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Doppelspitze beim 13. Pro Campus-Presse Award Die besten deutschsprachigen Studierendenzeitungen kommen aus Zürich und Flensburg

Flensburger Campuszeitung gewinnt Pro Campus-Presse Award 2017

Flensburger Campuszeitung besticht durch Kreativität und guten Journalismus

Die Zürcher Studierendenzeitung der Universität und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich sowie 54°nord, die Campus-Zeitung aus Flensburg wurden von der Jury zu den Gewinnern des Pro Campus-Presse Award 2017 gewählt.

Nach sechs Jahren gibt es beim Pro Campus-Presse Award wieder eine Doppelspitze: Zürcher Studierendenzeitung und die Campuszeitung 54°nord sicherten sich den 13. Pro Campus-Presse Award. Sie setzten sich gegen knapp 40 Mitbewerber durch. Einen Sonderpreis erhält UnAufgefordert von der Humboldt-Universität zu Berlin für den besten Artikel.

Die Schweizer, die schon seit Jahren vorne mit dabei sind und bereits 2012 Award-Gewinner waren, konnten sich erneut behaupten und überzeugten die Jury mit Kontinuität in der Qualität. Die Campuszeitung aus Flensburg 54°, die sich in "Zeile neun" umbenennen werden, ist in der Spitze neu mit dabei und fiel der Jury durch Kreativität in Verbindung mit gut gemachtem Journalismus auf.

Verlässlich hohes Niveau ohne Brüche

Die Jurymitglieder sind sich einig: Die beiden Publikationen stehen für unterschiedliche Herangehensweisen. Geht die ZS-Redaktion klassisch, geordnet und konstant vor, so arbeitet das Flensburger Campusmagazin experimentell, kreativ und regional auf hohem Niveau.

Wie die Doppelspitze zeigt: Es wurde heftig diskutiert und die Jurymitglieder sprachen den Bewertungskriterien Textqualität, Originalität, Heftmischung, Layout und Nutzwert durchaus unterschiedliche Gewichtung zu. So urteilt Alexander Wilke: "Die ZS ist erwachsen. Wir beurteilen im Grunde: Wie macht man ein Blatt - und die ZS macht das sehr gut." Für Sabine Cole dagegen zählt zu den herausragenden Qualitäten bei jungen Redaktionen, dass sie experimentieren und sich weit aus dem Fenster lehnen; hier haben die Flensburger die Nase vorn. Hendrik Krüger lobt: "Die ZS sticht in Routine-Dingen wie Layout hervor, das Flensburger Campusmagazin durch sehr gute Bildsprache". Dem stimmt auch Hans-Jürgen Jakobs zu: "Das nordische Format ist überzeugend, hat seine ganz eigene Form, ein verlässlich hohes Niveau ohne Brüche". Für Jan Meßerschmidt spielt bei der Gewichtung auch eine Rolle, dass die Flensburger an einem kleinen Hochschulstandort arbeiten.

Sonderpreis wurde auch vergeben

Der Artikel "Solange keiner hinschaut" der Redaktion UnAufgefordert aus Berlin, in dem es um die Schieflage in Studierenden-Gremien wie StuPa und RefRat geht, beeindruckt alle Jurymitglieder, sodass es in diesem Jahr wieder einen Sonderpreis gibt, diesmal für einen herausragenden Artikel. Hans-Jürgen Jakobs meint: "Der Artikel sorgt für Transparenz und macht Schluss mit Scheinlösungen". Aycha Riffi stimmt zu: "Hier wird nicht nur aufgedeckt und draufgehauen, sondern auch gleich zum Engagement aufgerufen".

Unter den besten zehn Publikationen sind ausserdem Furios (Freie Universität Berlin), Lautschrift (Universität Regensburg), Moritz (Universität Greifswald), Obacht (Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft Berlin), Publizissimus (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz), Rephlex (Pädagogische Hochschule Zürich) und Zur Quelle (Berlin/Potsdam).

Freuen dürfen sich die Gewinnerredaktionen auf Preisgelder in Höhe von jeweils 400 Euro für den 1. Platz sowie 100 Euro für den Sonderpreis. Auch eine Blattkritik vor Ort ist wieder Teil des Preises. Die offizielle Verleihung findet wie immer im Sommer im Rahmen einer Gartenparty in Rolandseck im Verlag Rommerskirchen statt.

Der Pro Campus-Presse Award wird bereits zum 13. Mal vergeben. Er ist Teil der Initiative Pro Campus-Presse, die der Verlag Rommerskirchen 2004 ins Leben gerufen hat und von thyssenkrupp und Deutsche Post DHL Group unterstützt wird. Ziel der Initiative ist es, das journalistische Engagement an deutschsprachigen Hochschulen zu fördern. Weitere Informationen unter www.procampuspresse.de.

Mitglieder der diesjährigen Jury:

Sabine Cole (Chefredakteurin loved GmbH), Hans-Jürgen Jakobs (Senior Editor Handelsblatt), Hendrik Krüger (Leiter Interne Kommunikation Deutsche Post DHL Group), Jan Meßerschmidt (Bundesverband Hochschulkommunikation, Pressesprecher Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Philipp von Mettenheim (Anwalt, CBH Rechtsanwälte), Ulric Papendick (Direktor Kölner Journalistenschule), Oskar Piegsa (Chefredakteur ZEIT CAMPUS), Aycha Riffi (Referatsleitung Grimme-Akademie), Katharina Skibowski (Geschäftsführerin Medienhaus Rommerskirchen), Jona Spreter (Chefredakteur Kölner Studierendenzeitung, Gewinner Pro Campus-Presse Award 2016) sowie Alexander Wilke (Leiter Kommunikation thyssenkrupp AG)