. (Christina Kloodt)