Performance auf der documenta13 in Kassel
28 Kunststudenten des 4. Semesters der Universität Flensburg unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Blohm, Dr. Jutta Zaremba und Werner Fütterer besuchten vom 11.-13.6.12 die documenta13 in Kassel, die bedeutendste Kunst-Show der Welt. Der Besuch gab den Studierenden Anlässe, sich mit aktueller Kunst auseinanderzusetzen und verschiedene Vermittlungssituationen entstehen zu lassen.
Zwei Kunststudentinnen, Lara Kühne und Leonie Malcher, wurden dabei selbst zu Künstlerinnen und wurden von den Besucher_innen der Ausstellung durchaus als documenta-Künstlerinnen wahrgenommen. Sie führten auf dem documenta-Gelände eine 2 ½ stündige Performance auf dem Platz vor dem Friedericianum durch.
Die Performance orientierte sich an einer der Aussagen der Documenta, „ […] die dem beharrlichen Glauben an wirtschaftliches Wachstum skeptisch gegenübersteht.“ (vgl. d13.documenta.de)
Die Studentinnen fertigten mehrere Plakate mit kritischen Fragen und Thesen zum Thema Wirtschaftswachstum/Leistungsgesellschaft an, die sie dem Publikum präsentierten. Das Publikum hatte die Möglichkeit die Aussagen schriftlich zu kommentieren. Beispiele für die Inhalte der Plakate waren: „Too stupid to save Mother Earth?“, „Experiment Zivilisation vorläufig gescheitert?“, „Kunst ist... kein Leistungsroboter zu sein!“, „Fehltage durch Burnout um 1400% gestiegen!“.
Die Kostümierung verkörperte einen durch Erschöpfung zerstörten Leistungsroboter. Die weiße Schminke sollte die Gleichförmigkeit der durch Leistungsansprüche vereinheitlichten Gesellschaft verdeutlichen.
Die Performance sprach unterschiedliche Altersgruppen und Nationalitäten an. Oft wurden die beiden dabei von Besucher_innen fotografiert oder Besucher_innen ließen sich gar mit ihnen ablichten. Die Resonanz war unerwartet groß.
Eine Gruppe der Occupy Bewegung die vor dem Fridericianum zeltete, wollten gar die Studentinnen als ständige Figuren dort präsentieren, um ihre Inhalte zu transportieren.


