Kulturwissenschaft am Seminar für Anglistik und Amerikanistik der Europa-Universität Flensburg

Die Kulturwissenschaft - oder vielmehr die Cultural Studies - untersuchen, wie Bedeutung in unterschiedlichen Gesellschaften erzeugt wird. Inzwischen lässt sich das Feld als eine transdisziplinäre Forschungsrichtung beschreiben, die sich in eine Vielzahl regionaler Varianten differenziert hat, darunter z.B. die deutsche Tradition der Kulturwissenschaft, die britische (marxistisch geprägte) Cultural Studies-Schule mit ihrem Fokus auf Populärkultur bis hin zur interdisziplinären Ausrichtung der American Studies, welche die Analyse nordamerikanischer Geschichte und Kulturenkombiniert. Im Englischstudium in Flensburg beginnt die Auseinandersetzung mit Cultural Studies mit einer Einführung in ausgewählte Aspekte britischer und/oder nordamerikanischer Geschichte, Gesellschaft und Politik als Grundstein für ein vertieftes Verständnis britischer und amerikanischer Kulturen. Dies kann z.B. Seminare umfassen, die sich damit beschäftigen, wie bestimmte historische Ereignisse und deren kulturelle Repräsentation die jeweilige Nationalkultur geprägt haben (z.B. die Unabhängigkeitserklärung oder ‚9/11‘ in den U.S.A. bzw. die sogenannte Glorious Revolution oder die ‚Troubles‘ in Nordirland im britischen Kontext). Im weiterführenden Studium werden dann verschiedene Konzepte von Kultur und Modelle des Kulturkontakts thematisiert (transnationale und interkulturelle Austauschprozesse sowie Prozesse des ‚Othering‘ eingeschlossen). Zudem werden Methoden des Dekodierens von Kultur und kulturellen Artefakten in deren spezifischen sozio-historischen und geopolitischen Kontexten eingeübt, insbesondere von audiovisuellen Medien wie Film und TV.