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Prof. Dr. Karla Etschenberg

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 Deutsche Gesellschaft für Geschlechtserziehung e.V. (DGG), Bonn
 
 
 Die DGG über sich selbst
 
 Vor 24 Jahren wurde die DGG gegründet (erster Vorsitzender: Prof. Dr. Rudi Maskus, damals Bonn): Nach Abklingen der ersten Euphorie in Sachen Sexualerzie-hung Anfang der 70er Jahre schlossen sich Pädagogen, Fachdi-daktiker, Erzieher und Ärzte  (natürlich auch weibliche) zusammen, um die Se-xualerziehung in Schule und außerschulischer Jugendarbeit zu for-dern und kontinuierlich zu fördern. Diese Ak-tivitäten haben bis heute nicht an Bedeutung verlo-ren. Die Akzente der Diskussion verlagern sich entsprechend der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen.
 
 Nachfolger von Prof. Dr. Rudi Maskus war Prof. Dr. Norbert Kluge (Universität Koblenz-Landau). Prof. Kluge leitet an der Abt. Landau die Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik. Seit 1993 ist Frau Prof. Dr. Karla Etschenberg Vorsitzende der DGG. Sie lehrt Didaktik der Biologie, Humanbiologie/Gesundheitserziehung an der Universität zu Kiel. Zum Vorstand der DGG gehören derzeit außerdem: Dipl-Päd. L. J. Dietz, Rektor einer Hauptschule in Würzburg und die Lehrerinnen Dagmar Duckert und Helga Scheu.
 
 Die DGG hat sich nie einer weltanschaulichen oder ideologischen  Gruppierung an-geschlossen. Sie vertritt weder eine "repressive" oder "konservative" noch eine "progressive" oder "emanzipa-torische" Sexualerziehung. Sie versucht, ein Forum für diesbezügliche Auseinandersetzungen zu sein und fordert in erster Linie eine wis-senschaftlich fundierte, menschenfreundliche  Sexualerziehung. Sie lehnt extreme Positionen ab.
 
 Da Sexualerziehung immer auch zu tun hat mit der Vermittlung von Werten, gehört die Einbeziehung der Wertediskussion selbst-verständlich mit zu den Themen, die vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen  reflektiert werden. Die Belange des Kinder- und Jugendschutzes werden ernst genommen.
 
 Durch die Mitgliedschaft in der DGG wird eine Sexualerziehung gefördert, die sich diesen Grundsätzen verpflichtet fühlt.
 
 In der DGG gibt es einen Landesverband Bayern  unter Leitung von Dipl.-Päd. Li-nus J. Dietz.
 
 Mehrmals im Jahr erscheinen die DGG-Informationen mit Berichten, Aufsätzen, Tips und Medienservice zur Sexualerziehung und Sexualpädagogik. Der Bezug der DGG-Informationen ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.
 
 Regelmäßig finden (an wechselnden Orten) Jahrestreffen oder Jahrestagungen statt, zum Teil mit Kooperationspartnern.
 
 Die 18. Jahrestagung war 1995 in Kiel. Thema: "Sexualerziehung in der Schule". Das 19. Jahrestreffen in Köln befaßte sich unter dem Titel "Schattenseiten" u.a. mit dem Thema "Kinder als Touristenattraktion". 1997 fand die 20. Jahrestagung in Weimar statt mit dem Thema "Lust ohne Frust?!" Das 21. Jahrestreffen 1998 in Köln befaßte sich mit dem Thema "Koedukation". 1999 lag der Schwerpunkt der 22. Jahrestagung in Köln beim Problem "Wa(h)re Kinderkörper". 2000 fand einen Tagung in Berlin zur "Methoden-frage" statt, 2001 in Köln zum Thema "Fortpflanzungstechniken - Konsequenzen für die Sexualerziehung?" statt.
 
 Bei der Mitgliederversammlung 2001 in Köln stand der alter Vorstand nicht mehr zur Verfügung. Neuer Vorsitzender ist Dipl.-Päd. Linus J. Dietz, Schulleiter in Würzburg (Gustav-Walle-Hauptschule, Schwabenstr. 12 D-97078 Würzburg).
 .
 
 September 2001
 
 
 
 


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Letzte Aktualisierung: 17.09.2001, L.Nissen