Den Wandel studieren

M.A. Transformationsstudien an der Europa-Universität Flensburg

Erderwärmung. Zunehmende Umweltverschmutzung. Artensterben. Ressourcenverknappung. Steigende soziale Ungleichheit. Die wachsenden sozial-ökologischen Krisen machen deutlich, dass das derzeitige Wirtschafts- und Kulturmodell, mit seiner Orientierung am ‚immer mehr‘ nicht zukunftsfähig ist.

Diese Wirtschafts- und Lebensweise ist auch nicht gerecht. Denn die Folgen belasten weltweit vor allem die Menschen, die am wenigsten zu ihrer Verursachung beigetragen haben.

In einer tiefen Vielfachkrise geraten Gegenwartsgesellschaften daher seit einigen Jahren weltweit ökonomisch, ökologisch, sozial und politisch unter Druck. Das gefährdet nicht nur die ökologischen Lebensgrundlagen, sondern auch emanzipatorische Errungenschaften wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Vor diesem Hintergrund ist nicht die Frage, ob sich eine Transformation moderner Gesellschaften vollziehen wird oder nicht. Die Frage lautet: Wird diese Transformation von den Verhältnissen erzwungen werden oder werden wir sie gestalten und zivilisatorische Standards erhalten können. Kurz: Wird die Transformation "by design or by disaster" erfolgen?

Wie aber kann gesellschaftlicher Wandel in Richtung Nachhaltigkeit konkret gestaltet werden? "Das ist unendlich schwierig und kein Mensch weiß, wie das geht", sagt Harald Welzer, Direktor des Norbert Elias Center an der Europa-Universität Flensburg. Eines ist klar: Ein solch umfassender Wandlungsprozess erfordert mehr als technologische Veränderungen. Auch ökonomisch, institutionell und kulturell müssen sich die Gegenwartsgesellschaften wandeln.

Ab dem Herbstsemester 2017 kann man diesen Wandel studieren: Im Masterstudiengang "Transformationsstudien" werden theoriegeleitet und zugleich praxisnah die Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Veränderung unter dem Leitbild der Zukunftsfähigkeit analysiert und diskutiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Studiengangs.