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Universität Flensburg
Institut für Germanistik

Deutsch als fremde Sprache

Deutsch als fremde Sprache (Deutsch als Zweit- [DaZ] und Fremdsprache [DaF])

Um in der deutschen Gesellschaft leben zu können, muss man Deutsch sehr gut beherrschen. Im Inland ist Deutsch für Zuwanderer darum eine Alternativsprache zur Erstsprache. Im Ausland wird Deutsch als Fremdsprache gelernt. Eine Fremdsprache hat die Funktion einer Hilfssprache.

Wer sich mit dem Bereich Deutsch als fremde Sprache intensiver auseinandersetzen möchte, sollte sich unbedingt Grundkenntnisse in einer der großen Herkunftssprachen (Polnisch, Russisch oder Türkisch) aneignen. Zudem sollten Studierende mit dem Studienabschluss auch über einen längeren (mindestens vierwöchigen) Auslandsaufenthalt in einem der Herkunftsländer (z. B. Türkei, Polen, Russland) verfügen. Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrungen können bei Bewerbungen von großer Bedeutung sein. Studierende sollten sich deshalb bereits zu Studienbeginn über entsprechende Möglichkeiten informieren.

Fachvertreter für den Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (bzw. Deutsch als fremde Sprache) an der Universität Flensburg ist Prof. Dr. Ernst Apeltauer. Lehrveranstaltungen werden von ihm und seiner Mitarbeiterin (der Lehrkraft für besondere Aufgaben Dr. Ellen Schulte-Bunert) sowie von den Lehrbeauftragten (Olga Bichel und Dr. Anastasia Şenyıldız) durchgeführt.

Schwerpunkte der Ausbildung liegen während der BA-Ausbildung in den Bereichen Bilingualismus und Mehrsprachigkeit, Migration und Mehrsprachigkeit sowie Lernersprach- und Literalitätsentwicklung (einschließlich Lautsysteme kontrastiv, Zweitschriftspracherwerb, Wortschatz- und Bedeutungsentwicklung - kontrastiv, Syntax und Morphologie - kontrastiv, Einsatzmöglichkeiten literarischer Texte). Außerdem werden Veranstaltungen zur Fachsprachenvermittlung (Leseverstehen von Fachtexten, Verständlichkeitsforschung und Schreiben) angeboten. Vor Ort gibt es zudem die Möglichkeit, in DaZ-Zentren und in Deutschkursen für ausländische Studierende zu hospitieren oder mitzuarbeiten.

Im Verlaufe der MA-Ausbildung erhalten die Studierenden einen Einblick in Sprachtypologie und sprachliche Universalien sowie in Diagnose- und Fördermöglichkeiten. Den Abschluss der Ausbildung bilden Veranstaltungen zur Mehrsprachigkeitsforschung und Mehrsprachigkeitsdidaktik. Ziel ist es, die Studierenden mit auf dem Markt befindlichen didaktischen Ideen, Methoden, Verfahren und Materialien bekannt zu machen und diese vor dem Hintergrund neuerer Ergebnisse der Zweit- und Drittspracherwerbsforschung sowie der Sprachlehrforschung zu analysieren und bezüglich ihrer Brauchbarkeit bzw. Un-brauchbarkeit zu gewichten.

Im Wiederaufbau befindet sich gegenwärtig ein Netzwerk für Auslandskontakte (Türkei, Polen, Korea), das ab WS 2010/2011 wieder genutzt werden kann. Interessierte DaZ/DaF-Studierende werden dann in einem der Länder ein Auslandssemester oder Auslandspraktika absolvieren können und sich an grenzüberschreitenden studentischen (Forschungs-) Projekten beteiligen können.

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