Forschung
- „Divergierender bilingualer Sprachgebrauch bei Jugendlichen“.
DFG-Projekt 01.01.2004 - 31.12.2006 - Literarische und kulturelle Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und Skandinavien.
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DFG-Projekt: "Mehrsprachigkeit im Spannungsfeld zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit"
Fachgebiet und Arbeitsrichtung
Linguistik: Stichwörter: Mehrsprachigkeit und Sprachkontaktforschung. Bilingualismus mit Biliteralität: Mündliche und schriftliche Sprachvarietäten Dänisch und Deutsch unter Einbeziehung mündlicher und schriftlicher Kontaktvarietäten des Deutschen und Dänischen im deutsch-dänischen Grenzraum.
Zusammenfassung
In bisher analysierten mündlichen bi- und trilingualen Daten von Jugendlichen haben wir feststellen können, dass lexikalischer Transfer (Kodewechsel, Lehnübersetzungen) häufig mit einem Transfer von morpho-syntaktischen Konstruktionen einhergeht. Es findet eine Parallelführung und gegenseitige Angleichung der gesprochenen Varietäten statt, die aber je nach Gesprächskontext, -partner und pragmatischen Intentionen mehr oder weniger ausgeprägt ausfallen kann: Je größer die Intention zu und/oder Forderung nach funktionaler Trennung der Sprachen ist, desto weniger verwenden die Informanten unmittelbar wahrnehmbare Sprachkontaktphänomene wie z. B. Kodewechsel. Konstant bzw. tendenziell zunehmend bei intendiertem monolingualem Modus sind dagegen verdeckte Sprachkontaktphänomene wie morphosyntaktische Konvergenzen und 'borrowings'. In dem geplanten Projekt möchten wir untersuchen, ob und inwiefern schriftliche Varietäten die mündlichen Kontaktvarietäten widerspiegeln. Unsere bisherigen Studien zu bilingualen und biliteralen Schülern (die ihre L2 als Schulsprache haben) zeigen, dass die schriftsprachlichen Fertigkeiten in der Schulsprache gleichwertig oder höher als in der L1 sind. Unsere Hypothese ist, dass es erforderlich ist, eine mediale Unterscheidung zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit vorzunehmen, da (mindestens) zwei Sprachvarietäten bei diesen Jugendlichen sowohl mündlich als auch schriftlich vorhanden sind. Wir möchten untersuchen, wie diese Sprachvarietäten (mündlich – schriftlich) miteinander interagieren: Welche Sprachkontaktphänomene finden wir in mündlichen und schriftlichen Korpora und welche Konstruktionen werden von der einen in die andere mediale und/oder sprachliche Varietät übernommen? Die theoretische Zielsetzung ist es, die Analyse der Konvergenzen in verwandten Sprachvarietäten unter relativ stabilen sprachlichen Bedingungen weiter zu verfolgen.
Projektleitung:
Prof. Dr. Elin Fredsted
Mitarbeiter:
Sara Losch
Janne Rösler
Dr. Astrid Westergaard
Wiss. Hilfskraft:
Tim Schiemann
Projektdauer: 01.11.2009-31.10.2012
Das Projekt wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert.

