InnoTruck

Redox-Flow-Batterie und Rasterelektronenmikroskop: Neues Workshop-Angebot für Schulklassen im InnoTruck

Ab sofort können sich Schülerinnen und Schüler auf ein erweitertes Experimentierangebot im InnoTruck freuen. Mit dem Workshop zum Bau einer Redox-Flow-Batterie widmet sich die Initiative dem Megathema Energiespeicher. Und anhand der Arbeit mit dem Rasterelektronenmikroskop lernen junge Forschernaturen direkt im Ausstellungsfahrzeug, worauf es bei den Werkstoffwissenschaften ankommt. Der mobile Innovationsbotschafter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist deutschlandweit unterwegs. Terminanfragen für einen kostenfreien Tour-Stopp können online eingereicht werden.

Heroldsberg – Für die Energiewende und den damit verbundenen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen werden geeignete Speichertechniken immer wichtiger. Denn auch wenn der Wind nicht weht oder keine Sonne scheint, soll die Stromversorgung sichergestellt sein. Als besonders aussichtsreiche Technologie gelten vor diesem Hintergrund Redox-Flow-Batterien, die Strom besonders effizient speichern und möglicherweise auch für die Zukunft der Elektromobilität bedeutsam sind. Im InnoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) können nun angemeldete Schulklassen bei Experimentierworkshops eigene Redox-Flow-Zellen bauen und in Betrieb nehmen.
Die Versuchsanordnung nutzt Elektrolytlösungen mit den ungefährlichen Komponenten Ascorbinsäure und Eisen(III)-sulfat und wurde in Kooperation mit Dr. Dominique Rosenberg entwickelt, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Chemie und ihre Didaktik an der Universität Flensburg lehrt. Maßgeblich unterstützt wird das neue Angebot zudem durch das Unternehmen SGL Carbon, welches die speziellen Hightech-Elektroden für die Batteriezellen bereitstellt. Ziel des Workshops ist es, Jugendlichen ab der 10. Jahrgangsstufe innerhalb von 90 Minuten das Potenzial und die zugrundeliegenden chemischen Reaktionen von Redox-Flow-Zellen zu vermitteln.

Blick in den Nanokosmos

Die wissenschaftliche Arbeitsweise steht auch im zweiten neuen Workshop im Mittelpunkt. Denn mit dem kompakten Tabletop-Rasterelektronenmikroskop, das von Hitachi High-Technologies Europe in Kooperation mit der Bruker Nano GmbH als Leihgabe für die InnoTruck-Tour zur Verfügung gestellt wurde, werden Schülerinnen und Schüler Materialproben wie im Labor untersuchen können. Dabei lernen sie zunächst in der Theorie die physikalischen Grundlagen und Möglichkeiten der Elektronenmikroskopie und anderer bildgebender Verfahren für Auflösungen im Mikro- und Nanometerbereich. Das Highlight des ebenfalls 90-minütigen Workshops ist anschließend das eigenständige Experimentieren mit dem Mikroskop unter Anleitung der wissenschaftlichen Projektbegleiter. Den Schulklassen stehen vorbereitete organische und anorganische Proben zur Verfügung. Wer zudem wissen will, wie die Oberflächen ganz gewöhnlicher Gegenstände wie Münzen und Haare aussehen oder wer einmal auf die winzigen Strukturen von Insektenflügeln oder Computerchips blicken will, kann auch eigene Materialien mitbringen. Mit Hilfe des integrierten Spezial-Detektors von Bruker ist es zudem möglich, über das EDX-Verfahren (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) die Elementarzusammensetzung der Probenoberfläche zu untersuchen. Das Mikroskopie-Angebot richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse.

