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„Comic als selbstverständliches Ausdrucksmedium“

Erstmals wurde der JE-KunstPreis beim zweiten Comicwettbewerb der Europa-Universität Flensburg verliehen

Die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs

Die Preisträger und Preisträgerinnen im zweiten Comicwettbewerb der Abteilung "Kunst und visuelle Medien" am Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung der Europa-Universität Flensburg wurden am Mittwoch, den 7.12.2016,  feierlich geehrt.

Gewonnen hat den Wettbewerb Luisa Höhne von der Hochschule Flensburg. Damit nimmt die 21–jährige, die an der Hochschule Flensburg Medieninformatik studiert, für ihre sozialkritische Miniatur den erstmals gestifteten JE-KunstPreis der Firma Jacob Erichsen entgegen. Er ist mit 500 Euro dotiert. "Ihre Geschichte beindruckte insbesondere durch die individuelle Darstellung der Figuren und die künstlerische Umsetzung", erklärte Dr. Markus Herrschbach von der Abteilung "Kunst und Visuelle Medien" die Platzierung. Den zweiten Platz gewann Jonas Kohla. Der 17-Jährige von der Klaus-Harms-Schule, Gymnasium Kappeln, hatte bereits am Ersten Comicwettbewerb der EUF erfolgreich teilgenommen und damals den dritten Preis gewonnen. Die 300 Euro Preisgeld werden von der Fördergesellschaft der Europa-Universität Flensburg gesponsert. Den erstmals verliehenen Publikumspreis von 200 Euro, ebenfalls gestiftet von der Firma Jacob Erichsen, nahm Finn John für einen Science Fiction Comic mit nachhause.

Der Comicwettbewerb hat sich etabliert

"Der Comicwettbewerb der Europa-Uni hat sich offenbar etabliert, die Vielzahl der Beiträge hat mich überrascht und gefreut. Sie zeigen, dass der Comic als Ausdrucksmedium und Kunstform inzwischen selbstverständlich geworden ist. Bei den eingereichten Comics war vom Action-Drama über Satire bis zur autobiographischen Momentaufnahme alles dabei. Jeder hatte seine spezielle Qualität. Die Preisträger haben uns mit ihren Beiträgen aber inhaltlich und technisch einfach überzeugt", würdigte der Comiczeichner und Cartoonist Kim Schmidt als Jurymitglied die knapp 50 Einreichungen.

Die Jury und ihre Vergabekriterien

Neben ihm waren Inge Krämer, stellvertretende Stadtpräsidentin der Stadt Flensburg, Dr. Markus Herschbach und Dr. Jutta Zaremba von der Abteilung Kunst und visuelle Medien der EUF, Alexander Maul, Studierender, Susanne Kühn , Jacob Erichsen Geschäftsleitung, Marc Tüxen , Jacob Erichsen Shop Leiter und Anja Dunker, Jacob Erichsen art&grafik Abteilung, Mitglieder der Jury.

Kriterien für die Vergabe waren u.a.: Comictypische Gestaltung, Komposition, Herausarbeitung von Charakteren, zeichnerisch-grafische Ausdrucksfähigkeit sowie ideenreiche und originelle Story.

Zum ersten Mal mit der Firma Jacon Erichsen

Erstmals mit dabei ist die Firma Jacob Erichsen. Sie stiftet zwei Preise. "Wir engagieren uns als Firma, die Künstlerbedarf im Angebot hat, bereits mit unserem jährlich stattfindenden ‚Festival der Farben‘ für die regionale Kunstszene", erläutert Marc Tüxen, Shopleiter bei Jacob Erichsen Flensburg. Geschäftsführerin Susanne Kühn ergänzt:" Da liegt es nahe, eine engere Kooperation mit der Abteilung Kunst und Visuelle Medien der EUF einzugehen, weshalb wir den Comicwettbewerb auch zukünftig ausgesprochen gerne unterstützen. Der dieses Jahr erstmals vergebene JE-Kunstpreis wird auch weiterhin regelmäßig vergeben werden."

Die EUF fördert die künstlerische Ausdrucksform junger Menschen

"Gestalterische Kompetenzen von jungen Menschen im Norden auszuloten und in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen", erläuterte Markus Herrschbach, "ist das Ziel des Wettbewerbs. Die Europa-Universität Flensburg ist die einzige Hochschule zwischen Kopenhagen und Hamburg, an der Kunst für alle Lehrämter studiert werden kann. Auch deshalb sieht die Flensburger Europa-Universität sich als Impulsgeber für die Förderung kreativer, künstlerischer und innovativer Ausdrucksformen von jungen Menschen."

Preisträgerinnen und Juror freuen sich nach der Preisverleihung (v.l.n.r.): Jonas Kohla, Luisa Höhne, Kim Schmidt und Finn John. (Quelle: Lennart Adam)