Hochschulen werden fahrradfreundlicher

Klimaschutzmanagement organisiert 1,43 Mio Euro für den Radverkehr

Diensträder, Pedelecs und eine bessere Infrastruktur

Mit knapp 1,5 Millionen Euro soll Flensburg fahrradfreundlicher gestaltet werden. Möglich macht das ein gemeinsames Projekt von Europa-Universität, Hochschule und Stadt Flensburg. "Unser Projekt "Radeln zum Camus" wurde unter bundesweit 183 eingereichten Projektskizzen für eine Förderung ausgewählt", freut sich Campus-Klimaschutzmanager Simon Laros. Die beiden Hochschulen und die Stadt bringen gemeinsam 225.000 € Eigenmittel auf und erhalten einen Bundesmittel-Zuschuss in Höhe von ca. 1,2 Mio Euro.

"Diese Investitionen sind ein wegweisender Baustein der Campus-Entwicklung", freut sich Frank Kupfer, Kanzler der EUF. Campus-Klimaschutzmanager Simon Laros ist Verbundkoordinator für das Gesamtprojekt. "Im kommenden Jahr werden auf dem Campus 412.000 € für Wege, überdachte Fahrradbügel, Fahrradgaragen u. ä. investiert. Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe." Beide Hochschulen werden deutlich fahrradfreundlicher. "Die Hochschule wird Dienst-Fahrräder und Dienst-Pedelecs bekommen und es wird eine stärkere Verzahnung zwischen Fahrrad- und Carsharing-Nutzung geben", verrät Holger Watter, Präsident der Hochschule.

Alexandra Schütte wird als Radverkehrsplanerin der Stadt Flensburg die Umsetzung des städtischen Maßnahmenpakets koordinieren. "An der Einmündung Munketoft-Kanzleistraße wird ein fahrradfreundlicher Kreisverkehr entstehen. Zudem schaffen wir attraktive Fahrradstellplätze an Bahnhof und ZOB und verbessern die Radwegesituation zwischen diesen Mobilitätsknoten und dem Campus."

Enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Campus

Die begehrten Fördermittel wurden durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Klimaschutzmanagern der Stadt und des Campus eingeworben. "Für die Fahrradanbindung des Campus werden drei Radverkehrsachsen definiert, ausgebaut und ausgeschildert. Dieses  Achsenmodell wird ein gutes Vorbild für ein wachsendes Netz an gut ausgebauten und sicheren Radverkehrsachsen im gesamten Stadtgebiet abgeben", erklärt Martin Beer, Klimaschutzmanager der Stadt Flensburg.

"Dieses Vorhaben wird uns im Klimaschutz voranbringen und es zeigt sehr schön auf, wie die Stadt und die Hochschulen vom Engagement der Klimaschutzmanager profitieren können – auch in finanzieller Hinsicht", resümiert Frank Kupfer.

Das Ziel: CO2-Neutralität bis 2050

Die Flensburger Hochschulen und die Stadt Flensburg sind Vorreiter beim Klimaschutz. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit werden Stellen und Investitionen für den Klimaschutz in Flensburg bezuschusst. Insgesamt arbeitet in Flensburg derzeit ein Team von rund zehn Personen in verschiedenen Organisationen gemeinsam daran, zentrale Projekte und Maßnahmen auf dem Weg zum Ziel der CO2-Neutralität bis zum Jahr 2050 umzusetzen. Zentrale Handlungsplattform für den Klimaschutz in Flensburg ist das Netzwerk Klimapakt Flensburg mit derzeit 20 Voll- und 42 Fördermitgliedern. Dieser stetig wachsende Kreis von Unternehmen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen, der im Bereich des Klimaschutzes zusammenarbeitet, hat bundesweiten Modellcharakter.

Es freuen sich über die vom Klimaschutzmanagement eingeworbene Millionenförderung für den Radverkehr: Alexandra Schütte (Radverkehrplanerin Stadt Flensburg), Martin Beer (Klimaschutzmanager Stadt Flensburg), Holger Watter (Präsident Hochschule Flensburg), Frank Kupfer (Kanzler Europa-Universität Flensburg) und Simon Laros (Klimaschutzmanager Campus Flensburg) (v.l.n.r.).