Talentdiagnostik im Handball
Beschreibung
"Das Talent zeigt sich im Spiel" - eine anerkannte Trainermeinung im Bereich der Sportspiele, beispielsweise im Handball. Folgerichtig wird bei der Auswahl von Spielern für die Kader der Jugendnationalmannschaften der Schwerpunkt auf die reale Spielleistung gelegt. Die qualitative Spielbeobachtung und deren Ergebnisse sind meist das einzige Beurteilungskriterium. Die taktischen Kompetenzen werden damit im Gegensatz zur motorischen Leistungsfähigkeit, die anhand verschiedener Testbatterien quantitativ ausgewertet wird, in der Regel mittels einer qualitativ-subjektiven Spielbeobachtung beurteilt. Es gelingt im Bereich der taktischen Kompetenzen nicht, die üblichen Differenzierungen taktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten (Hohmann, Lames & Letzelter, 2003) in die Entscheidung mit einzubeziehen. Dabei verweist die sportwissenschaftliche Literatur auf den Stellenwert der taktischen Kompetenzen für die Leistung im Sportspiel und bezeichnet sie als wichtige leistungsbeeinflussende und -bedingende Faktoren (Memmert & Roth, 2003). Das Ziel des Projekts (IIA1-071008/08-09) ist ein diagnostisches Verfahren für taktische Kompetenzen zu entwickeln, welches, wie von Beckmann und Kellmann (2008) gefordert, auf einer wissenschaftstheoretischen Grundlage basiert und Erfahrungen aus Praxis in den Entwicklungsprozess des Messsystems integriert.
Ansprechpartner
Klaus Gärtner und Dr. phil. Nele Schlapkohl
Anschrift: Auf dem Campus 1
24937 Flensburg
Telefon: +49 461 805 2709
Fax: +49 461 805 2571
E-Mail: schlapkohl(at)uni-flensburg.de
Raum: CH 011/8b