InnoTruck weckt Interesse an Innovationen und Technikberufen

Beide Workshops sollen wie das gesamte Veranstaltungsangebot im InnoTruck anhand aktueller Forschungsgebiete und mit abwechslungsreichen Mitmachangeboten den Spaß an der Technik und den Naturwissenschaften wecken. Auf diese Weise vermittelt die BMBF-Initiative insbesondere Jugendlichen, worauf es in technischen Berufen ankommt, wie Ingenieure oder Forscher denken und welche Ausbildungs- und Studienwege interessante Perspektiven für die persönliche Karriereplanung versprechen.   Interessierte Schulen, Bildungseinrichtungen oder Kommunen können den InnoTruck mit dem neuen Veranstaltungsprogramm für einen zwei- bis dreitägigen Tour-Stopp kostenfrei über die Kampagnenwebsite anfragen: https://www.innotruck.de/mobile-ausstellung/innotruck-anfragen/

BMBF-Initiative InnoTruck / FLAD & FLAD Communication GmbH
Copyright: BMBF-Initiative InnoTruck / FLAD & FLAD Communication GmbH
BMBF-Initiative InnoTruck / FLAD & FLAD Communication GmbH
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64. MNU-Tagung Bremerhaven

64. Mathematisch und naturwissenschaftliche Unterrichts-Tagung in Bremerhaven

"Ein Leuchtturm an der Küste" – dies war auf den Standbannern der diesjährigen mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts-Tagung (MNU-Tagung) im Bremerhaven zu lesen. Und irgendwie trifft dieses auch sehr gut auf die 64. MNU-Tagung vom 20.-21.11.2017 zu. Die traditionelle Fortbildungstagung für Lehrkräfte der mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächer fand wie in jedem Jahr im Schulzentrum Carl von Ossietzky in Bremerhaven statt. An zwei Tagen wurde ein buntes Programm an Vorträgen und Workshop angeboten. Ebenso waren sehr viele Aussteller von Schulbuchverlagen und Lehrmittelfirmen vertreten. Auch die Abteilung Chemie und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg präsentierte einen umfangreichen Experimentalvortrag zum Thema "Energiespeicherung der Zukunft in organischen Redox-Flow-Batteries". So zeigten Dr. Dominique Rosenberg und Prof. em. Dr. Walter Jansen im Vortrag das Potential der Redox-Flow-Batteries für die Energiewende auf und stellten vor allem mit eindrucksvollen Versuchen dar, wie sich Redox-Flow-Batteries mit einfachen Materialien und Alltagschemikalien im Chemieunterricht verwirklichen lassen. In dem 45-minütigen Vortrag wurden beispielsweise die Rotwein- und Kaffeebatterie vorgestellt und die Grüne-Tee-Batterie in einer eindrucksvollen Teezeremonie demonstriert. Das Publikum würdigte den Vortrag der beiden mit einem tosenden Applaus.

 
 

ProfaLe 2017

New International Perspectives on Future Teachers´Professional Competencies

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wurde an der Universität Hamburg vom 21. bis zum 23. September 2017 die Tagung New International Perspectives on Future Teachers´ Professional Competencies ausgerichtet. Die Abteilung für Chemie und ihre Didaktik hat in zwei Postern und einem Vortrag Einblicke in drei Forschungsprojekte gegeben.

Dr. Hanne Rautenstrauch präsentierte auf dem Poster (Fach)Sprachliche Fähigkeiten von Lehramtsstudierenden des Fachs Chemie ausgewählte Befunde ihrer Dissertation. Auf dem Poster Sensibilisierung und Förderung von Sprachkompetenzen in der experimentellen Schulchemie wurden von Lars Marheinecke erste Ergebnisse aus einem Kooperationsprojekt von Dr. Christian Wittenburg (Anorganische Chemie, Universität Hamburg) und Prof. Dr. Maike Busker vorgestellt. Das Projekt wird gefördert durch das Lehrlabor Lehrerbildung der Universität Hamburg.

Aus dem Kooperationsprojekt Fach-ProSa von Prof. Dr. Monika Angela Budde (Germanistische Didaktik, Universität Vechta) und Prof. Dr. Maike Busker wurden erste Ergebnisse einer Studie zur Sprachbewusstheit von Lehramtsstudierenden in den Fächern Chemie und Deutsch in einem Vortrag präsentiert.

