Chemie-Exkursion

Elektronenspeicherring, Kupfer-Elektrolyse und Tonerden – spannende Chemie-Exkursionen!

In diesem Semester waren die Chemie-Studierenden des 6. Semester gleich bei drei spannenden Exkursionen: Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), Aurubis/ Deutsches Zusatzstoffmuseum und Sasol.

Beim DESY erhielten die Studierenden einen sehr interessanten Einblick in die Forschungsarbeiten der unterschiedlichen Teilchenbeschleuniger. Nach einem sehr informativen und anschaulichen Vortrag zur Arbeit am DESY ging es mit einer Führung über das Gelände weiter, bei der sogar ein alter, stillgelegter Teilchenbeschleuniger von nahem bewundert werden konnte.

 

Aurubis AG

Am zweiten Exkursionstag ging es zunächst zu einer Werksführung von Aurubis in Hamburg, einem der weltgrößten Kupferproduzenten. Die Führung startete auch hier mit einem Vortrag um die börsennotierte AG Aurubis, um einen Einblick die Unternehmensstruktur und -philosophie zu bekommen. Die anschließende Führung über das Werksgelände und zu den einzelnen Produktionsstätten war natürlich für unsere chemiebegeisterten Studierenden viel interessanter! Besonders beeindruckend waren die großen und vielen Elektrolysebäder zur Herstellung der Kupferplatten, da die Studierenden diese nur aus Versuchen nach Labormaßstäben kannten. Der Abschluss des Exkursionstages bildete eine sehr informative und interessant gestaltete Führung im Deutschen Zusatzstoffemuseum, wonach der ein oder andere Studierende nun doch einen anderen Blick auf die Fertig-Nahrungsmittel werfen wird.

Sasol

An unserem letzten Exkursionstag besuchten wir Sasol in Brunsbüttel, ein Unternehmen der Erdöl- und chemischen Industrie. Zunächst wurde an diesem Tag den Lehramtsstudierenden ein Kinderlabor als außerschulischer Lernort praktisch präsentiert, dass unter anderem von Sasol betrieben wird. Bei der anschließenden Werksführung durch die Labore sowie Produktions- und Fertigungsanlagen konnten wir einen guten Einblick die aufwendige Verarbeitung und Fertigung von Erdölprodukten erlangen. Diese Führung war für die Studierenden unvergesslich, da diese von vielen engagierten MitarbeiterINNEN von Sasol sehr informativ und mit viel Herzblut gestaltet wurde!

Alle drei Exkursionstage brachten sehr gute Einblicke in die chemische Industrie und Forschung, aber auch unheimlich viel Spaß! Daher bedanken wir uns an dieser Stelle beim DESY, bei der Aurubis AG, dem Deutschen Zusatzstoffemuseum sowie Sasol für ihre beeindruckenden Führungen!

Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder.

Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby 2018

Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby 2018

Mit großer Begeisterung der Teilnehmenden führten die Mitarbeitenden der Abteilung Chemie und ihre Didaktik am 27. März die alljährliche Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby durch. Dieses Jahr wurde auf Wunsch der Teilnehmenden die Fortbildung unter dem großen Thema "Mögliche Einsätze" durchgeführt. Mehrere Experimente und Versuchsinhalte wurden speziell von den Teilnehmenden gewünscht, wie z.B. einem Versuch zum "Boil-Over". In diesem Versuch wird gezeigt, dass Wasser als Löschmittel nicht immer geeignet ist: eine brennende Substanz mit einer geringen Dichte wird durch eingeleitetes Wasser aus einer Schale verdrängt und brennt außerhalb dieser weiter. Es folgten zudem Versuche zu Haushaltschemikalien, von denen nicht unbedingt vermutet wird, dass hiervon Gefahren ausgehen können. So kann beispielsweise beim zusammengeben von Chlorreiniger und Essigessenz Chlorgas entstehen. Bei entsprechenden Mengen und Konzentrationen kann dieses dann für den Menschen gefährlich werden. Weiterhin wurde eine Station zu Explosionen angeboten, die jährlich mit großer Begeisterung aufgenommen wird. Hier wurde u.a. die Explosion von Wasserstoff in einer Dose demonstriert.

