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Prof. Dr. Manfred Blohm

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Der Flensburger Weg für angehende Kunstvermittler

Innovative Lehr- & Lernmethoden im künstlerisch-medialen Kontext

Im Institut für ästhetisch-kulturelle Bildung ist der Teilstudiengang ‘Kunst und visuelle Medien‘ besonders auf praxisorientiertes Lernen in inhaltlich vielfältigen Projekten ausgerichtet und neben der Ausbildung für den Lehrerberuf auch auf außerschulische Berufsfelder im kulturellen Kontext bezogen.

 Das Studium umfasst vier ineinander übergreifende Bereiche:

 1. Qualifikationen in Kunst- und Medienpraxis dienen der Entwicklung von Interessensfeldern und deren Erprobung sowie der Herausbildung künstlerischer Herangehensweisen und Fähigkeiten, wie Experimentierfähigkeit, Materialsensibilität, konzeptuelles Denken und forschende Arbeitsweisen. Dazu gehören auch die  Bereiche Kunst- und Medienwissenschaft.

 2. Im Vermittlungsfeld Schule werden die Studierenden mit schulspezifischer Kunstdidaktik und ästhetischer Forschung, mit Modellen und Konzepten von Kunstunterricht und mit ästhetisch-kultureller Bildung und psycho-sozialen Aspekten von Kunstpädagogik vertraut gemacht sowie Denkalternativen vermittelt und das Nachdenken über Denkutopien einer Schule der Zukunft angeregt.  Zu diesem Bereich gehört unverzichtbar die Praxisverschränkung mit den Schulen.

 3. Außeruniversitäre Schnittstellenarbeit ist wichtig um den Studierenden neben der schulspezifischen Kunstdidaktik und der ästhetischen Forschung für das Vermittlungsfeld Schule auch möglichst viele Angebote außerhalb des oft engetakteten Rahmens universitären Studiums zu bieten. In der Praxis konkreter Projekte außeruniversitärer Orte und Umgebungen bieten sich Selbstreflexionsmöglichkeiten für vielfältige kulturelle gesellschaftliche Prozesse, die helfen sollen, den Blick zu schärfen und sensibel für Synergien zu machen, die im späteren Berufsleben von Nutzen sein können. Neben der Vermittlungsarbeit in Museen und Kunstvereinen machen die Studierenden ästhetische Erfahrungen in kulturellen Einrichtungen (Kulturzentren, Theater, Jugendkunstschulen), in sozialen Institutionen (Krankenhäuser, Sozial- und Pflegestationen), im Bereich der Erwachsenen- und Seniorenbildung oder auch in architektonischen und raumplanerischen Projekten. Zu diesem Konzept gehört auch die Organisation von Ausstellungen im universitätseigenen Ausstellungs- und Begegnungsraum mitten im Zentrum der Stadt Flensburg, sowie die Zusammenarbeit mit der freien Medienanstalt ‘Offener Kanal Flensburg‘ und der Medienpädagogik der Universität.

 4. Experten von außen vermitteln über Lehraufträge ihr berufliches Knowhow z. B. aus den Bereichen Freie Kunst, Film, Fotografie, Architektur, Publik Relation, Mediendesign, Kultur- und Eventmanagement oder Museumspädagogik. Wir möchten unseren Studierenden damit einen Einblick in Berufs- und Tätigkeitsfelder außerhalb des Berufsfeldes Schule anbieten und  ihnen damit Perspektiven eröffnen, die sie am Anfang ihres Studiums nicht sehen konnten. Für die Lehrerbildung ermöglicht ihnen dieses Konzept über den Tellerrand des schulischen Raumes zu blicken, Kontakte zu knüpfen und für ihre zukünftigen Schülerinnen und Schülern wiederum Angebote ästhetisch-kultureller Teilhabe im demokratischen Prozess zu entwickeln, die auch aus der Schule heraus in den öffentlichen Raum führen.

Unser Ziel ist es, unseren Studierenden Wege in die Schule anzubieten, die ihnen neben kunstpädagogischen und künstlerisch-praktischem Rüstzeug auch andere Blickperspektiven eröffnen. Wir wollen, dass sie Einblicke in ästhetisch-kulturelle Prozesse erhalten, dass sie Strategien ästhetisch-kulturellen Handelns entwickeln können und in der Lage sind, kulturelle Aktionen und Angebote von außen auch für die Schule zu nutzen. Ferner werden  sie qualifiziert, Aktionen und Angebote aus den Klassenräumen herauszutragen, so dass sie von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Wir möchten unsere Studierenden befähigen, aktiv an der aus unserer Sicht notwendigen Veränderung von Schule mitzuwirken. Der Stellenwert ästhetisch-kultureller Fächer und insbesondere auch des Faches Kunst muss in der Schule der Zukunft gestärkt werden. Wenn wir Universitäten und Schulen als ’Kraftwerke für die kulturelle Bildung’ verstehen, dann müssen diese Kraftwerke auch entsprechend befeuert werden. Diese Notwendigkeit muss sowohl aus dem Bildungssystem als auch aus dem System Schule heraus gesehen werden.

Schaubild Flensburger Weg

Datum:
16.01.2015

Datei:
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Studiengänge im Fach Kunst

  • BA Kunst und Visuelle Medien
  • MA Kunst Lehramt an Grundschulen
  • MA Kunst Lehramt an Gemeinschaftsschulen
  • MA Kultur-Sprache-Medien