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„Bestmögliche Studienintegration“

EUF optimiert Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten

Sprachliche, methodische und interkulturelle Studienvorbereitung

Die Europa-Universität (EUF) will studierfähige Geflüchtete noch besser auf die Aufnahme eines Studiums vorbereiten. Ihr Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten hat sie daher erweitert und optimiert.

"Der Bedarf an Programmen zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten ist groß, da viele der 2015 und 2016 in Deutschland angekommenen Geflüchteten sich – nach Asylantragstellung und erstem Spracherwerb – nun Gedanken über ihre weiteren Bildungs- und Karrierewege machen", erläutert Thomas Duttle die Hintergründe. Der Politik- und Verwaltungswissenschaftler arbeitet seit Februar 2017 als Koordinator für Flüchtlingsprogramme an der EUF und zeichnet mitverantwortlich für das neu gestaltete Programm. Dessen Veränderungen skizziert er folgendermaßen: "Basierend auf den Erfahrungen aus den bereits sehr erfolgreichen ersten beiden Durchgängen haben wir das im Juli startende Programm so optimiert, dass die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aber auch die Erfordernisse einer nachhaltigen Studienintegration noch stärker berücksichtigt werden. Dabei haben wir die Dauer der Deutsch- und Englisch-Kurse verlängert, um einen intensiveren Spracherwerb, gerade auch im schriftlichen Bereich, zu ermöglichen. Die Sprachkurse werden zukünftig durch zwei Summer Schools eingerahmt, in denen wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch methodisch und interkulturell auf das Studium an der EUF vorbereiten."

Zulassung zum Studium nach bestandenem Sprachtest

Die Teilnehmenden schließen den Sprachkursteil mit einem offiziell anerkannten Sprachzertifikat ab, mit dem sie sich für ein reguläres deutsch-, englisch- oder zweisprachiges Studium an der EUF im Herbstsemester 2018 bewerben können. Wie etwa Husen Al Halaki. Der 32-jährige Syrer beginnt nach bestandenem Sprachtest zum Sommersemester das Masterstudium "Energie- und Umweltmanagement".  "Das Programm zur Studienvorbereitung hat uns sehr geholfen, die Sprache zu lernen und die Uni zu verstehen", sagt er.

Campusleben wird bunter

Aber nicht nur die Studienvorbereitung nimmt in den Bemühungen der EUF, Geflüchteten ein Studium zu ermöglichen, eine wichtige Rolle ein, wie Ute Boesche-Seefeldt erläutert, die Geflüchtete an der EUF berät: "Es ist uns ein großes Anliegen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur vor und während des Programms, sondern auch ins Studium hinein durch zielgruppengerechte Beratungsangebote zu unterstützen. Nur so stellen wir einen anhaltenden Studienerfolg bis zum Abschluss sicher."    

Für die Leiterin des International Center, Ulrike Bischoff-Parker, bedeutet die zunehmende Zahl von Geflüchteten auf dem Campus Flensburg eine enorme Bereicherung: "Die Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu der wir als Europa-Universität unseren Beitrag leisten. Durch sprachliche Vorbereitung und akademische Ausbildung bieten wir studieninteressierten Flüchtlingen neue Perspektiven und Chancen. Und unser Campusleben wird durch den zwischenmenschlichen und interkulturellen Austausch sehr viel bunter."

Informationsveranstaltungen für Studieninteressierte

Für alle Interessierten:

Es finden in Kürze zwei Informationsveranstaltungen für geflüchtete Studieninteressierte und ihre Betreuerinnen und Betreuer statt:

1.         Montag, 3. April 2017, 10:00-12:00 Uhr, Audimax (Audimax-Hörsaalzentrum, Thomas-Fincke-Str. 4, 24943 Flensburg)

2.         Donnerstag, 6. April 2017, 17:00-19:00 Uhr, Hörsaal 1 (Audimax-Hörsaalzentrum, Thomas-Fincke-Str. 4, 24943 Flensburg)

Das Programm wird durch das Land Schleswig-Holstein sowie durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

(v.l.n.r.): Husen Al Halaki, Student "Energie- Umweltmanagement", Ute Boesche-Seefeldt, Beraterin Geflüchtetenprogramme, Dr. Thomas Duttle, Koordinator für Geflüchtetenprogramme, Ulrike Bischoff-Parker, Leiterin des International Center der EUF. (Kathrin Fischer)