Für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby und die Mitarbeitenden der Abteilung Chemie und ihre Didaktik war es eine interessante und gelungene Fortbildung. Alle Beteiligten freuen sich auf bereits auf die nächste Fortbildung im Jahr 2019.

Die Bilder wurden freundlicherweise von Mario Quade zur Verfügung gestellt.

"Boil-Over"

Vortrag von Dr. Stefanie Schwedler

„Das sind mir zu viele griechische Buchstaben!“

Was Studienanfänger der Chemie überfordert und wie die Fachdidaktik helfen kann

Zu diesem Thema hielt Frau Dr. Stefanie Schwedler von der Universität Bielefeld am Dienstag (20.03.2018) in der Abteilung für Chemie und ihre Didaktik einen eindrucksvollen Vortrag. Bedingt durch steigende Abbruchquoten im Übergang vom sekundären zum universitären Bildungsbereich hat Frau Schwedler ein Konzept entwickelt, welches die Überforderung von Studierenden beim Studieninhalt der physikalischen Chemie mindern soll. Dieses Konzept ist aus webbasierten BIRC-Lerneinheiten (Bridging Imagination and Representation in Chemistry) aufgebaut, welches das häusliche Selbstlernen von Studierenden unterstützen und erleichtern soll. In ihren Vortrag stellte Frau Schwedler einige dieser BIRC-Lerneinheiten vor und zeigte zudem erste, relevante Ergebnisse zu einer Studie zu diesen Lerneinheiten auf.

Lehrerfortbildung

Lehrerfortbildungen 2018

Zum Thema "Redox-Flow-Batterien als Gegenstand des Chemieunterrichts" fanden am 20.02.2018 in Neumünster und am 22.02.2018 in Husum Lehrerfortbildungen statt. Beide Fortbildungen wurden mit großem Interesse wahrgenommen. Nach einem Einführungsvortrag war viel Gelegenheit gegeben, elektrochemisch anspruchsvolle Experimente zu Themen der Energiewende an Stationen zu erproben. So wurden von den teilnehmenden Lehrkräften mit großer Begeisterung an einer Station organische Batterien mit Hilfe von Alltagsmaterialien (z. B. Rotwein, Kaffee und grüner Tee) betrieben und an weiteren Stationen Experimente zu Wasserstoff-Brennstoffzelle und zum Lithiumionen-Akku erprobt. Die Fortbildungen wurden unterstützt durch die Förderung des Lehrerfortbildungszentrums Rostock der GDCh. Außerdem gilt ein Dank der Hermann-Tast Schule in Husum und der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld in Neumünster für die sehr gute Betreuung der Fortbildungen vor Ort.

GDCh-Kolloquium Osnabrück

GDCh-Kolloquium Osnabrück

Im Wintersemester 2017/2018 des GDCh-Kolloquiums des Ortsverbandes Osnabrück hielten Dr. Dominique Rosenberg und Prof. Dr. Maike Busker von der Europa Universität Flensburg einen anschaulichen Experimentalvortrag zum Thema "Redox-Flow-Batterien als Gegenstand des Chemieunterrichts".
Im Vortrag wurden Möglichkeiten, Redox-Flow-Batterien im Chemieunterricht experimentell zu erschließen, vorgestellt. Dabei standen neben Modellversuchen, mit denen das Prinzip von Flow-Zellen für Schülerinnen und Schüler veranschaulicht werden kann, verschiedene interessante organische Substanzen im Fokus, die in Alltagsprodukten (z.B. Rotwein, Kaffee und grüner Tee) enthalten sind und mit denen organische Batterien betrieben werden können.

InnoTruck

Redox-Flow-Batterie und Rasterelektronenmikroskop: Neues Workshop-Angebot für Schulklassen im InnoTruck

Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler auf ein erweitertes Experimentierangebot im InnoTruck freuen. Mit dem Workshop zum Bau einer Redox-Flow-Batterie widmet sich die Initiative dem Megathema Energiespeicher. Und anhand der Arbeit mit dem Rasterelektronenmikroskop lernen junge Forschernaturen direkt im Ausstellungsfahrzeug, worauf es bei den Werkstoffwissenschaften ankommt. Der mobile Innovationsbotschafter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist deutschlandweit unterwegs. Terminanfragen für einen kostenfreien Tour-Stopp können online eingereicht werden.

