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„Ihre Arbeit ist unverzichtbar“

CDU-Fraktionsarbeitskreis Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur" besucht Europa-Universität Flensburg

Gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Daniel Günther besuchte der Fraktionsarbeitskreis Bildung unter der Leitung von Heike Franzen am heutigen Montag (24. August 2015) die Europa-Universität Flensburg.

"Uns als Fraktion war es wichtig, ein klares Bekenntnis zum hochschulpolitischen Standpunkt in Flensburg abzugeben. Die Arbeit, die hier geleistet wird, macht uns stolz, und wir halten sie für unverzichtbar", sagte Daniel Günther. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass die gemeinsamen deutsch-dänischen Studiengänge weiterhin auf dem Flensburger Hochschulcampus Erfolgsgeschichte schreiben können".

"Das, was uns mit Sorge umtreibt, ist, dass wir nicht genügend Sonderschullehrerinnen und –lehrer ausbilden, um den Bedarf an gutem Fachpersonal für die Bedarfe der Inklusion abzudecken", ergänzte Heike Franzen.

Zentrales Thema der Gespräche war die Internationalisierung der Studiengänge. Das Präsidium der EUF präsentierte den Gästen die Planungen für den interdisziplinären Bachelorstudiengang mit dem Arbeitstitel "Europa". Der gesellschafts- und kulturwissenschaftlich ausgerichtete Studiengang soll zum Wintersemester 2016/17 an den Start gehen. Der Präsident der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Reinhart, freut sich auf das zusätzliche Studienangebot: "Mit dem europawissenschaftlichen Bachelorstudiengang schaffen wir an der EUF pünktlich zum Schulabschluss des doppelten Abiturjahrgangs neue, international ausgerichtete Studienplätze". Im Zusammenhang mit Internationalisierung besprachen die Bildungspolitikerinnen – und politiker mit dem Präsidium der EUF auch die Zukunft der deutsch-dänischen Studiengänge.

Nach dem Beschluss des Koalitionsausschusses der schleswig-holsteinischen Landesregierung, die Landes-Hochschulen bis 2019 um 25 Millionen zu stärken, standen auch die Themen Hochschulfinanzierung und doppelter Abiturjahrgang auf der Tagesordnung: "Mit den 25 Millionen Euro besteht Planungssicherheit, so dass wir unsere Vorbereitungen auf die weiter steigenden Studierendenzahlen umsetzen können", zeigte sich Reinhart zuversichtlich.

Auch das Sekundarlehramt und das Praxissemester standen im Fokus des Gesprächs. Zum Wintersemester 2015 startet an der EUF erstmals ein Studiengang, der für das Lehramt an Sekundarschulen vorbereitet. 2015 wird mit sechs Fächern begonnen, 2016 kommen vier weitere hinzu. Als erste Hochschule des Landes hatte die EUF im vergangenen Wintersemester das Praxissemester umgesetzt.  

"Diese Premiere kann man als gelungen betrachten", fasst Werner Reinhart die Ergebnisse einer entsprechenden Evaluation zusammen: "84 Prozent unserer Studierenden und 90 Prozent der Vertreterinnen und Vertreter der Schulen sind mit dem Verlauf des Praxissemesters zufrieden. Die Anzahl der gemeldeten Praktikumsplätze der Schulen verdeutlicht ein landesweit großes Interesse am Flensburger Praxissemester".

In Bezug auf die geplante Erstaufnahmeeinrichtung sagte Werner Reinhart: "Wir haben bereits damit begonnen, uns auf die unmittelbare Nachbarschaft mit Geflüchteten vorzubereiten. Eine enge Zusammenarbeit aller Verantwortlichen und Beteiligten ist jedoch unabdingbar".

Insgesamt zeigte sich der Präsident der Europa-Universität Flensburg erfreut über den Besuch der siebenköpfigen CDU-Delegation: "Die CDU war und ist für uns ein zuverlässiger und glaubwürdiger Bündnispartner auf unserem Weg zur Europa-Universität. Besonders auch im Hinblick auf die internationale Ausrichtung unserer Hochschule tritt die CDU für universitätsspezifische, flexible Lösungsmöglichkeiten ein", sagte Reinhart.

Foto: V.l.n.r.: Frank Kupfer, Kanzler der EUF, Daniel Günther, CDU-Fraktionsvorsitzender, Prof. Dr. Jürgen Schwier, Vizepräsident für Studium und Lehre, Heike Franzen, Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung, Peter Sönnichsen, Mitglied im Bildungsausschuss, Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der EUF, Volker Dornquast, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion, Flensburger Ratsherr Arne Rüstemeier, Landtagsabgeordnete Petra Nicolaisen. (Kathrin Fischer)