Die CEWS-Rankings nach Gleichstellungsaspekten

CEWS-Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2027
(Berichtszeitraum 2013-2015)

CEWS-Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2015
(Berichtszeitraum 2011-2013)

Frühere CEWS-Rankings finden Sie hier.

Geschlechterparität in den Statusgruppen: Viel Bewegung im Wissenschaftsbereich, Stillstand im Verwaltungsbereich

Das CEWS-Ranking nach Gleichstellungsaspekten 2015

In Sachen Geschlechtergerechtigkeit hat die EUF in den vergangenen Jahren viel geschafft. Dies belegen u.a. die letzten beiden vom Center of Excellence of Women in Science (CEWS) vorgelegten "Hochschulrankings nach Gleichstellungsaspekten":  Zwischen 2009 und 2013 konnte der Frauenanteil an den Professuren ebenso wie am wissenschaftlichen Mittelbau kräftig gesteigert werden. Die Entwicklungen im Mittelbau zwischen 2011 und 2013 werden im aktuellen CEWS-Ranking mit einen Spitzenplatz (Nr. 5!) im Vergleich aller Universitäten belohnt, und auch bei den Professuren rangiert die EUF - noch vor der CAU - in der Spitzengruppe.

Höherer Dienst: Professuren

Dass dieser vom CEWS bis 2013 beschriebene Trend sich fortsetzt, zeigt die aktuelle Personalstatistik: Dank des mit 70% außerordentlich hohen Frauenanteils an den Neuberufungen seit 10/2014 stieg der Frauenanteil bei den W3-Professuren auf nunmehr 30%, bei den W2-Professuren sogar auf 50%. Damit liegt der Frauenanteil an den Professuren C4-W2 inzwischen bei 29,23%. Die EUF kann sich im Bundesvergleich also durchaus sehen lassen!

Abgebildet sind in einem Säulendiagramm die Frauen- und Männeranteile nach Besoldung C4-W1

Abb. 1. Frauen-/Männeranteile nach Besoldung C4-W1, Stichtag 7.10.2015 

Höherer Dienst: Mittelbau

Im Mittelbau liegt der Frauenanteil auf 13er-Stellen aktuell bei knapp unter 60%. Zwar sind Frauen überproportional befristet und in Teilzeit beschäftigt. Allerdings haben sie mit knapp 73% auch überproportional viele Promotionsstellen inne.

Zu sehen ist in einem Säulendiagramm die Geschlechterrelation in den Besoldungs- und Vergütungsgruppen A/EG 15-13

Abb. 2: Frauen-/Männeranteile nach Besoldung/Vergütung A/EG 15-13, Stichtag 30.09.2015

Gehobener und Mittlerer Dienst

Während die Gleichstellungsbestrebungen im Wissenschaftsbereich in den vergangenen Jahren positive Ergebnisse gezeitigt haben, stagniert die Entwicklung im Bereich der Verwaltung in den vergangenen Jahren. Dies zeigt sich tendenziell bereits im Gehobenen Dienst, insbesondere jedoch im Mittleren Dienst mit Frauenanteilen je nach Vergütungsgruppe von bis zu 100%.

Dargestellt wird in einem Säulendiagramm die Geschlechterrelation in den Besoldungs-/Vergütungsgruppen A/EG12-9

Abb. 3: Gehobener Dienst – Frauen-/Männeranteile nach Besoldung/Vergütungsgruppen A/EG 12-9, Stichtag 30.09.2015

Abb. 4: Mittlerer Dienst – Frauen-/Männeranteile nach Besoldung/Vergütungsgruppen A9-5/EG8-5, Stichtag 30.909.2015

Hier wären über individuelle Personalentwicklungsmaßnahmen hinaus grundlegende strukturelle Veränderungen erforderlich, um den Kolleginnen insb. im Sekretariatsbereich Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten zu eröffnen – zumal das Tarifrecht in dieser Frage offenbar kaum Spielräume bietet. 

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass die Anstrengungen der EUF für mehr Geschlechtergerechtigkeit jedenfalls im Wissenschaftsbereich in den vergangenen Jahren  Früchte getragen haben, hier sind wir auf einen sehr guten Weg. Im Verwaltungsbereich hingegen sind vergleichbare Anstrengungen bislang leider nicht zu erkennen - hier ist dringender Handlungsbedarf!