Aktuelles

Das Maritime Cluster Norddeutschland zwischen »local buzz« und »global pipelines«

EUF-Lehrveranstaltung im Herbstsemester 2017

An der Professur für Strategisches und Internationales Management findet im aktuellen Herbstsemester 2017 ein forschungsorientiertes Seminar zum Wissenstransfer in regionalen Unternehmensclustern statt. Unternehmerische Wettbewerbsvorteile entstehen heute oft aus der Einbettung von Akteuren aus einem Branchenkontext in regionale Netzwerke. Kooperation und Wettbewerb machen diese sogenannten Cluster gleichermaßen aus.

Die International Management Studierenden der EUF bearbeiten in diesem Herbstsemester unter Anleitung von Prof. Dr. Susanne Royer und Maike Simon, M.Sc., unterschiedliche Themenstellungen. Ein Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft findet durch die Auseinandersetzung mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN) statt.

Zum wiederholten Mal wird in Kooperation mit der Geschäftsstelle Schleswig-Holstein des Maritimen Clusters Norddeutschland ein Seminar am Internationalen Institut für Management und ökonomische Bildung (IIM) durchgeführt. Die Teilnehmer*innen erarbeiteten sich fundierte begriffliche und theoretische Fundamente und nutzen diese für eine systematische Befassung mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland. Dazu besuchten sie die Messe »Meerkontakte« in Kiel und führten Interviews mit dem Clustermanagement sowie in vielen Mitgliedsunternehmen des Maritimen Clusters Norddeutschland wie zum Beispiel z.B. der Heitec AG, der Mecklenburger Metallguss GmbH und der TX Marine Messesysteme GmbH.

Zunehmend wird der Zugang zu Netzwerken für Unternehmen zu einem ebenso bedeutenden Wettbewerbsfaktor wie die firmeneigenen strategischen Ressourcen. Besser zu verstehen, wie Unternehmen kooperieren und Netzwerkressourcen ausnutzen und gemeinsam erschaffen, ist entsprechend ein bedeutendes Thema für Wissenschaft und Wirtschaft. Netzwerke bzw. der Zugang zu deren Ressourcen machen es zunehmend für kleinere Unternehmen möglich, die Vorteile großer Wettbewerber durch Kooperation auszugleichen. Ein anschauliches Beispiel aus dem Maritimen Cluster Norddeutschland dazu ist der Service Point Kiel Canal (http://www.spkc.eu/de/startseite/), einem Netzwerk zur Förderung maritimer Dienstleistungen entlang des Nord-Ostsee-Kanals. Idee ist, dass Schiffe auf der Fahrt durch den Kanal unterschiedlichste Servicedienstleistungen wie Wartungs-, Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten rund um die Uhr (also 24/7) in Anspruch nehmen können.

Ergebnisse aus der Befassung mit ihren Themen präsentierten die EUF-Studierenden in einem interaktiven Format u.a. dem Geschäftsstellenleiter der schleswig-holsteinischen Geschäftsstelle des Maritimen Clusters Norddeutschland, Heino Schadwald, und dem Leiter der Clusteragentur Schleswig-Holstein, Dr. Ulrich Hausner. Beide Seiten freuten sich über den aktiven Austausch und die Möglichkeit voneinander zu lernen.