Herbsttagung 2017

Herbsttagung für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht 2017

Der Landesfachtag für Mathematik, Biologie, Chemie, Physik und Naturwissenschaften fand als Herbsttagung für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht am 19. September 2017 in Kiel statt. In diesem Rahmen wurde ein Workshop zum Thema Perspektiven nachhaltiger Energieversorgung – Speicherung elektrischer Energie mit neuartigen Batterien von Dr. Dominique Rosenberg, Svenja Pansegrau und Prof. Dr. Maike Busker angeboten. In einem Vortrag wurde zunächst eine kurze Einführung in die Thematik gegeben. Danach konnten an drei Stationen zahlreiche Experimente zu Redox-Flow-Batterien, organischen Batterien mit Alltagsprodukten (u.a. Rotwein und grüner Tee) sowie zum Lithium-Ionen-Akku von den teilnehmenden Lehrkräften erprobt werden. Der Workshop wurde von 28 Lehrkräften besucht, die mit großem Interesse die angebotenen Experimente diskutiert haben.

TXRF Conference 2017

17th International TXRF Conference

Die diesjährige TXRF-Tagung fand vom 19. September bis zum 22. September 2017 in der italienischen Stadt Brescia statt. Herr Sebastian Böttger stellte dort einen Vortrag (Determination of gas phase mercury) und zwei Poster vor (Determination of gas phase mercury – Experiments of saturation, determination and storage life & Determination of gas phase mercury – Evaluation of internal Standardization and external Calibration). Diese Ergebnisse sind Teil des Dissertationsvorhabens, welches von Frau Prof. Dr. Ursula E. A. Fittschen von der TU Clausthal betreut wird. Herr Sebastian Böttger wurde von dem internationalen Komitee für den besten Vortrag in der Kategorie Doktoranden/Studenten mit dem VAMAS Italia Best Oral Contribution Award ausgezeichnet.

Herr Böttger dankt dem Ausschuss für Europa und Internationales der Europa-Universität Flensburg und Frau Prof. Dr. Fittschen, die eine 3-monatige Forschungsreise an die Washington State University (Pullman, WA, USA) finanziert und möglich gemacht haben. Dort wurde ein großer Teil der vorgestellten Forschungen durchgeführt. Außerdem gilt ein großer Dank dem Ausschuss für Forschung und Wissenstransfer und der Abteilung für Chemie und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg, die die Teilnahme- und Reisekosten übernommen haben. Zuletzt dankt Herr Böttger allen Beteiligten dieser Forschung.

Impressionen von dem Vortrag, den Postern und der Preisverleihung sind unten zu finden. Dort sind ebenfalls die Poster im pdf-Format hinterlegt.

Die auf der 17th International TXRF Conference präsentierten Poster

Determination of gas...

Datum:
26.09.2017

Datei:
738 KB (PDF)

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Determination of gas...

Datum:
26.09.2017

Datei:
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GDCh-Wissenschaftsforum Chemie 2017

GDCh Wissenschaftsforum 2017 – Jahrestagung der Fachgruppe Chemieunterricht

In der Zeit vom 10.-14. September 2017 fand in Berlin das Wissenschaftsforum der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) statt, welches alle zwei Jahre ausgerichtet wird. Begleitet von einer großen Eröffnungsfeier und Festsymposien (die GDCh feiert ihren 150. Geburtstag), fand auch die Jahrestagung der Fachgruppe Chemieunterricht in der Zeit vom 12.-13. September statt. Highlights waren mehrere Experimentalvorträge, u.a. von Prof. Dr. Matthias Ducci (Karlsruhe) und Jun.-Prof. Dr. Amitabh Banerji (Köln), sowie die Plenarvorträge von Prof. David Treagust (Perth/AU) und Prof. Dr. Michael W. Tausch (Wuppertal).

Während der Fachgruppentagung war die Arbeitsgruppe der Abteilung Chemie und ihre Didaktik der Europa-Universität Flensburg mit Postern und Vorträgen zahlreich vertreten. Dominique Rosenberg stellte im Experimentalvortrag "Neue spannende Anodensysteme für den Einsatz in Redox-Flow-Batteries" weiterführende Arbeiten ihrer Dissertation vor. Bei der Durchführung der Experimente wurde sie von unserer Laborantin Anne Rebenstorff tatkräftig unterstützt. Hanne Rautenstrauch stellte wesentliche Ergebnisse ihrer Dissertation im Diskussionsvortrag "(Fach-)Sprachliche Fähigkeiten von Lehramtsstudierenden des Faches Chemie" vor.

