Verantwortlich

Prof. Dr. Beatrix Niemeyer-Jensen

Laufzeit

01.06.2000 - 31.05.2002

Projektmitglieder

Dipl.-Päd. Inka Neunaber

Projektpartner*innen

  • Jugendaufbauwerk Niebüll
  • Jugendaufbauwerk Glücksburg
  • Jugendaufbauwerk Noderstedt
  • Psychologischer und Medienpädagogischer Fachdienst, Pädagogische Fachberatung (alle JAW SH)

Institution der EUF

Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik (biat)

Finanzierung

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Schleswig-Holstein


Handlungsorientiertes Lernen - Evaluation eines Fortbildungsmodells der Jugendaufbauwerke Niebüll, Glücksburg und Norderstedt

Die Jugendaufbauwerke (JAW) Glücksburg, Niebüll, Norderstedt haben im November 1999 eine Kooperationsvereinbarung getroffen, um in ihren Einrichtungen gemeinsam handlungsorientiertes Lernen als pädagogisches Leitprinzip einzuführen.

Stichworte

Handlungsorientiertes Lernen

Beschreibung

Sie nutzen dabei ein Weiterbildungsangebot des medienpädagogischen, pädagogischen und psychologischen Fachdienstes des Jugendaufbauwerks Schleswig-Holstein, welches auf der Basis langjähriger Erfahrung mit MitarbeiterInnenfortbildung mit spezifischem Blick auf die Zielgruppe und unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Einrichtungen entwickelt werden konnte.

Die gemeinsame Intention aller drei Jugendaufbauwerke ist es, eine umfassende Neuorientierung der pädagogischen Arbeit anzustreben. Diese Überlegungen waren Anlass für die Konzeption des Projekts Handlungsorientiertes Lernen (HOL).

Im Anschluss an eine Basisqualifikation bilden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ggf. auch einrichtungsübergreifend, Projektgruppen, die das Gelernte im Alltag zur Anwendung bringen sollen. Schwierigkeiten und Hindernisse auf die sie dabei stoßen, werden als Lernchancen begriffen.

  • Das Projekt ist als umfassende Qualifizierung aller Mitarbeitenden in allen drei Einrichtungen geplant. Fachspezifische oder disziplinspezifische Verengungen oder gar Isolierungen sollen dadurch gezielt vermieden werden. Eine fächerübergreifende Kooperation und ein einrichtungsübergreifender Austausch ist ausdrücklicher Bestandteil des Qualifizierungsprozesses.
  • Den einzelnen Qualifizierungsbausteinen folgt eine Transferphase, in der die erworbenen Einsichten und Kenntnisse auf die alltägliche Praxis übertragen werden müssen.
  • Der damit verbundene Lernprozess der Mitarbeitenden wird während der gesamten Dauer von ihnen selbst dokumentiert (Lerntagebuch) und reflektiert (Projektgruppenarbeit).
  • Auf die Transferphase folgt eine Präsentationsphase, in der das erarbeitete Wissen und die erworbenen Einsichten über den Projektzusammenhang hinaus fruchtbar gemacht werden.
  • Handlungsorientiertes Lernen ist somit nicht nur didaktisches Ziel, sondern pädagogisches Programm und findet auch auf der Ebene der Mitarbeitenden statt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchleben einen Fortbildungsprozess, der handlungsorientiertes Lernen für sie erfahrbar macht und in dem Selbstreflexion, praktische Umsetzung und Erprobung der Lerninhalte ein zentrales Anliegen sind.
  • Für die in den Jugendaufbauwerken betreuten Jugendlichen eröffnen sich dadurch neue Lernchancen mit dem Ziel eines positiven Zugangs auf die Arbeitswelt und einer verbesserten Qualifizierung für eine berufliche Tätigkeit oder Ausbildung. 
  • Der gesamte Projektverlauf, der einen mehrschichtigen Prozess handlungsorientierten Lernens umfasst, wird wissenschaftlich begleitet, i. e. analysiert, evaluiert und dokumentiert.