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Universität Flensburg
Friesisches Seminar

Friesisches Seminar

Aktuelles

Das Nordfriisk Instituut bietet in den kommenden Monaten folgende Vorträge im Rahmen des Nordfriesischen Sommer-Instituts 2013 an:


Mittwoch, 19. Juni 2013, 19.30 Uhr:

Dr. Wolfgang Rüther, Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum Molfsee:

Nordfriesland im Freilichtmuseum Molfsee
Zeugnisse der Menschen und ihrer Häuser am Meer


Gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Baupflege

 

Mittwoch, 3. Juli 2013, 19.30 Uhr:

Dr. Uwe Carstens, Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft, Kiel:

Gemeinschaft, Gesellschaft und der Geist der Neuzeit
Der Soziologe Ferdinand Tönnies aus Oldenswort


 

Mittwoch, 17. Juli 2013, 19.30 Uhr:

Hartmut Schiller, Akademie am Meer, Klappholttal:

Sylt und seine Bewohner
Eine Insel im Wandel der Jahrhunderte


 

Mittwoch, 31. Juli 2013, 19.30 Uhr:

Prof. Dr. Karen Moloney, Weber State University, Ogden, Utah:

Vom Finden meines friesischen Selbst
Finding My Frisian Self on the Ferry to Alt-Nordstrand.
Eine Amerikanerin auf Spurensuche in Nordfriesland


 

Mittwoch, 14. August 2013, 19.30 Uhr:

Dr. Claas Riecken, Rausdorf (Holstein):

Nur bei uns ? Nie im Fernsehen!
Friesisch im Film


 

Mittwoch, 28. August 2013, 19.30 Uhr:

Dr. Uwe Haupenthal,  NordseeMuseum Nissenhaus, Husum:

Zwischen Tradition und Aufbruch
Nordfriesische Maler und die Moderne 1870?1930

 

Veranstaltungsort ist jeweils das Nordfriisk Instituut, Süderstr. 30, 25821 Bräist/Bredstedt

Friesisch - Was ist das eigentlich?

Friesisch bezeichnet eine westgermanische Sprachgruppe, die an der südlichen Nordseeküste verbreitet ist. Friesisch ist eine nordseegermanischen Sprache und dadurch mit dem Niederdeutschen und besonders mit dem Englischen eng verwandt. Das Friesische teilt sich auf in drei Sprachzweige:

  • Westfriesisch (Eigenbezeichnung: Westerlauwersk Frysk), das von ca. 400.000 Menschen in der niederländischen Provinz Fryslân (Friesland) gesprochen wird und dort auch Amtssprache ist.
  • Ostfriesisch, von dem nur noch ein kleiner Rest im Saterland (Niedersachsen) mit etwa 2000 Sprechern erhalten ist. (Verwechselungsgefahr besteht mit dem plattdeutschen Dialekt in Ostfriesland, der ebenfalls "Ostfriesisch" genannt wird. Dieser weist zwar friesische Einflüsse auf, ist aber eindeutig niederdeutsch.)
  • Nordfriesisch in Schleswig Holstein mit ca. 10.000 Sprechern.

Wo wird Nordfriesisch gesprochen?

Nordfriesisch wird heute von ca. 10.000 Menschen an der Westküste Schleswig-Holsteins im Gebiet nördlich von Bredstedt bis zur dänischen Grenze, auf den Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Helgoland und auf den Halligen gesprochen. Es gehört zu den kleinsten Minderheitensprachen Europas. Sein Schutz und seine Förderung sind verankert in der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen, im Artikel 5 der schleswig-holsteinischen Landesverfassung und neuerdings auch im so genannten Friesisch-Gesetz (Gesetz zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum).

Das Nordfriesische weist eine in Europa wohl einzigartige dialektale Unterteilung auf: wir unterscheiden heute nicht weniger als neun zum Teil sehr unterschiedliche Mundarten, weitere sind bereits ausgestorben.

 

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