Neben den Vorträgen waren mehrere Poster vertreten: Prof. Dr. Maike Busker stellte das Poster "Sprachbewusstheit von Lehramtsstudierenden im Fach Chemie" vor, auf dem ein Kooperationsprojekt mit Frau Prof. Dr. Monika A. Budde von der Universität Vechta präsentiert wurde. Das Poster wurde als Spitzenposter der Fachgruppe Chemieunterricht nominiert. Darüber hinaus wurde ein Poster von Lars Marheinecke (Universität Hamburg) vorgestellt. Auf diesem wurde ein Projekt zur Professionalisierung zur Sprachförderung im Lehramtsstudium präsentiert, welches von Dr. Christian Wittenburg (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Maike Busker betreut wird. Ein weiteres Poster wurde von Svenja Pansegrau zum Thema "Organischen Batterien mit dem Hennafarbstoff" vorgestellt. In der Postersession "Analytik bewegt" präsentierte Sebastian Böttger den "Nachweis von Quecksilber in der Luft mittels der TRFA". Dieses Projekt wird von der TU Clausthal von Prof. Dr. Ursula Fittschen betreut.

Untenstehend sind Bilder von der Tagung zu finden, sowie die vorgestellten Poster als pdf-Dokumente.

Die Abteilung Chemie und ihre Didaktik freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr, dann findet in der Zeit vom 13.-15. September die 35. Fortbildungs- und Vortragstagung der Fachgruppe Chemieunterricht in Karlsruhe statt!

Die auf dem Wissenschaftsforum präsentierten Poster

Sprachbewusstheit von...

Datum:
18.09.2017

Datei:
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Professionalisierung zur...

Datum:
18.09.2017

Datei:
268 KB (PDF)

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Organischen Batterien mit...

Datum:
18.09.2017

Datei:
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Nachweis von Quecksilber...

Datum:
18.09.2017

Datei:
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Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby

Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby

Mit großer Begeisterung der Teilnehmenden führten die Mitarbeiter der Abteilung Chemie und ihre Didaktik am 28. Februar eine Fortbildung für die Freiwillige Feuerwehr Jürgensby durch. Die Kooperation besteht bereits seit mehreren Jahren. Dieses Jahr wurde auf Wunsch der Teilnehmenden die Fortbildung unter dem großen Thema "Messen" durchgeführt. Allgemeine Versuche zum Thema pH-Wert, Säuren, Basen und der Neutralisation waren einer der Schwerpunkte, zu dem auch mehrere Messversuche durchgeführt wurden. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Messung schwacher radioaktiver Strahlen mit Hilfe eines Geiger-Müller-Zählrohrs. Die große Hoffnung ist selbstverständlich, dass die Freiwillige Feuerwehr das erlangte Wissen über Strahlung und entsprechendes Messen nicht anwenden muss, jedoch im Ernstfall richtig vorbereitet ist. Dritter und letzter Schwerpunkt waren Experimente rund um das Wachs – großes Highlight der Teilnehmenden war der Wachsflammenwerfer. Das Experiment der springenden Flamme brachte auch für die Mitarbeitenden neue Erkenntnisse, da dieses laut der Feuerwehr ein wunderbares Modellexperiment für den sogenannten Schornsteineffekt sein kann. Von daher kann man abschließend sagen, dass alle Seiten etwas dazu gelernt haben und wir freuen uns auf die Neuauflage im Jahr 2018!

Die Bilder wurden freundlicherweise von Mario Quade zur Verfügung gestellt!

 

253rd ACS-Tagung in San Francisco

253rd ACS-Tagung in San Francisco

In der Zeit vom 02.-06. April 2017 fand die 253rd Tagung der American Chemical Society statt. Die Europa-Universität Flensburg war durch ein Poster von Sebastian Böttger, Abteilung Chemie und ihre Didaktik, vertreten. Herr Böttger stellte sein Dissertationsthema des Nachweises von Quecksilber in der Luft mittels der Methode der TRFA (Totalreflektions-Röntgenfluoreszenzanalyse) vor. Die Forschung basiert auf seiner Masterarbeit, in der erste Voruntersuchungen in Bezug auf die Amalgamierung von selbst hergestellten Silbernanopartikeln mit Hilfe der TRFA durchgeführt wurden. Ergänzt wurde die Forschung durch den Forschungsaufenthalt an der Washington State University (wie bereits berichtet).

