Sumo-Kampf im E-Labor

Europa-Universität Flensburg weiht neues Techniklabor ein

Der Präsident der Europa-Universität Flensburg, Prof. Dr. Werner Reinhart, staunte nicht schlecht: Er war zur Einweihung des neuen Techniklabors für Energie- und Informationsverarbeitung gekommen und bekam einen Sumo-Kampf geboten. Der Kampf wurde allerdings nicht durch Menschen, sondern durch Roboter ausgetragen und ist Teil einer Lehrveranstaltung. Die Roboter sind aus Bausätzen eines bekannten Spielzeugherstellers entstanden und vermitteln handlungsorientiert Theorie und Praxis. "Das neue Labor erlaubt die theoretische und praktische Behandlung eines sehr breiten Spektrums von Themen aus den Bereichen der Energie- und Informationsverarbeitung: Von klassischen Disziplinen wie Elektrotechnik oder Elektronik über kombinierte Disziplinen wie Mechatronik oder Robotik", erklärte  Prof. Dr. Andreas Hüttner, Leiter der Abteilung für Technik und ihre Didaktik, den überraschenden Anblick. "An vielen Schulen werden im Technik-Unterricht Roboter gebaut. Da unsere Studierenden als zukünftige Techniklehrerinnen und- Lehrer das später anleiten werden, müssen sie die entsprechende Technik selbst beherrschen".

50 000 Euro hat das neue Labor gekostet. Die Labortechnik  ist auf den besonderen Bedarf einer modernen Techniklehrerinnenausbildung zugeschnitten. Sie beinhaltet integrierte, computergesteuerte Energieversorgung und Messtechnik mit integrierten Rechnerarbeitsplätzen. Alle Arbeitsplätze sind elektrisch vernetzbar. "Mich freut daran besonders, dass diese Ausstattung verschiedenste Lehr- und Lernformen erlaubt", sagte Uni-Präsident Reinhart. "Von der klassischen Vorlesung über Projektarbeit bis zum Praktikum ist alles ohne irgendwelche Rüst-Arbeiten möglich. So können theoretische und praktische Inhalte in ausgeprägter zeitlicher Nähe zueinander behandelt werden. Die künstliche Trennung von Theorie (klassische Vorlesung) und Praxis (klassisches Praktikum) besteht somit nicht mehr. Zudem ist das Labor für Projekte nutzbar, die disziplinübergreifend angelegt sind. Innovative Lehre im Sinne des forschenden Lernens wird so möglich".

Die Europa-Universität ist landesweit die einzige Hochschule, an der Techniklehrerinnen und –Lehrer für Grund-, Gemeinschafts- oder Förderschulen ausgebildet werden. "Unsere  Absolventinnen und Absolventen prägen somit den Technikunterricht der nächsten 40 Jahre maßgeblich mit", sagt Technikprofessor Hüttner. "Und der wiederum spielt eine wichtige Rolle wenn es darum geht, technisches Talent und technische Kreativität bei allen Kindern, in allen Schulformen und Schulstufen zu entdecken und zu fördern".

Mit dem neuen Labor für Energie- und Informationsverarbeitung hat die EUF die Studienbedingungen für die Studierenden des Teilstudiengangs "Technik" in diesem Jahr weiter optimiert. Hier stehen nun studentische Arbeitsplätze zur Verfügung, die dem neuesten Stand der Labortechnik in der Techniklehrinnenerausbildung entsprechen. Uni-Präsident Reinhart unterstreicht: "Wir haben damit eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, dass sich zukünftig mehr Studierende für das vielfältige und an den Schulen äußerst nachgefragte Fach Technik entscheiden können".

Verfolgen interessiert den Kampf: Prof. Dr. Werner Reinhart, Präsident der Europa-Universität Flensburg, und Prof. Dr. Andreas Hüttner, Leiter der Abteilung für Technik und ihre Didaktik. (Quelle: Kathrin FischerI