Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung

Der Arbeitsbereich Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheits- und Jugendforschung an der Europa-Universität Flensburg geht sozialisations- und erziehungstheoretischen Fragen nach. Die Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen insbesondere im Bereich einer bildungssystembezogenen Kindheits- und Jugendforschung. Grundlegend ist dabei eine Verbindung sozialisations- und professionstheoretischer Fragestellungen. Den Fragen nach der je eigenen Logik familialer, schulischer und außerschulischer Sozialisation und den spezifischen Bedingungen pädagogischer Professionalität wird systematisch in fallrekonstruktiven und kulturvergleichenden Studien nachgegangen. Auf der Basis eines strukturtheoretischen Ansatzes werden dabei methodisch ein objektiv-hermeneutisches und ein ethnographisches Vorgehen miteinander verbunden.

Der Einheit von Forschung und Lehre wird durch einen forschungsorientierten, fallrekonstruktiven Ansatz Rechnung getragen. Insbesondere durch ein kontinuierliches Angebot von Seminaren im Lehrforschungsformat werden die Studierenden mit forschungspraktischen und forschungslogischen Fragen vertraut gemacht.

Im Kontext der Lehramtsausbildung ist der Fallbezug der Lehre von besonderer Bedeutung. Dieser verspricht unter hochschuldidaktischer Perspektive eine praxisbezogene und praxisrelevante Ausbildung, die zugleich einem wissenschaftlichen Anspruch gerecht wird.  Die kasuistische Ausrichtung der Lehrveranstaltungen im Rahmen der Lehrerbildung folgt insofern dem Anspruch eines forschungsbasierten Praxisbezugs.