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Universität Flensburg
Friesisches Seminar

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Friesisch - Was ist das eigentlich?

Friesisch bezeichnet eine westgermanische Sprachgruppe, die an der südlichen Nordseeküste verbreitet ist. Friesisch ist eine nordseegermanischen Sprache und dadurch mit dem Niederdeutschen und besonders mit dem Englischen eng verwandt. Das Friesische teilt sich auf in drei Sprachzweige:

  • Westfriesisch (Eigenbezeichnung: Westerlauwersk Frysk), das von ca. 400.000 Menschen in der niederländischen Provinz Fryslân (Friesland) gesprochen wird und dort auch Amtssprache ist.
  • Ostfriesische, von dem nur noch ein kleiner Rest im Saterland (Niedersachsen) mit etwa 2000 Sprechern erhalten ist. (Verwechselungsgefahr besteht mit dem plattdeutschen Dialekt in Ostfriesland, der ebenfalls "Ostfriesisch" genannt wird. Dieser weist zwar friesische Einflüsse auf, ist aber eindeutig niederdeutsch.)
  • Nordfriesische in Schleswig Holstein mit ca. 10.000 Sprechern.

Wo wird Nordfriesisch gesprochen?

Nordfriesisch wird von ca. 10.000 Menschen an der Westküste Schleswig-Holsteins im Gebiet nördlich von Bredstedt bis zur dänischen Grenze, auf den Inseln Sylt, Föhr, Amrum, Helgoland und auf den Halligen gesprochen. Es gehört zu den kleinsten Minderheitensprachen Europas. Sein Schutz und seine Förderung sind verankert in der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen, im Artikel 5 der schleswig-holsteinischen Landesverfassung und neuerdings auch im so genannten Friesisch-Gesetz (Gesetz zur Förderung des Friesischen im öffentlichen Raum).

Das Nordfriesische weist eine in Europa wohl einzigartige dialektale Unterteilung auf: wir unterscheiden nicht weniger als neun zum Teil sehr unterschiedliche Mundarten.

 

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