Universität Flensburg zeigt Präsenz auf Tagung zur Schulforschung
In der Arbeitsgruppe Schulforschung sind die in Schleswig-Holstein beteiligten Institutionen zusammengeschlossen. Die AG veranstaltete am 11. Juni in Kiel erstmals eine öffentliche Tagung zur empirschen Schulforschung, auf der die Universität Flensburg mit neun Fachvorträgen deutliche Präsenz zeigte.
Auf der Tagung wurden beispielsweise innovative Unterrichtskonzepte und Beiträge zur Professionalisierung der Lehrerbildung vorgestellt und diskutiert und Ergebnisse der Unterrichtsforschung vorgestellt. Jo Blane, Doktorandin an der Universität Flensburg, berichtete über ihre geplante Forschung zur Fehlerkorrektur im Grundschulenglisch. In ihrem Promotionsprojekt im Rahmen der Forschungsgruppe Englischunterricht untersucht Blane, wie in dem noch recht jungen Fach an der Grundschule Fehler am besten korrigiert werden. Prof. Dr. Olaf Jäkel vom Englischen Seminar der Universität Flensburg und Sprecher der Forschungsgruppe erläutert: "Berichtigt eine Lehrerin oder ein Lehrer jeden Fehler, kann die Motivation der Grundschulkinder eine Fremdsprache zu lernen, natürlich beeinträchtigt werden. Alle Fehler können aber auch nicht unkommentiert gelassen werden, da sonst die Kinder leicht das falsche Modell - zum Beispiel eine Fehlaussprache - verinnerlichen. Die Lehrerinnen und Lehrer stehen also vor der permanenten Aufgabe abzuwägen, was korrigiert und was nicht korrigiert werden muss."
Neben Jo Blane und Prof. Dr. Olaf Jäkel vom Englischen Seminar waren Prof. Dr. Ines Heindl, Prof. Dr. Holger Jahnke, Martin Förster und Johanna Böhndel, Anja Kühn, Prof. Dr. Jürgen Schwier und Michael Meier mit Vorträgen zur Schulforschung auf der Tagung vertreten. Prof. Dr. Ines Heindl berichtete über die Reform der Ernährungs- und Verbraucherbildung in Schulen Schleswig-Holsteins, Prof. Dr. Holger Jahnke hielt einen Vortrag zum Bildeinsatz und Bild(lese)kompetenz im Geographieunterricht. Prof. Dr. Jürgen Schwier gab Antworten auf die Frage, wie sich Schulsport online darstellt. Michael Meier referierte über die Praktiken des Schulerfolgs und Martin Förster sprach zusammen mit Johanna Böhndel über Berufseignung in den Vermittlungswissenschaften. Anja Kühn schließlich berichtete über die Gründung eines Netzwerks regionaler Institutionen und Initiativen zur Förderung der Medien- und Filmkompetenz in der Schule.
In der Arbeitsgruppe Schulforschung sind die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität Flensburg, die Musikhochschule Lübeck, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) zusammengeschlossen. Mit insgesamt neun Fachvorträgen zeigte die Universität Flensburg Flagge in Sachen Schulforschung.

