Verantwortlich

Laufzeit

01.01.1998 - 31.12.2000

Webseite

Projektdokumentation

Projektmitglieder

Carsten Wehmeyer

Projektpartner*innen

  • August-Griese-Berufskolleg Löhne
  • Carl-Severing-Berufskolleg Bielefeld
  • Felix-Fechenbach-Berufskolleg Detmold
  • Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld
  • Berufskolleg Lübbecke
  • Leo-Sympher-Berufskolleg Minden
  • Wilhelm-Normann-Berufskolleg Herford
  • Bezirksregierung Detmold, Geschäftsstelle für Modellversuche und EU-Projekte in der Berufsbildung
  • Firma Phoenix Contact
  • EMR Minden

Projektkoordination

Bezirksregierung Detmold, Geschäftsstelle für Modellversuche und EU-Projekte in der Berufsbildung

Institution der EUF

Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat)

Finanzierung

Europäischer Sozialfond der Gemeinschaftsinitiative ADAPT des Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung


Bezirksregierung Detmold, Geschäftsstelle für Modellversuche und EU-Projekte in der Berufsbildung


E.ON Westfalen Weser AG


Phoenix Contact GmbH & Co., Blomberg


in Kooperation mit Klein- und Mittelbetrieben, insbesondere aus dem Handwerk


BATIPOLE en Limouxin Centre National de Formation aux Produits du Batiment Zone Industrielle Batipole Limoux, FRANKREICH


COSTIC (Comite Scientifique et Technique des Industries Climatiques) Saint-Rémy-les-Chevreuse, FRANKREICH


Parco Scientifico e Technologico di Terni Terni, ITALIEN


FEDEME (Federation de Empresarios del Metal) Sevilla, SPANIEN


Intelligentes Gebäude

Das EU-ADAPT-Projekt „Intelligentes Gebäude“ hat aufgrund des globalen wie regionalen Strukturwandels und auch vor dem Hintergrund und mit Orientierung an der AGENDA 21 die Zielsetzung aufgenommen, für die Bereiche der Planung, Erstellung und Nutzung von Gebäuden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Form von Qualifizierungsmodulen zu entwickeln. Diese sollen im Zusammenhang einer „intelligenten“ Gebäudegestaltung zu einer beruflichen Kompetenz­steigerung, einer Verbesserung des Umweltbewusstseins und -handelns sowie zur Unterstützung des Strukturwandels und der Sicherung der Arbeitsmarktchancen beitragen. Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, wurden im Rahmen des Projektes bisher Konzepte erarbeitet und Entwicklungen vorgenommen, die im wesentlichen auch in diesem Leitfaden zur Modulentwicklung dokumentiert sind.

Im Sinne einer formativen Projektevaluation ist auf der Grundlage der Entwicklungen und Schulungen im Laufe des Projektes die Frage gestellt, ob und wie die Projektziele erreicht werden und wie die Qualität des Aus- und Weiterbildungsangebots überprüft und gesichert werden kann. Vergleichbar ist diese Frage im Sinne einer summativen Evaluation nach Projektabschluss zu stellen, so dass geeignete Verfahren und Maßnahmen zur Bewertung der Projektfortschritte und -ergebnisse zu entwickeln und anzuwenden sind. Hierzu wird nachfolgend ein Ansatz mit einem vierstufigen Untersuchungskonzept vorgestellt, der die Basis für die Evaluation im Projekt bildet.