Das wissenschaftliche Poster war eines von über 159, allein in der Analytical Division. Herr Böttger dankt der Fachgruppe Analytik der GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) für ein internationales Tagungsstipendium in Höhe von 500 €, unserer Kooperationspartnerin Frau Prof. Dr. Ursula Fittschen für die Übernahme der Hotelkosten während der Tagung und dem Forschungsausschuss der Europa-Universität Flensburg für die finanzielle Unterstützung.

Poster zum Nachweis von Quecksilber in der Luft mittels TRFA

Nachweis von Quecksilber...

Datum:
21.04.2017

Datei:
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Chemol-Fortbildung

Chemol-Fortbildung – Heranführen von Kindern im Grundschulalter an Chemie und Naturwissenschaften

Impressionen einer Fortbildungsveranstaltung am Donnerstag, den 11. 5. 2017 an der Europa Universität Flensburg, Abteilung für Chemie und ihre Didaktik

Die halbtägige Veranstaltung wurde von den Referenten: Renate Peper –Bienzeisler, Helga Einsiedel, Manuela Rehwinkel-Varelmann und Walter Jansen durchgeführt. Die Teilnehmerzahl betrug 22.

Unter dem Titel Chemol wurde vor 15 Jahren an der Universität Oldenburg ein Programm ins Leben gerufen, das Kindern der Klassenstufe 1 bis 6 die faszinierende Welt der Chemie in einer für sie erlebbaren Form vermitteln soll. Das Ziel ist es, die Kinder an chemische und naturwissenschaftliche Fragestellungen auf altersgemäßer Ebene heranzuführen. Im Mittelpunkt stehen Experimente und Erklärungskonzepte. Die Experimente machen natürlich Spaß, bieten aber auch die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Es entstehen Einsichten, z. B. dass die Luft nicht "Nichts" ist, dass das in Wasser gelöste Salz bzw. der gelöste Zucker nicht verschwunden sind, dass es dampfförmiges Wachs ist, das die Kerze brennen lässt und dass beim Lösen von Brausepulver oder Vitamintabletten in Wasser ein neues Gas, Kohlendioxid, entsteht.

Die im Chemolkonzept zusammengetragenen Experimente und Konzeptionen sind in vier Themenkreise gegliedert, die sich an den Grundelementen der Antike orientieren: Feuer, Wasser, Erde, Luft.

In der Fortbildungsveranstaltung wurden vier Stationen angeboten und von jeweils einem der Referenten betreut. Die spannenden Versuche, die im Schulunterricht von den Kindern selbst durchgeführt werden sollen, erfordern in der Regel nur Alltagsmaterialien.

 Die 1. Station der Fortbildungsveranstaltung für 2. – 4. Klassen befasste sich mit den Aspekten des Feuers, das dem Menschen gleichzeitig als bedrohlich, aber auch als göttlich erschienen ist. Feuer spielt in der heutigen Lebenswelt der Kinder nicht mehr die gleiche Rolle wie früher. Dennoch erleben die Kinder die heimelige Wirkung der Kerzen und hören  bzw. sehen im Fernsehen die vernichtende Wirkung der Brände. In der präsentierten Konzeption erfahren die Kinder, welche Bedingungen nötig sind, ein Feuer zu entfachen oder auch zu löschen.

Die 2. Station für 1. -  3. Klassen führte dahin, dass die Luft, obwohl wir sie nicht sehen, ein Stoff ist, wie Wasser oder Sand. Wo Luft ist, kann kein anderer Stoff sein, aber man kann ihn durch einen anderen Stoff verdrängen. Luft dehnt sich beim Erwärmen aus und steigt deshalb nach oben, was man sich bei Heißluftballons zu Nutze machen kann.

