Veranstaltungsdetails
18:00 Uhr
Süderhofenden 40, 24937 Flensburg
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts geht in Romanen immer und immer wieder die Welt unter – ohne, dass in den meisten Fällen dabei wirklich die Erde in ihrer physikalischen Gesamtheit zerstört wird, denn das so oft beschriebene Ende der Menschheit ist keineswegs gleichbedeutend einem Ende des Planeten (oder allen Lebens auf ihm) an sich.
Der Vortrag von Frau Machat gibt einen Überblick über die anglo-amerikanische (Post-)Katastrophenliteratur von ihrer Entstehung bis heute, er beleuchtet wovon Autoren und Autorinnen genau schreiben, wenn es ihnen um das "Ende der Welt" geht. Bleibt etwas übrig, wenn die Welt untergeht? Was? Warum? Und wie wird Leben in diesen 'Resten' dargestellt?
Am 21. Dezember 2012 ist Schluss!
Schenkt man einigen windigen Interpreten des ablaufenden Maya-
Kalenders Glauben, so können wir uns darauf einstellen, dass die
Welt an diesem Tag untergehen wird. Im Sommersemester 2012,
also gerade zur rechten Zeit, findet ab dem 9. Mai 14-täglich eine
Ringvorlesung unter dem Titel „Endzeitstimmungen. Faszination
und Schrecken apokalyptischer Szenarien“ statt.
Die Vorlesungsreihe greift ein Thema auf, das seit einigen Jahren
einen immensen Aufschwung durch die Boulevardpresse und
schaurige Pseudo-Dokumentationen erfährt. Bereits die
diesjährigen Meldungen über gewaltige Sonnenstürme, die sich mit
den vermeintlichen Prophezeiungen der Maya decken sollen, oder
gar eine drohende Eiszeit lassen das Gefühl entstehen, dass wir
kosmischen Gewalten hilflos ausgeliefert sind.
Die sechs Vorträge beschäftigen sich folgerichtig nun
multiperspektivisch damit, auf welche Weise mit
Untergangsphantasien im Verlauf der Menschheitsgeschichte
umgegangen wurde und welche realen Bedrohungen gegenwärtig
zu fürchten sind.