Stichworte

EU-ADAPT, AGENDA 21

Beschreibung

1. Umsetzung der Projektziele im Qualifizierungsnetzwerk

Auf der Grundlage der Projektzielsetzungen wurde das Modulkonzept im vorliegenden Leitfaden zur Entwicklung von Qualifizierungsmodulen zur beruflichen Aus- und Weiterbildung erarbeitet und erläutert. Das Modulkonzept basiert auf den grundlegenden Überlegungen zur Verwirk­lichung eines regionalen Qualifizierungsnetzwerkes, das in einer übergeordneten Kooperation der Projektträger sowie den beteiligten Schulungs­stand­orten und Betrieben der Region in der Struktur von drei unterschiedlichen Modultypen umgesetzt und angeboten wird. Im Hinblick auf Maßnahmen zur Sicherung der Qualität des Bildungsangebotes ist diesbezüglich zu untersuchen, inwieweit es gelungen ist, die formulierten Projektziele und die damit verbundenen komplexen Problem- und Aufgabenstellungen bei der Entwicklung der System-, Struktur- und Funktionsbezogenen Qualifizierungsmodule adäquat zu berücksichtigen. Hierbei ist ein wichtiges Kriterium auch die Umsetzung und Umsetzbarkeit der didaktischen Hilfen und Rahmenvorgaben. Weitere entscheidende Kriterien für die Beurteilung sind die Struktur, die Themen und die Qualität der entwickelten Qualifizierungsmodule sowie deren Innovationsgehalt.

2. Voraussetzungen und Bedingungen an den Schulungsstandorten

Eine wesentliche Voraussetzung zur Umsetzung der Projektzielsetzungen ist die Kooperation der Modulentwickler, die im zweiten Schritt zur Qualitätssicherung im Projekt "Intelligentes Gebäude" vor dem Hintergrund der jeweiligen Möglichkeiten der verschiedenen Schulungsstandorte untersucht werden soll. Dabei ist nicht zuletzt die Qualifizierung der Lehrer und Ausbilder im Sinne von Multiplikatoren von Bedeutung, durch die das Qualifizierungsnetzwerk in seiner Qualität umfassend geprägt wird. Hierzu soll eine Befragung der am Projekt beteiligten Lehrer und Ausbilder vorbereitet und durchgeführt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Untersuchung der Situation an den Qualifizierungs­standorten ist die Medienausstattung, für deren Beurteilung die Realisierung und Nutzung der im Projekt genutzten Handlungsobjekte leitend ist. Darüber hinaus ist von Bedeutung, inwieweit die Ausstattung im Rahmen der Modulentwicklung berücksichtigt und daran anschließend in der Umsetzung sachgerecht und auf den Arbeitsprozess bezogen genutzt werden kann.

Wichtig ist darüber hinaus, inwieweit es an den einzelnen Schulungsstandorten gelungen ist, die Projektidee und die entwickelten Qualifizierungsmodule in der Region zu verbreiten. Kriterien zur Beurteilung sind beispielsweise die Darstellung des Aus- und Weiterbildungsangebotes in der Form von Informationsmaterialien wie auch im Internet.

3. Akzeptanz und Annahme der Qualifizierungsangebote

Entsprechend dieser Stufe des Evaluationskonzeptes soll die Akzeptanz und Annahme des entwickelten Qualifizierungsangebotes in der Region unter qualitativen und komparativen Aspekten überprüft werden. Hierbei soll die Attraktivität des Bildungsangebotes zur Thematik "Intelligentes Gebäude" aus der Sicht der Teilnehmer in der Region Ostwestfalen-Lippe beurteilt werden.

Des weiteren sind die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahmen nach der beruflichen Bedeutung und Relevanz der Ziele und Inhalte und somit auch zur Qualität der Qualifizierungsmodule zu befragen. Gleichzeitig soll die Schulung unter dem Aspekt der methodischen und medialen Umsetzung durch die Teilnehmer beurteilt werden. Als Evaluationsinstrumentarium ist eine schriftliche Befragung vorgesehen, die in Teilbereichen in der Form von Interviews ergänzt wird.

4. Langzeituntersuchung der Projektinnovationen im regionalen Kontext

Im Rahmen der Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Projekt sollte eine Untersuchung im Sinne einer Langzeitstudie den langfristigen Nutzen der Qualifizierung verschiedener Zielgruppen durch die Qualifizierungsmodule im Arbeitsalltag überprüfen. Hierbei geht es um die Möglichkeiten der langfristigen Verwertung der Qualifikationen aus individueller, betrieblicher und ökologischer Sicht in der Arbeitspraxis wie ebenso um regionale Strukturförderung oder den Arbeits- und Technologiewandel, und zwar über die Projektlaufzeit hinaus. In dieser Stufe sind somit bei der Bewertung der Nachhaltigkeit der Projektinnovationen insbesondere auch der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Realisierung der im Projekt leitenden Aspekte zur lokalen Umsetzung der AGENDA 21 zu berücksichtigen.