Die 3. Station für 2. – 4. Klassen thematisierte das Lösen von Salz in Wasser. Salz verschwindet nicht, sondern ist, unsichtbar zwar, weiter im Wasser enthalten. Auch die Aspekte der Salzgewinnung wurden erörtert.

Die 4. Station schließlich behandelte in einer Konzeption für 3. -  6. Klassen das Kohlendioxid. Kohlendioxid entsteht aus Brausepulver und Vitamintabletten beim Übergießen mit Wasser. Aber auch sonst ist es allgegenwärtig in der Natur. Es hat eine Reihe ungewöhnlicher Eigenschaften, die es zu entdecken gilt. Am Ende steht die Erkenntnis: Kohlendioxid ist die Grundlage allen höheren Lebens auf der Erde.

Die Experimente wurden von den Lehrkräften und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung für Chemie und ihre Didaktik engagiert durchgeführt und viele neue Eindrücke und Ideen für den Unterricht gesammelt. Wir bedanken uns bei den Referentinnen und Referenten für die gelungene und lehrreiche Veranstaltung! 

T-Shirts, Tüten und Tenside

T-Shirts, Tüten und Tenside – eine Ausstellung zur nachhaltigen Chemie

Was haben T-Shirts, Tüten und Tenside mit einer nachhaltigen Chemie zu tun? – Das kann in einer Wanderausstellung von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und Partner an neun Stationen mit insgesamt 18 interaktiven Elementen erforscht werden. Diese Ausstellung kann ab sofort bis zum 28. Mai 2017 im Naturwissenschaftlichen Museum Flensburg besucht werden. Am 29. Januar 2017 wurde die Wanderausstellung hier im Naturwissenschaftlichen Museum feierlich eröffnet. Die Eröffnung begann mit einem Grußwort durch den Leiter des Museums, Herrn Dr. Werner Barkemeyer und durch die 1. Vorsitzende des Fördervereines des Museums, Frau Gisela Walter. Anschließend hielten Prof. em. Dr. Walter Jansen und PD Dr. Maike Busker (Universität Hamburg) einen Einführungsvortrag zu ausgewählten Themen der Ausstellung. Die Ausstellung selbst ist zur nachhaltigen Chemie konzipiert und beschäftigt sich breit gefächert mit dieser Themenstellung. Herr Jansen referierte zu den Themen Recycling von Handyakkus und Energiespeicherung von erneuerbaren Energien, während Frau Busker zu Kunstoffen und Recycling sowie einer naturwissenschaftlichen Grundbildung informierte. Nach einer stärkenden Kaffeepause, die freundlicherweise vom Museum gestiftet wurde, konnten die Besucher die Ausstellung zusammen mit Herrn Jansen und Frau Busker "erforschen" und dabei chemische Fragen an die beiden Experten stellen.

Das Museum bietet auch für Schulklassen Führungen durch die Ausstellung an, die von Chemiestudierenden der Universität Flensburg unterstützt und betreut werden. Um gleich einen Einblick in die Wanderausstellung zu bekommen, haben nach der Eröffnung auch die Studierenden die interaktiven Stationen genau ausprobiert.

Es wurde von den Besuchern sehr positiv aufgenommen, dass sie die Ausstellung zusammen mit zwei Experten auf dem Fachgebiet erkunden konnten. Daher werden zukünftig weitere Führungen für Besucher angeboten, die von Prof. em. Dr. Walter Jansen, PD Dr. Maike Busker und Dominique Rosenberg begleitet werden.

Impressionen der Ausstellung
Impressionen der Ausstellung
Impressionen der Ausstellung
Grußworte durch Herrn Dr. Werner Barkemeyer (li) und Frau Gisela Walter (re)
Einführungsvortrag durch Prof. em. Dr. Walter Jansen
Einführungsvortrag durch PD Dr. Maike Busker
Impressionen der Ausstellung
Studierende der Europa-Universität Flensburg
Werner Barkemeyer, Walter Jansen, Dominique Rosenberg, Maike Busker und Gisela Walter (v.l.)
 
