Modellprojekt „Inklusive Bildung“, Stiftung Drachensee

Durch das derzeit Modellprojekt "Inklusive Bildung" der Stiftung Drachensee werden seit 2013 in einer dreijährigen Ausbildung Menschen mit Behinderungen umfassend zu Bildungsfachkräften qualifiziert. Ziel ist es, dass die Bildungsfachkräfte getreu dem Leitsatz "Nicht über uns ohne uns!"  an Fach- und Hochschulen (künftigen) Lehr-, Fach- und Leitungskräften die Lebenswelten und spezifischen Bedarfe von Menschen mit Behinderungen kompetent aus erster Hand vermitteln können. Alle Teilnehmenden waren zuvor in der Werkstatt (WfbM) der Stiftung Drachensee beschäftigt. Bereits während der Qualifizierung erproben und festigen sie ihre Bildungsarbeit durch Seminare und Vorlesungssitzungen u.a. in der Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung an der Europa-Universität Flensburg. Langfristiges Ziel der Maßnahme ist es, für die zukünftigen Bildungsfachkräfte sozial versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse einzurichten.

Die Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung begleitet die Durchführung der Seminare an der EUF wissenschaftlich. Im Fokus der Forschungsarbeit steht die Haltung und Einstellung der Studierenden zur Inklusion. Implizite und explizite Einstellungen spielen bei den Gelingensbedingungen einer inklusiven Schulentwicklung eine maßgebliche Rolle und sind für das pädagogische und unterrichtliche Handeln von besonderer Bedeutung. Über Befragungen der Studierenden wird geprüft, ob sich Veränderungen in der Einstellung und Haltung zur Inklusion durch den Besuch der Seminare, geleitete durch die Bildungsfachkräfte, im Vergleich zur einer Gruppe von Studierenden, die an herkömmlichen Seminaren zum Themenfeld Inklusion, geleitet durch Dozenten der Abteilung, zeigen.

Zudem kooperieren wir mit der Leitung des Projektes Inklusive Bildung in der Entwicklung

inhaltlicher Themen und in der Aufbereitung und Gestaltung der Praxis-Seminare.

Frau Prof. Dr. Diehl ist Mitglied des Vernetzungsforums der Stiftung Drachensee.

Hier der Link zum Projekt. 

Hier der Link zum Film bei 3sat .

Rügener Inklusionsmodell (RIM)

Als Mitbegründerin und Teammitglied der Forschergruppe von Prof. Dr. Hartke arbeitete Frau Prof. Dr. Diehl am Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation der Universität Rostock an dem Konzept des Rügener Inklusionsmodells (RIM) zur Prävention von sonderpädagogischen Förderbedarfen und der Integration von Kindern mit bereits vorliegenden Entwicklungsstörungen in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung mit. Dieses wird seit dem Schuljahresbeginn 2010/2011 auf der Insel Rügen in Kooperation mit den dortigen Grund- und Förderschulen, dem Staatlichen Schulamt Greifswald sowie dem Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt.

Das Hauptprojekt wurde 2015 abgeschlossen. Im laufenden Prozess werden in der Kooperation mit den Rostocker Kollegen Publikationen erstellt und inhaltliche Themen weiter entwickelt. In der Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung stehen dabei die Weiterentwicklung der curriculumbasierten Messverfahren (CBM) im Bereich Rechtschreiben ( Dissertation Lisa Mau )und Lesen, sowie daran orientierte Interventions-maßnahmen (Kooperationsprojekt LEVUMI).

Link RIM 

Link LEVUMI

Kooperationsprojekt LEVUMI (Lernverlaufsmonitoring)

Die Lernplattform LEVUMI ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Wissenschaftler Prof. Dr. Markus Gebhardt (Technische Universität München), Prof. Dr. Kirsten Diehl (Europa-Universität Flensburg) und Prof. Dr. Andreas Mühling (Universität Kiel). Das Projekt zielt darauf ab, einerseits die Forschung zur Lernverlaufsdiagnostik zu vertiefen und andererseits der Schulpraxis ein praktikables Onlineinstrument anzubieten. Das seit 2015 laufende Projekt ist langfristig geplant und die vorliegenden Tests werden in den kommenden Jahren weiter entwickelt und optimiert. Aktuell beinhaltet LEVUMI drei Lernverlaufstests zur Leseflüssigkeit. Weitere Lernverlaufstestreihen im Bereich Lesen, Rechtschreiben und Mathematik sind geplant.

Projektantrag beim BMBF 05/2016 eingereicht

"Professionalisierung der inklusiven Lehrkräfte im Bereich Lesen mit Lernverlaufsmonitoring LEVUMI"

Das damit verbundene Forschungsverbundprojekt qualifiziert Regelschullehrkräfte und Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen in inklusiven Schulen dahingehend, Lernverlaufsdiagnostik zu verstehen und anzuwenden, Leistungsentwicklungen von Schülerinnen und Schülern zu interpretieren und für didaktisch-methodische Entscheidungen im Bereich Lesen im Unterricht zu nutzen. Die Lernverlaufsmessung wird mit der selbst konstruierten freien Onlineplattform LEVUMI und selbstkonstruierten Tests durchgeführt, welche die Lehrkräfte auch nach dem Projekt weiter nutzen dürfen.

