CfP der Zeitschrift für Unternehmens- und Wirtschaftsethik zum Thema "Gemeinwohl-Ökonomie"

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Call for Papers

zfwu 20/3 (2019): Gemeinwohlökonomie. Leistungen und Grenzen.

Call for Papers bis zum 31. Januar 2019

Die Gemeinwohlökonomie (GWÖ), so wie sie von dem Österreicher Christian Felber vor etwa acht Jahren entwickelt wurde, versteht sich als alternatives Wirtschafts- und Bilanzierungsmodell. Unternehmen werden nach einer Punktematrix bewertet, die über rein ökonomische Faktoren hinaus Kriterien der Gemeinwohlorientierung wie Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Demokratie und Transparenz berücksichtigt. Unternehmen, die eine gute Gemeinwohl-Bilanz vorweisen, sollen steuerliche Vorteile genießen und bevorzugt öffentliche Aufträge erhalten.

Der GWÖ-Ansatz ist allerdings nicht unumstritten, da es unter anderem keine verbindliche Definition des Gemeinwohls gibt und zudem schon zahlreiche betriebliche Nachhaltigkeitsinstrumente existieren, die auf geprüften Zertifizierungsstandards beruhen. Vor diesem Hintergrund soll untersucht werden, inwieweit die GWÖ einen produktiven Beitrag zum Umgang mit bislang unzureichend berücksichtigten Folgen des Wirtschaftssystems leistet oder nicht vielmehr dazu führt, die wirtschaftliche Freiheit durch eine willkürliche Orientierung an Gemeinwohlkriterien einzuschränken.

Folgende Beitragsthemen bieten sich dafür an:

Wie lässt sich der GWÖ-Ansatz im Vergleich mit anderen betrieblichen Nachhaltigkeitsinstrumenten bewerten?

Worin unterscheidet sich der GWÖ-Ansatz von herkömmlichen CSR-Modellen?

Welche Effekte hat die Gemeinwohlorientierung auf die unternehmerische Praxis?

Wie sieht es mit der Übertragbarkeit des GWÖ-Ansatzes auf unterschiedliche Unternehmensformen aus?

Worin bestehen normative und strukturelle Probleme des Gemeinwohlbegriffs?

In welchem Verhältnis stehen Gewinnschöpfung und soziale Ausrichtung, ökonomische und gesellschaftliche Verantwortung?

Welche Auswirkungen auf sozial-ökonomische Transformationsprozesse hat die GWÖ?

Herausgeber dieser Ausgabe sind Alexander Brink (Universität Bayreuth), Ludger Heidbrink (Universität Kiel) und Harald Welzer (Universität Flensburg).

Kontakt: Prof. Dr. Ludger Heidbrink (heidbrink[at]philsem.uni-kiel.de).

Autorenhinweise:
Bitte beachten Sie vor der Einreichung von Manuskripten die Autorenhinweise auf unserer Webseite www.zfwu.nomos.de. Dort finden Sie neben den notwendigen Formalien auch eine Druckformatvorlage, die Ihnen die Arbeit in technischer Hinsicht erleichtern wird. Für weitere Fragen steht Ihnen das Herausgeberteam gerne zur Verfügung.

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