 
 

Weihnachtsvorlesung 2016

Weihnachtsvorlesung 2016

Unter dem Motto "Warme Lichter, prasselnde Feuer, knallende Effekte" fand in diesem Jahr wieder die Weihnachtsvorlesung der Abteilung Chemie und ihre Didaktik statt. In diesem Jahr hat sich zum größten Teil die Fachschaftsvertretung um die Experimente und dessen Vorführung gekümmert. Während des ganzen Jahres gab es einen regen Austausch zwischen den Studierenden und den Mitarbeitern der Abteilung, um die Veranstaltung zu planen. Das Produkt dieser Zusammenarbeit konnte am 01.12.2016 im Audimax vor knapp 200 Zuschauern präsentiert werden. Unter den Zuschauern waren viele chemieinteressierte Kinder mit ihren Eltern und Familien, Schüler, Studierende und Mitarbeiter der Europa-Universität Flensburg, Ehemalige und noch viele weitere Interessierte.

Die Mitarbeiter der Abteilung Chemie und ihre Didaktik bedanken sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Flensburg (Ortswehr Jürgensby), die die Brandwache während der Generalprobe und der Vorlesung übernommen haben. Diese Kooperation besteht nun schon seit vielen Jahren und bereitet beiden Seiten viel Freude. Außerdem gilt ein großer Dank den Studierenden, die sich intensiv mit den Experimenten auseinander gesetzt haben. Darüber hinaus gab es sehr viele Helfer aus diesen Reihen, die einen reibungslosen Auf- und Abbau ermöglichten! Nach der Vorlesung ist vor der Vorlesung, daher geht nun die Planung für das nächste Jahr los. Die nächste Weihnachtsvorlesung findet am 07. Dezember 2017 statt!

Forschungsaufenthalt USA

Forschungsaufenthalt an der Washington State University (USA)

Vom 6. August bis 14. Oktober 2016 war Sebastian Böttger an der Washington State University in Pullman (WA, USA). Dort forschte er gemeinsam mit unserer Kooperationspartnerin Frau Prof. Dr. Ursula Fittschen an weiteren Fragestellungen zu seinem analytischen Forschungsprojekt. Das Projekt basiert auf dem Nachweis von Quecksilber in der Luft, welches durch Silbernanopartikel gebunden und mit Hilfe der Methode der TXRF (Totalreflection-X-Ray-fluorescence spectroscopy) nachgewiesen wird. Das Ziel dessen ist ein entsprechender Nachweis und einer dazugehörigen Quantifizierung von quecksilberbelasteten Räumen und Archiven. Die Nachweisgrenzen bewegen sich im Nanogrammbereich.

An der Washington State University wurde es Herrn Böttger ermöglicht, seine Proben mit Hilfe der Methode der µ-XRF (Micro-X-Ray-fluorescence spetroscopy) genauer zu untersuchen, um dort weitere Schritte in der Quantifizierung zu machen (s. Abb. 1). Aufgrund dieser Möglichkeit gab es genaueren Aufschluss über ein Hinzufügen von internen Standards und inwiefern diese, wenn sie sich im sauren oder alkalischen Milieu befinden, die Silbernanopartikel beeinflussen und entsprechend eine Quantifizierung des Quecksilbers erschweren oder dazu beitragen.

Die Arbeitsgruppe von links: Andreas Fittschen, Ursula Fittschen, Sebastian Böttger, Inger Marie Tyssebotn

Die ersten Ergebnisse dieser Arbeit sollen im April während der 253. Tagung der ACS (American Chemical Society) in San Francisco, dem Wissenschaftsforum der GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) im September 2017 in Berlin und der 17. internationalen TXRF-Conference in Brescia/IT, präsentiert werden.

Sebastian Böttger dankt an dieser Stelle dem Ausschuss für Europa und Internationales, welcher die Reisekosten für dieses Forschungsvorhaben übernommen hat. Außerdem gilt ein großer Dank an Frau Prof. Dr. Ursula Fittschen, die ihm ermöglicht hat, diese Forschungsreise durchzuführen und vor Ort alles Organisatorische zu klären und zu finanzieren. Weiterhin gilt ein Dank an die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Fittschen, welche Herrn Böttger äußerst familiär in die Gruppe aufgenommen hat und ihm somit einen äußerst angenehmen Aufenthalt gewährleistete.