Veranstaltungsdetails
19:15 Uhr
Im Prozess der europäischen Integration in Richtung auf die Europäische Union ist es selbstverständlich geworden, zur Rechtfertigung der Besonderheit dieses Zusammenhangs auf die Geschichte ‚Europas‘ im Allgemeinen und auf die Tradition der Europapläne und Europaideen im Besonderen hinzuweisen. Dabei erscheint die europäische Integration häufig als Verwirklichung jahrhundertelanger Entwicklungen, für die spezifische Prinzipien, Normen oder Institutionen charakteristisch zu sein scheinen.
Der Vortrag geht den behaupteten Anfängen dieser Europaideen und -pläne nach und fragt nach ihren Entstehungszusammenhängen und ihrer Bedeutung. Im Zentrum stehen dabei die Konstruktionsweisen Europas in der Frühen Neuzeit: Warum wird hier welches „Europa“ konstruiert? Verbindet sich die Europaidee mit Vorstellungen politischer und kultureller Einheit und Integration? Wie hängen die modernen Europaideen mit der Vervielfältigung von inneren und äußeren Konflikten zusammen? Bildet die Idee der politischen Einheit und Integration Europas den Gegenpol zu einer Welt des Konflikts und des Krieges?