Heroldsberg – Für die Energiewende und den damit verbundenen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen werden geeignete Speichertechniken immer wichtiger. Denn auch wenn der Wind nicht weht oder keine Sonne scheint, soll die Stromversorgung sichergestellt sein. Als besonders aussichtsreiche Technologie gelten vor diesem Hintergrund Redox-Flow-Batterien, die Strom besonders effizient speichern und möglicherweise auch für die Zukunft der Elektromobilität bedeutsam sind. Im InnoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) können nun angemeldete Schulklassen bei Experimentierworkshops eigene Redox-Flow-Zellen bauen und in Betrieb nehmen.
Die Versuchsanordnung nutzt Elektrolytlösungen mit den ungefährlichen Komponenten Ascorbinsäure und Eisen(III)-sulfat und wurde in Kooperation mit Dr. Dominique Rosenberg entwickelt, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Chemie und ihre Didaktik an der Universität Flensburg lehrt. Maßgeblich unterstützt wird das neue Angebot zudem durch das Unternehmen SGL Carbon, welches die speziellen Hightech-Elektroden für die Batteriezellen bereitstellt. Ziel des Workshops ist es, Jugendlichen ab der 10. Jahrgangsstufe innerhalb von 90 Minuten das Potenzial und die zugrundeliegenden chemischen Reaktionen von Redox-Flow-Zellen zu vermitteln.

Blick in den Nanokosmos

Die wissenschaftliche Arbeitsweise steht auch im zweiten neuen Workshop im Mittelpunkt. Denn mit dem kompakten Tabletop-Rasterelektronenmikroskop, das von Hitachi High-Technologies Europe in Kooperation mit der Bruker Nano GmbH als Leihgabe für die InnoTruck-Tour zur Verfügung gestellt wurde, werden Schülerinnen und Schüler Materialproben wie im Labor untersuchen können. Dabei lernen sie zunächst in der Theorie die physikalischen Grundlagen und Möglichkeiten der Elektronenmikroskopie und anderer bildgebender Verfahren für Auflösungen im Mikro- und Nanometerbereich. Das Highlight des ebenfalls 90-minütigen Workshops ist anschließend das eigenständige Experimentieren mit dem Mikroskop unter Anleitung der wissenschaftlichen Projektbegleiter. Den Schulklassen stehen vorbereitete organische und anorganische Proben zur Verfügung. Wer zudem wissen will, wie die Oberflächen ganz gewöhnlicher Gegenstände wie Münzen und Haare aussehen oder wer einmal auf die winzigen Strukturen von Insektenflügeln oder Computerchips blicken will, kann auch eigene Materialien mitbringen. Mit Hilfe des integrierten Spezial-Detektors von Bruker ist es zudem möglich, über das EDX-Verfahren (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) die Elementarzusammensetzung der Probenoberfläche zu untersuchen. Das Mikroskopie-Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse.

InnoTruck weckt Interesse an Innovationen und Technikberufen

Beide Workshops sollen wie das gesamte Veranstaltungsangebot im InnoTruck anhand aktueller Forschungsgebiete und mit abwechslungsreichen Mitmachangeboten den Spaß an der Technik und den Naturwissenschaften wecken. Auf diese Weise vermittelt die BMBF-Initiative insbesondere Jugendlichen, worauf es in technischen Berufen ankommt, wie Ingenieure oder Forscher denken und welche Ausbildungs- und Studienwege interessante Perspektiven für die persönliche Karriereplanung versprechen.   Interessierte Schulen, Bildungseinrichtungen oder Kommunen können den InnoTruck mit dem neuen Veranstaltungsprogramm für einen zwei- bis dreitägigen Tour-Stopp kostenfrei über die Kampagnenwebsite anfragen: https://www.innotruck.de/mobile-ausstellung/innotruck-anfragen/

BMBF-Initiative InnoTruck / FLAD & FLAD Communication GmbH
Copyright: BMBF-Initiative InnoTruck / FLAD & FLAD Communication GmbH
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