Aktuelle Nachrichten aus dem Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik

PH Tirol aus Innsbruck besucht das biat

Eine Gruppe aus fünf Studierenden und zwei Dozierenden von der PH Tirol stattete dem biat letzte Woche einen Besuch ab.

Ermöglicht und gefördert werden diese Auslandserfahrungen über das "Erasmus+ Programm" der EU. Für Studierende des Berufsschullehramtes sind Austauschprogramme selten, vor allem solche, die ein ganzes Semester dauern. Das liegt vor allem an den Besonderheiten, die jedes Land mit seinem spezifischen Berufsbildungssystem mitbringt und daran, dass die Ausbildung für Lehrer an beruflichen Schulen weltweit sehr unterschiedlich ist. Österreich und Deutschland sind dabei zwei der wenigen weltweiten Vertreter eines dualen Systems mit einem speziellen Lehramtsstudium, sodass ein Austausch hier nahe liegt. So fand dieses Semester bereits zum zweiten Mal ein Besuch einer gemischten Gruppe aus Studierenden und Dozierenden statt.

Auf dem Programm stand der gemeinsame Besuch von Lehrveranstaltungen, aber es war auch Zeit Flensburg und Umgebung zu erkunden. Am Mittwoch hielt Herr Schöpf von der PH Tirol im Rahmen des biat-Kolloquiums einen Vortrag "Berufsbildendes Schulwesen in Österreich im Kontext der demografischen Entwicklung und des veränderten Bildungs- und Qualifikationsverhaltens". Österreich und Deutschland stehen im Berufsbildungsbereich vor ähnlichen Problemen, exemplarisch seien hier die sinkenden Ausbildungszahlen und steigende Abitur/Matura-Quoten genannt. Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, die beim gemeinsamen Grillfest fortgesetzt wurde. Die Fachschaft hatte es anlässlich des Besuchs und des nahenden Semesterendes veranstaltet. Im kommenden Semester ist ein Gegenbesuch von Flensburger Studierenden und Dozierenden in Innsbruck geplant. Es steht zu hoffen, dass sich der Austausch verstetigt und eventuell sogar eine Erweiterung um die berufliche Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft erfährt; erste Kontakte zwischen den Instituten sind bei diesem Besuch geknüpft worden.