Hochschulweite News

Deutsch-Marokkanische Tagung zu „Essen und Trinken“

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Fes an der EUF

Essen und Trinken aus interkultureller Perspektive

Drei Tage lang diskutierten deutsche und marokkanische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Europa-Universität Flensburg  das Thema "Essen und Trinken". Das Rede- und Schweigeverhalten bei Zeremonien und Mahlzeiten in der marokkanischen Gesellschaft stand dabei ebenso zur Debatte wie Essen und Trinken im Islam, Fragen zur Interkulturalität und Interreligiosität aus theologischer Perspektive oder die Zusammensetzung der Gesellschaft aus philosophisch-literarischer Sicht.

Die Tagung fand im Rahmen einer Universitätspartnerschaft der Europa-Universität Flensburg mit der Université Sidi Mohamed Ben Abdellah in Fès (Marokko) statt.

Mehrsprachigkeit in Deutschland und Marokko

Flensburgs Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar freute sich über den "starken Partner Fes".  Margot Brink, Professorin für Französische Literatur- und Kulturwissenschaft, bemerkte im Namen des Instituts für Sprache, Literatur und Medien, dass  im Hochschulbereich nur 20 deutsch-marokkanische Kooperationen existierten, deshalb sei die Zusammenarbeit zwischen Flensburg und Fes etwas Besonderes, und das auch weil Mehrsprachigkeit sowohl im Norden Schleswig-Holsteins als auch in ganz Marokko eine wichtige Roll spielt -  hier mit Dänisch, Niederdeutsch, Friesisch etc.,  dort mit Französisch und dem Berberischen. "Damit Polyglossie und kulturelle Vielfalt nicht Lippenbekenntnisse bleiben, brauchen wir – in Marokko ebenso wie in Deutschland – (nicht nur, aber auch) die Universitäten", betonte sie.

Die Tagungsteilnehmenden: 2. bzw. 2./3. Reihe (v.l.n.r.): Johannes Woyke, Rasmus Andresen, Robert Langhanke, Mohammed Laasri, Fatima Henini, Khalid Lazaare, Franz Januschek, Margot Brink, Hans-Diether Grohmann.
1. Reihe (v.l.n.r.): Julia Ricart Brede, Naima Tahiri, Swetlana Krätzschmar, Helga Andresen, Rachid Jai-Mansouri. (Kathrin Fischer)