Ziel der Interventionsstudien ist es, die Lehrkräfte in der Lernverlaufsdiagnostik fortzubilden und die Onlineplattform LEVUMI basierend auf den Evaluationen, Erfahrungen und dem Feedback der Lehrkräfte weiter zu entwickeln. Leitende Fragestellung des Projektes ist es, wie eine wirksame Lehrerfortbildung für den Bereich Lernverlaufsmessung mit der Onlineplattform LEVUMI gestaltet werden muss und wie die Lehrkräfte die Lernverlaufsmessung im Unterricht als datenbasierte Grundlage für didaktisch methodische Entscheidungen und Förderung umsetzen.

Damit geplantes Promotionsvorhaben in der Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung:

An der Europa-Universität Flensburg soll sich das Promotionsvorhaben auf die Entwicklung und Überprüfung einer Handreichung für Förderentscheidungen im Bereich Lesen in der Grundschule auf der Grundlage der über LEVUMI angebotenen Testverfahren beziehen. Diese werden vor dem Hintergrund des Expertenwissens der Lehrkräfte aus den Schulen und dem wissenschaftlich theoretischen Kenntnissen erarbeitet. Für die Fortbildungen soll ein Fortbildungshandbuch entwickelt werden. In die Promotion soll die Konzeption einer Handreichung für Fördermaßnahmen und darauf bezogene Fortbildungseinheiten eingehen.


Link LEVUMI

„Sustainability in textile practice: Intercultural dialogue with symbols in contemporary design“

Partnerschaft-Projekt mit der Abteilung Textil und Mode, Institut für Ästhetische-Kulturelle Bildung:

"Sustainability in textile practice: Intercultural dialogue with symbols in contemporary design" ist ein vom DAAD gefördertes Projektvorhaben mit mehreren Projektstationen. Teilnehmende Partner sind das Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung: Textil + Mode und die Professur für Wirtschaftswissenschaften und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg sowie das ‚Fashion and Textile Design’ Department der Mimar Sinan Fine Arts Universität Istanbul.

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung: Textil + Mode wird von der Abteilung Inklusion und pädagogische Entwicklungsförderung die Zusammenarbeit der Studierendengruppen aus unterschiedlichen Kulturkreisen beobachtet und analysiert. Insbesondere für eine 2. intensive gemeinsame Arbeitsphase der drei Studierendengruppen aus der Türkei, Usbekistan und Deutschland wurde ein Fragebogen zur interkulturellen Kommunikation entwickelt, Es wird u. a. der Frage nachgegangen, inwieweit kulturelle Diversität die Kreativität in der Produktentwicklung beeinflusst und fördert.

Link hier zu: http://www.sustainability-in-textile-practice.de/?page_id=6

„Kulturdialog mit der islamischen Welt - wirtschaftsethische Aspekte einer nachhaltigen Textilindustrie“ in den Ländern Usbekistan, Jordanien und Deutschland

Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Dresden, Projektleitung Frau Prof. Dr. Irina Hundt und Prof. Dr. René Thamm

Gelingt es mit dem Thema Wirtschaftsethik am Beispiel der Textilindustrie unterschiedliche Kulturen in den Dialog zu bringen, Barrieren zu erkennen, zu überwinden und Zugänglichkeit zu anderen Kulturen zu ermöglichen?

Diese Fragestellung ist leitend für die wissenschaftliche Begleitung des durch den DAAD geförderten Projektes. Mit einer prozessbegleitenden Fragebogenerhebung werden Einschätzungen von teilnehmenden Studierenden und Dozenten aus den drei Ländern zu den Themen Wirtschaftsethik, Textil und interkultureller Dialog erhoben. Es wird davon ausgegangen, dass sich trotz sprachlicher Barrieren die Kenntnisse und Kompetenzen der Teilnehmenden in den genannten Bereichen über die Projektzeit verändern und sich Einblicke in die jeweils anderen Kulturen erweitern und so kultureller Dialog gefördert wird. Die vielfältigen Begegnungen in Workshops, die Besuche zu kulturell bedeutsamen Stätten und informelle Begegnungen in den jeweiligen Ländern ermöglichen Verständnis und Wertschätzung für die andere Kultur, Voraussetzungen, um kulturellen Dialog zu zugestalten.

 

Wissenschaftliche Begleitung des kulturellen Dialogs: Prof. Dr. Kirsten Diehl

Nähere Informationen erhalten Sie unter dem Link:

https://www.htw-dresden.de/news-2018/article/wirtschaftsethik-und-nachhaltige-produktion-in-jordanien.html   und

http://www.uni-flensburg.de/textil-und-mode/projekteinternationales/daad-projekte/